News                                         geruk

 

13.02.2010   Kampfbericht - Brunchboxen am 07.02.2010

08.10.2009   Kampfbericht - Box- und Thaiboxevent am 04.10.2009

17.09.2009   EASTSIDE - neuer Förderer

11.09.2009   Daniel Zell auf dem Weg zum Titel

02.09.2009   Sparring - Vorbereitungen auf den 4.10.2009

27.08.2009   Marie Riederer in Karlsruhe

12.08.2009   Kampfbericht - Mittsommer-Boxevent am 01.08.2009

30.03.2009   Kampfbericht - 9. Fight Night am 21.03.2009

26.03.2009   Noch mehr Neues aus unserem Gym

02.03.2009   Mehr Neues aus unserem Gym

18.02.2009   Neues aus unserem Gym

21.12.2008   Kampfbericht aus der Universal Hall am 20.12.2008

12.12.2008   Aktueller Bericht - Dezemberkracher am 06.12.2008

08.10.2008   Aktueller Bericht - 8. Fight Night am 03.10.2008

24.09.2008   Boxpromoter Frank Hogenkamp feiert Geburtstag

15.09.2008   Wochenendübersicht Veranstaltungen 12. - 14.09.2008

13.09.2008   Drachenbootrennen IFKO vs. BFC

07.09.2008   Bericht von der 4. Saturday Fight Night in Halle/Saale

01.09.2008   Unser Boxgym Coepenick beim 6. Mike Polley Fan-Gedenkturnier

12.08.2008   Hendrik Gabel im Boxen und K1 !

25.06.2008   Vier neue Profiboxerinnen!

12.06.2008   Aktueller Bericht - Profibox- und Thaiboxabend am 31.05.2008

12.06.2008   Gespräch mit dem GBA-Geschäftsführer Jörg Milcke

12.06.2008   Interview mit Profiboxtrainer Mike Wissenbach

12.06.2008   Interview mit Profiboxer Rene Hübner

06.05.2008   Basti "Fantasti" Wille feiert Geburtstag

23.04.2008   Meistertrainer Mike Wissenbach hat Geburtstag

21.04.2008   Lars Buchholz ist Vater geworden!

02.04.2008   Boxabend im Funkwerk am 29.03.2008

15.02.2008   RTL-Interview mit Sebastian Wille

16.01.2008   Aktueller Bericht - Boxen am 12.01.2007

05.10.2007   Aktueller Bericht - 7. Fight Night

21.08.2007   Showdown - 6. Fight Night

25.06.2007   Köpenick lud Pankow ein

31.05.2007   Offenes Sparring im Boxgym Coepenick

21.05.2007   Unerfreuliche Telefonate

12.05.2007   5. Fight Night des Box Gym Köpenick

13.04.2007   Boxabend in Fürstenwalde

28.04.2007   GBA Präsident Peter Pelk mit scharfem Protest an                         BDB Präsident Dr. Eckmann

25.04.2007   Skandal!

21.04.2007   GBA Generalversammlung


 

08.10.2009

!!! Aktuell !!!

Kampfbericht Brunchboxen am 7.02. 2010

Lars Buchholz vs. Adam Gadajew - Sieg Buchholz nach Punkten
Hendrik Gabel vs. Roy Meissner - Sieg Gabel TKO (0:30min 2.Runde, Handtuch)
Domenic von Chrzanowski vs. Christian Pohle - Sieg Chrzanowski nach Punkten
Steve Krökel vs. Frank Pflegel - Sieg Krökel TKO (Nichtantritt 2.Runde wg. Verletzung)
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Daniel Urbanski vs. Markus Senf - Sieg Urbanski TKO (1:39min 2.Runde, Handtuch)
Matt Zegan vs. Jonny Ibramov - Unentschieden
Varol Vekiloglu vs. Marko Angermann - Sieg Vekiloglu (2:00min 3.Runde, Handtuch)Damian Jonak vs. Marcen Gierke - Sieg Jonak TKO (Nichtantritt 4.Runde wg. Verletzung)

Das BoxGym Coepenick feierte mit der aktuellen Veranstaltung gleich zwei Jubiläen. Zum einen war es die immerhin fünfundzwanzigste Boxveranstaltung seit Bestehen des BoxGyms überhaupt. Aber auch das „Brunch Boxen“, zur Abwechslung mal an einem Sonntag als solches war neu. Interessant genug, um doch einige bekannte Berliner Gesichter anzulocken, so zum Beispiel Ramona Kühne (welche zuletzt gegen Ina Menzer in einem WM-Kampf gegenüberstand), Axel Kruse, sowie Michael Trabant (boxte im Rahmen der letzten Veranstaltung). Und mit der Zeit füllte sich dann auch der Saal, obwohl es doch nicht so einfach für einige war sonntags aus den Federn zu kommen. Ansporn genug lieferte hierfür aber eigentlich schon das außerordentlich reichhaltige Brunch-Buffett, welches kaum Wünsche offen ließ. Aber auch die Kampfansetzungen versprachen Unterhaltungswert, trotz einiger unschöner Absagen, wie Alexander Sipos oder der 2,17m-Riese Jürgen Frank. Einige Boxer und Promoter lassen es wirklich an Professionalität mangeln.

Lars Buchholz vs. Adam Gadajew
Gleich im ersten Kampf kam Lokalmatador Lars Buchholz zum Zuge. Bei ihm gab es einen Trainerwechsel, was sicherlich als eine mittelfristige Reaktion auf den verlorenen Kampf gegen Shpetim Shala um den vakanten österreichischen Titel zu bewerten ist. In der Kampfanlage tritt er nun etwas robuster als früher auf, obgleich sich eine Schwäche von früher immer noch zeigte – Lars brauchte wieder etwas Anlauf, um in den Kampf zu finden. Aber auch so tat er sich nach meinem Empfinden etwas zu schwer gegen seinen Gegner Adam Gadajew. Dieser brachte immerhin erst einen Sieg bei drei bestrittenen Kämpfen mit nach Berlin – also beleibe kein Übergegner. Lars sah meinem Empfinden nach ganz gut in der Vorwärtsbewegung aus, offenbarte im Gegensatz zu früher jedoch einige Schwächen in der Defensive. So war er generell nicht mehr so beweglich auf den Beinen wie früher – gut, das kann seiner neuen Kampfausrichtung geschuldet sein. Aber er ließ auch für meinen Geschmack zu oft die Fäuste hängen und bot so dem Gegner unerwartet viel Trefferfläche. In der Summe war der Punktsieg für Lars sicherlich mehr als gerechtfertigt, jedoch ließ er an diesem Kampftag etwas an gewohnter Souveränität vermissen. In Normalform hätte er wohl nicht über die volle Distanz von sechs Runden gehen müssen, obwohl aus ihm wohl niemals ein klassischer Puncher wird. Vielleicht war er jedoch nur etwas übervorsichtig ob seines Kampfes im Rahmen der Boxgala in Kattowitz am 6.März.

Hendrik Gabel vs. Roy Meissner
Im nächsten Kampf versuchte sich Roy Meissner aus Leipzig erneut gegen einen IFKO-Boxer, nachdem er zuvor gegen Rene Hübner, Varol Vekiloglu, sowie zuletzt gegen Lars Buchholz eher keine Früchte vom Baum holen konnte. Aber zumindest konnte man ihm bisher eines bescheinigen – Kämpferherz. Dieses schien ihm gegen den nur ein Jahr „jüngeren“ Hendrik Gabel aber etwas in die Sporthose gerutscht zu sein, denn er ließ sich sofort ab dem Beginn von Hendrik die Butter vom Brot nehmen. Und obwohl er sich so klein wie möglich zu machen versuchte, gegen die schweren Köpfertreffer von „Ursus“ Hendrik fand er kein Mittel. Seine Gegenangriffe - vielmehr Gestochere - waren hierzu eher auch wenig geeignet. Zu ängstlich, zu zaghaft. Da verwunderte es auch nicht, dass er in der ersten Runde bereits angezählt wurde. Nach dreißig Sekunden der zweiten Runde erlöste ihn sein Betreuer Matze Eichler durch das Handtuch, nachdem er sich nicht mehr von Hendrik lösen konnte und in einem Schlaghagel versank. Klarer Sieger Hendrik Gabel in einem einseitigen Kampf.

Domenic von Chrzanowski vs. Christian Pohle
Im nächsten Kampf ging es sowohl in der Gewichtsklasse (Supermittel), als auch im Altersdurchschnitt nach unten. Der junge Domenic von Chrzanowski, gerade mal 18 Lenzen jung, wird zu den Nachwuchshoffnungen des Boxsports gezählt. Er kommt vom Wiking Boxteam Berlin und wird von Cheftrainer Hartmut Schröder betreut. Im Dezember vergangenen Jahres gab er sein erstes Stelldichein im Funkwerk gegen Ronny Daunke, diesen Kampf gewann er in Runde drei mit TKO. Somit ging er mit einer Bilanz von zwei Siegen bei zwei bestrittenenen Kämpfen in dieses Match, genau wie sein Gegner Christian Pohle vom BoxGym aus Leipzig. Wie gewohnt stand Sportfreund Matze Eichler in der Ringecke. Der junge Mann aus der roten Ringecke legte wie schon beim letzten Kampf wie die Feuerwehr los. Er ist sehr beweglich und auch seine Schläge sind kraftvoll. Der etwas bedächtigere Christian Pohle stand jedoch meist gut und ließ die meisten Schläge an seiner dichten Deckung abprallen. Ab Runde drei forderte das hohe Tempo jedoch seinen Tribut, dem jungen Heißsporn schien doch etwas die Puste auszugehen. Beide Kämpfer ließen es ab Runde drei etwas ruhiger angehen. Erst zu Ende des Kampfes erhöhte sich das Tempo wieder leicht, jedoch gab es am verdienten, wenn auch knappen Punktesieg von Domenic über die vier Runden nichts zu deuteln.

Steve Krökel vs. Frank Pflegel
Im letzen Kampf vor der Pause ging es in der Gewichtsklasse wieder deutlich nach oben. So standen sich Steve Krökel vom bekannten 8M BoxGym Halle und Frank Pflege von den Fighting Fellas Leipzig gegenüber. Bei diesem Match durfte man sich keiner Täuschung hergeben. Rein von der Optik und vom Kampfgewicht (ganze sechs Kilo mehr) nach hätte der Leipziger ganz klar der Faforit sein müssen. Jedoch konnte er von seinen bisherigen Kämpfen keinen einzigen gewinnen und auch nur bei zweien über die Runden gehen. Achtundzwanzigjährige Hallenser bringt immerhin eine Ringerfahrung von 28 Kämpfen mit, bei fast ausgeglichener Bilanz. Dementsprechend kann Frank Pflegel auch nur zu Beginn des Kampfes mithalten, schon zu Mitte der ersten Runde wird er nach einen ersten Wirkungstreffer gegen den Körper angezählt. Kurz vor dem Ringgong fängt er sich einen harten Treffer mitten ins Gesicht und wird erneut angezählt. Davon scheint er sich dann wohl nicht mehr erholt zu haben (oder auch zu wollen), so dass der Kampf bereits nach einer Runde mit TKO für den Hallenser gewertet wird. Offiziell nach Aufgabe wegen Verletzung – das lassen wir so mal unkommentiert sehen. Der geneigte Boxfan hatte so aber immerhin mehr Zeit, sich dem nicht enden wollenden Buffet zu widmen. So manch ein Besucher wird nach diesem Brunch wohl eine Gewichtsklasse nach oben gerutscht sein.
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Daniel Urbanski vs. Markus Senf
Im ersten Kampf nach der Pause standen sich der aus Stettin (Szczecin, Polen) stammende, jedoch in Berlin trainierende Daniel Urbanski und Markus Senf vom Shamrock BoxGym Leipzig gegenüber. Ersterer ist immerhin Junioren Weltmeister im Mittelgewicht nach Version der IBF, sowie amtierender Polnischer internationaler Meister. Markus Senf kann dem nur seine Kampferfahrung von sechzehn Kämpfen gegenüber stellen, sowie seinen Titel „als bestgelaunter Boxer am Ring“. Aber immerhin ist er bei gleichem Gewicht gut zwölf Zentimeter länger als sein Kontrahent. Leider konnte er diesen Reichweitenvorteil nicht zu seinem Vorteil nutzen – so wäre es vielleicht ein ausgeglichenerer Kampf geworden. So war der Pole jedoch Markus in fast allen Belangen deutlich überlegen. Er war beweglich im Oberkörper, schlug hart und variantenreich. Ja, ich verhehle nicht, dass mir sein Boxstil gefiel. Markus hielt sich in der ersten Runde noch tapfer, jedoch geriet er in der zweiten Runde schwer in Bedrängnis. Nach einem Gesichtstreffer wird er das erste Mal angezählt und als er durch einem schweren Körpertreffer nach gut der Hälfte der Zeit erneut einknickt, erlöst Betreuer Matze Eichler ihn durch das Handtuch. Ganz ehrlich – alles andere wäre auch unvernünftig gewesen. So gewinnt der Pole den Kampf klar und deutlich durch TKO in der zweiten Runde.

Matt Zegan vs. Jonny Ibramov
Auch der nächste Kampf sieht mit Matt Zegan (34) einen aus Polen (Wroclaw) stammenden Kämpfer. Ihm gegenüber steht der in Usbekistan geborene Jonny Ibramov (29). Ersterer bringt eine beeindruckende Kampfbilanz von vierzig gewonnenen bei fünfundvierzig absolvierten Kämpfen mit. Demgegenüber ist der Wahlhamburger Jonny Ibramov mit sieben von zehn Kämpfen deutlich im Hintertreffen. Aber was will das schon heißen, erst der direkte Vergleich – über sechs Runden angesetzt - bringt die Wahrheit ans Licht. Über die Distanz schenken sich beide Kämpfer nichts – mal ist der eine, mal der andere mehr am Drücker. Deutlich vorn sah ich jedoch keinen von beiden. Der Mann aus der roten Ecke war der aktivere von beiden, machte zumeist den Kampf. Der etwas gedrungenere Mann mit der Linksauslage operierte zumeist aus der Defensive, war jedoch stellenweise effektiver in seinen Aktionen. Somit kann ich mit der geteilten Wertung der Punktrichter (1-1-1) durchaus leben. Ebenso das Publikum, welches den beiden Boxern den verdienten Respekt zollten. Dies war, ich nehme es vorweg, jedoch die einzige geteilte Wertung des Tages.

Varol Vekiloglu vs. Marko Angermann
Beim nächsten Kampf braucht man sicher kein Prophet zu sein, um den Favoriten auszumachen. Fünfzehn Kämpfe (davon immerhin zwölf Siegen) beim Lokalmatadoren stehen ganzen zwei bei Marko Angermann vom 8M BoxGym Halle gegenüber. Dieser ist mit seinem Kampfalter durchaus als Späteinsteiger beim Profiboxen zu betrachten. Immerhin konnte er seine beiden Kämpfe siegreich gestalten, davon einer gegen genau den Adam Gadajew, gegen welchen sich Lars gleich zu Beginn etwas schwer tat. Vielleicht steckte Varol noch der verloren Kampf um die Deutsche BDB Meisterschaft im Cruisergewicht gegen den starken Serdar Sahin Ende letzten Jahres in Sölden in den Knochen, jedenfalls ging er für ihn außerordentlich zurückhaltend in den Kampf. Aber bereits zur Ende der ersten Runde wird er wach und hört nun nicht mehr auf den zunehmend beeindruckt wirkenden Marko Angermann mit seinen schweren Fäusten zu tracktieren. Für meinen Geschmack wirkte er dabei jedoch etwas zu ungeduldig, ich hätte mir gewünscht, dass er seinen Gegner mehr versucht hätte auszuboxen. Auf seine Art ging es aber auch – bereits in der dritten Runde stellt er seinen Gegner in der Ringecke und lässt ihn nicht mehr entweichen. Auch hier hatte der Trainer ein Einsehen und beendet diesen Kampf, bevor gesundheitliche Schäden zu befürchten waren. Letztlich ging der Sieg ob seiner physischen Dominanz natürlich verdient an Varol. In meinen Augen verschenkt er jedoch die Gelegenheiten sich boxerisch weiter zu entwickeln, da er seine Gegner zumeist einfach überrennt. Dies führt dann möglicherweise zu Problemen bei Gegnern, welche ihm physisch ebenbürtig sind.

Damian Jonak vs. Marcen Gierke
Im letzen Kampf der Veranstaltung konnte man dann vielleicht einen baldigen Titelträger in Augenschein nehmen. So boxt der bisher ungeschlagene (25 Kämpfe) Pole Damian Jonak am 06.03.2010 in Kattowice um den vakanten  EBA (European Boxing Association) Titel im Mittelgewicht. Dass er trotzdem noch kurz davor einen Kampf im Rahmen dieser Veranstaltung annahm, begründete er als sein Dankeschön an das BoxGym Coepenick für die tatkräftige Hilfe. Dass das Management das Risiko scheinbar etwas minimierte, indem man einen vermeintlich kalkulierbaren Gegner verpflichtete, dürfte dabei auf der Hand liegen. Dabei ist Marcen Gierke beileibe kein „Box-Newbie“, sondern konnte für seine jungen sechsundzwanzig Lenzen doch eine erkleckliche Bilanz von achtunddreißig Kämpfen in die Wagschale werfen. So richtig konnte man anfangs auch die Favoritenrolle auch nicht ausmachen, der Pole agierte doch sehr vorsichtig. Sicher, die Klassenunterschiede waren schon von Beginn an sichtbar. Jedoch entwickelte sich nach dem verhaltenen Beginn erst ab der zweiten Runde ein munterer Kampf, gerade weil Marcen Gierke völlig unbefangen und unbeeindruckt mitboxte. Zu Rundenende ließ der brachial agierende Pole etwas nach, jedoch langte es immer noch um diese Runde für sich zu entscheiden. Auch in Runde drei versuchte der Pole es weiter mit der Brechstange, für meinen Geschmack etwas zu einfallslos und vorhersehbar. Zumeist versuchte er mit weit ausholenden Schwingern seinen Gegner zu bearbeiten, der sich jedoch zumeist hinter seiner Deckung in Sicherheit bringen konnte. Hier fehlte mir beim Polen einfach noch das gewisse „Etwas“, was einen Champion von einem guten Boxer unterscheidet. Nach Punkten lag Damian Jonak ohnehin deutlich vorn, doch kam der Kampfabbruch in der Ringpause doch etwas überraschend. Offiziell hieß das Urteil Kampfabbruch wegen Verletzung. Ob da aber nicht doch jemand eher kalte Füße bekam?

Egal, die Zuschauer sind auch so auf ihre Kosten gekommen – kulinarisch sowieso. Somit bleibt zu konstatieren:  Die Trauben mögen hoch hängen, der Braten jedoch nicht.

Sport frei
GordoniX

 


 

08.10.2009

Kampfbericht Box- und Thaiboxevent am 4.10.2009

Den sonstigen Gepflogenheiten entgegen begrüßte das BoxGym die zahlreichen Gäste an einem stürmischen Sonntag-Nachmittag im Alten Funkwerk. Anlass an diesem Tage war die "Mix Fight Night", welche, dem Namen schon zu entnehmen, Kämpfe im klassischen Boxen, wie auch im K1 bot. Inbesondere letztere waren denn auch der Hauptgrund für diesen ungewohnten Termin. Denn traditionell finden Kampfabende der fernöstlichen Kampfsportarten an Sonntagen statt. Und zwei Deutsche Meisterschaften im K1 sind ja wohl Grund genug dieser Tradition zu folgen. Davon abgesehen, standen trotzdem auch jede Menge hochklassiger Boxkämpfe auf demProgramm - trotz einiger Absagen.

Steffen Sparborth vs. Andre Staffen

Der erste Kampf sah zwei Halbmittelgewichtler in einem Quasidebütkampf über die üblichen vier Runden gegenüber. Quasi, da der aus Sachsen stammende Steffen Sparborth gut 120 Amateurkämpfe als Reputation mitbrachte (u.a. bei Chemie Halle und Motor Babelsberg) und sogar drei deutsche Meistertitel der Amateure. Sein Gegner Andre Staffen vom Contact Sports Club Erfurt ist hingegen amtierender deutscher Meister im Kickboxen und will nun seine Fähigkeiten im Boxen demonstrieren. Seinen Debütkampf über vier Runden vor gut zwei Wochen konnte er nach Punkten für sich entscheiden. Beide Kämpfer sind im besten Boxalter von 24 Jahren und sind sich auch von den sonstigen Daten sehr ähnlich. Dazu gelten beide als sehr schlagstark. Und beide wurden dem auch gerecht. Von der ersten Minute an machten beide ordentlich Druck. Dabei konnte der Mann aus der roten Ecke sich von Anfang leicht in den Vordergrund boxen und gab dieses leichte Übergewicht über die gesamte Kampfdauer nicht ab. Lediglich in Runde zwei konnte Andre die Runde ausgeglichen gestalten. So ging der Sieg nach Punkten für Steffen Sparborth völlig in Ordnung, wenn auch der Kampf eng und spannend bis zum Schluss blieb. Zudem war deutlich zu erkennen, daß das hohe Tempo beiden Kontrahenten zum Ende hin Tribut abverlangte. Es wäre spannend zu wissen, wie es weiter gegangen wäre.So bleibt zu hoffen, das man beide Kämpfer in Zukunft wieder im BoxGym sehen wird. Zumindest bei Ersterem kein Thema, ist er doch ab sofort im BoxGym heimisch.

Dustin Kasprzak vs. Patrick Baumann

Auch der nächste Kampf sah zwei "Jünglinge" im Ring - zumindest von der Kampferfahrung her. Der 18-jährige Dustin Kasprzak durfte sein Profidebüt zuletzt beim "Mittsommer-Boxevent" erfolgreich gegen Danny Lehmann feiern. Sein sechs Jahre älterer Kontrahent Patrick Baumann ist ein Schützling vom geschätzten Matze Eichler aus Leipzig und brachte ein Kampferfahrung von auch gerade mal zwei Kämpfen mit. Er hatte aufgrund der etwas größeren Reichweite bei 1,85m zu 1,77m einen leichten Vorteil gegenüber Dustin, aus welchem er jedoch nicht genug machte. So war Dustin von Beginn immer ein paar Hände vorn, war auch meist der  aktivere der beiden. Patrick hingegen versuchte zumeist mit schweren Einzelschlägen bei Dustin zu landen. Insgesamt ließ er es an Schlagvarianz vermissen, wobei er den auf den Beinen sehr beweglichen Dustin selten stellen konnte. Die Wissenbach-Schule ist auch hier bereits deutlich erkennbar. So wurde es erst in Runde vier etwas ausgeglichener, als Patrick, wohl in Vorahnung des Punktestandes, noch einmal alles nach vorn warf und speziell zum Ende hin noch einmal klare Treffer setzen konnte. Der Sieg für Dustin Kasprzak nach Punkten mit 2:1 Richterstimmen ging für meinen Geschmack trotz des starken Finish von Patrick etwas zu knapp aus. Ich sah Dustin mit mindestens einer Runde vorn.

Varol Vekilogluvs. Roy Meißner

Der nächste Kampf ging es in der Gewichtsklasse, wie auch in den angesetzten Runden nach oben. So standen sich im Cruiser-Gewicht der Lokalmatador Varol Vekiloglu und der Leipziger Roy Meissner über sechs Runden gegenüber. Die Bilanzen beider Kontrahenten konnte unterschiedlicher kaum ausfallen, obwohl beide eine Kampferfahrung von 14 Kämpfen mit brachten. So stand eine Bilanz von 11 gewonnen Kämpfen (bei einer Niederlage und einem Unentschieden) bei Varol lediglich zweien bei Roy gegenüber. Zu dessen Ehrenrettung muss man allerdings sagen, dass er schon einige schwere Gegner geboxt hat, so ging er zum Beispiel gegen "Hübi" schon zweimal über die Runden. Jedoch blieb er zuletzt meist den Beweis seines Könnens schuldig. Nicht allerdings an diesem Tage. Denn obwohl Varol seiner Faforitenrolle gerecht wurde und den Kampf bestimmte, zeigte der Mann aus der blauen Ecke großes Kämpferherz. So gingen die meisten Aktionen zwar von Varol aus, jedoch war Roy Meissner immer versucht keine Antwort schuldig zu bleiben. In Runde drei wurde er jedoch das erste Mal angezählt, nachdem er einen schweren Körpertreffer nehmen mußte. Nun suchte Varol die entgültige Entscheidung und deckte seinen Gegner mit Schlägen ein, die der Leipziger bis dahin jedoch gut weg steckte. Um so mehr waren alle überrascht, nachdem der Ringrichter in der vierten Runde denKampf nach einem harten Kopftreffer urplötzlich abbrach. Ja, der Schlag war hart, zeigte auch Wirkung. Jedoch fing sich Roy Meissner sofort und wirkte auch noch durchaus wehrhaft. Um so mehr die Überraschung beim Publikum, aber auch bei den Boxern selbst. Roy reagierte verständlicherweise sehr ungehalten und machte seinem Ärger Luft. Jedoch war an der Entscheidung nichts mehr zu rütteln, so erging das Urteil: Sieg für die rote Ecke mit TKO in Runde vier. Bleibt nur zu hoffen, daß dies keine Schule macht, denn nötig hätte Varol diese "Hilfe" beileibe nicht gehabt. Die dadurch entstandene Pause wurde durch Live-Musik überbrückt. Nicht ganz mein Geschmack, jedoch durchaus mit Potential.

Christoph Woditschka vs. Marcen Gierke

Im letzten Vergleich vor der Pause bekam der geneigte Boxsportfan wieder ein hoffnungsvolles Talent zu sehen.Bereits im Rahmen der letzten Veranstaltung im BoxGym zu sehen, wurde die Messlatte für den jungen Christoph Woditschka dieses Mal wieder ein Stück höher gelegt. Gegner war diesmal der 25-jährige Marcen Gierke, welcher immerhin eine Kampferfahrung von 35 Fights mitbrachte. Unter anderem hatte er vor bereits sieben Jahren einen gewissen Muzaffer Tosun vor den Fäusten (verlor gegen diesen allerdings nach Punkten), welcher an diesem Abend auch noch eine gewichtige Rolle spielen sollte. Angesetzt war dieser Kampfim Mittelgewicht über vier Runden. Beide Kämpfer gingen nach zunächst verhaltenem Beginn, Christoph dürfte dabei ein paar Hände vorn gewesen sein, ein hohes Tempo. In der ersten Hälfte des Kampfes spielte der junge Exil-Schwedter sein technisches Können aus und konnte die ersten beiden Runden für sich entscheiden, zumal seinem Gegner aufgrund mehrfachen tiefen Kopfes ein Punkt in Runde Zwei abgezogen wird. Nach ein paar auffordernden Gesten seitens Marcen ließ sich Christoph auch nicht lumpen und schenkte seinem Gegner ein paar ordentliche Schläge ein. Ab Runde Drei wurde der Kampf ausgeglichener, wohl auch,weil jetzt beide Boxer dem hohen Tempo Tribut zollen mussten. in der letzten Runde ließ Christoph es dann ruhig angehen, vielleicht in der Kenntnis nach Punkten uneinholbar vorn zu liegen. Vielleicht aber auch, weil der Kampf doch mehr Substanz gekostet hatte als erwartet. So mag er zwar dem entschlossen, aber etwas zu ungestüm heranstürmenden Christoph die letzte Runde überlassen haben, am Gesamtergebnis änderte dies jedoch nichts. So gewann er diesen Kampf nach Punkten und behält weiter eine weiße Weste.Unübersehbar war jedoch die ab Kampfmitte nach unten zeigende Kurve. Hier muß er noch besser mit seinen Kräften haushalten lernen, denn über längere Distanzen kann es so eng werden. Das zufriedene Publikum wurde nun in die verdiente Pause zu einem Launch entlassen.

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Rico Müller vs. Thomas Freitag

Nach der Pause ging es nun weiter mit einer Begegnung in der Weltergewichtsklasse. Hier stand Lokalmatador Rico Müller Thomas Freitag über sechs angesetzte Runden gegenüber. Beide sind gerade 21 Jahre alt, jedoch bringt Rico mit 8 gewonnenen Kämpfen eine weit bessere Kampfbilanz mit als sein Kontrahent aus Fürstenwalde. Dies machte er dann auch von Beginn an deutlich. Nach bereits zweieinhalb Minuten war der Kampf nach einem schweren Körpertreffer auch schon vorbei. Nachdem Thomas angezählt wurde und zum Weiterkämpfen bereit schien, flog jedoch das Handtuch aus seiner Ringecke. Vermutlich die richtige Entscheidung - es macht kaum Sinn einen klar unterlegenen Boxer weiter zu verheizen. Er ist jung genug, um aus den Fehlern zu lernen. Rico hingegen entwickelt sich unter den Fittichen seines Coaches Rene "Hübi" Hübner prächtig und man ist gespannt auf weitere Kämpfe von ihm.

Michel Trabant vs. Omar Siala

Über den nächsten Kämpf kann ein Boxsportfan nur noch mit der Zunge schnalzen. Michel Trabant, Erster der deutschen Rangliste im Halbmittelgewicht, boxt sein Comeback nach über einem Jahr Ringabstinenz im BoxGym Köpenick gegen den Junioren-Weltmeister Omar Siala. Über Michel Trabant braucht man eigentlich nicht viele Worte zu verlieren. Von insgesamt 49 Kämpfen verlor er lediglich 4 (davon allerdings zuletzt zwei inFolge), war amtierender deutscher Meister und Europameister im Weltergewicht und kämpfte um diverse internationale Titel - inzwischen in der Gewichtklasse ins Halbmittel aufgestiegen. Sein gerade mal zwanzigjähriger Gegner Omar Siala vom "Combat Gym Hameln" ist, wie schon erwähnt, Junioren-Weltmeister und stellte mit Sicherheit einen ernsten Prüfstein für den inzwischen einunddreißigjährigen Trabant dar. Dementsprechend respektvoll "beschnupperten" sich beide Kämpfer auch zu Beginn. Siala versuchte sich mit dem Jab den deutlich bulligeren Trabant vom Leibe zu halten, was ihm allerdings mit fortlaufender Kampfdauer immer schlechter gelang. So marschierte und diktierte der Mann aus der roten Ecke von der Ringmitte aus den Kampf. Es wurde jedoch durchaus wohlwollend bemerkt, dass der junge Hamelner sich nicht versteckte, sondern mit seinen Mitteln versuchte Akzente zu setzen. Trotzdem dürfte er die ersten beiden Runden an den Favoriten abgegeben haben. In der dritten Runde lief Siala kurz vor Rundenende dann in einen Haken von Trabant und wurde das erste Mal angezählt. Man muß jetzt nicht gleich die Phrase von der "Rettung durch den Rundengong"  anbringen, ungelegen kam er dem Betroffenen wohl aber nicht. Es war jedoch unübersehbar, dass der Zwanzigjährige nach den dreißig Sekunden etwas brauchte um sich vom Hocker zu schrauben. Trotzdem gab er sich alle Mühe, in diesem Kampf nicht unter zu gehen. Trotzdem kam es auch in der vierten Runde zu einer Kampfunterbrechung, es zeichnete sich so langsam das Ende des Kampfes ab. In der fünften Runde nagelte Trabant seinen Kontrahenten in der Ringecke fest. Dieser wehrte sich zwar nach Kräften, jedoch sah wohl kaum noch jemand im Saal eine realistische Chance für ihn. Als der Ringrichter kurz zwischen die Kämpfer ging, signalisierte der junge Mann aus der blauen Ringecke seine Aufgabe -vorgeblich wegen Problemen mit dem Ellenbogen. Mein Eindruck war jedoch, daß er einem drohenden KO vermeiden wollte, was ja durchaus legitim sein mag. Es bleibt jedoch zu konstatieren, daß auch ein mäßig durchtrainierter Michel Trabant diesmal noch eine Liga zu hoch für den jungen Hamelner war. Die Zukunft wird jedoch der Jugend gehören.

Gino Sigmund vs. Fathi Ceyhan

Auch im siebenten Kampf des Abends über vier angesetzte Runden kämpfte ein alter Ringfuchs gegen einen jungen Emporkömmling. Der Cruiser-Gewichtler Gino Siegmund gehört seit Anfang des Jahres dem BoxGym an undweist eine positive Kampfbilanz auf. Von seinen neun Siegen gewann er immerhin fünf vorzeitig. Davon kann sein aus Halle/Saale stammender vierundzwanzigjähriger Gegner Fathi Ceyhan nur träumen. Er gewann von seinen fünf Kämpfen erst einen, diesen allerdings auch vorzeitig. Dem Publikum ist er jedoch kein Unbekannter, bereits zweimal boxte er in den heiligen Hallen des BoxGyms, unter anderen gegen Varol Vekiloglu. Bereits in Runde eins fliegen ordentlich die Fäuste. Zu Beginn wirkte der junge Kämpfer aus Halle noch beweglicher und explosiver als sein zweiunddreißigjähriger Kontrahent. Dieser zeigte jedoch mit einigen sehr wirkungsvollen schweren Treffern wohin die Reise ging. So dürfte die Runde insgesamt ausgeglichen gewesen sein. Auch in Runde zwei blieb das Tempo sehr hoch. Beide Kämpfer lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Seine durchaus zahlreichen Treffer verleiteten den jungen Mann jedoch zum Übermut. So provozierte er den Lokalmatadoren immer wieder durch herausfordernde Gesten. Kurz vor Rundenende sah man Gino förmlich an, wie er dessen leid war. He want it? He got it! Er stellte denProvokateur in der Ringecke und nach einem Kracher in die Seite sackte dieser das erste Mal zu Boden. Nach der Anzählung ging es zunächst weiter, Gino Sigmund wollte jetzt klar das vorzeitige Ende, und nach einem schweren Wirkungstreffer am Kopf beendete der Ringrichter diesen Kampf. So ging der Sieg nach 2:38 in der zweiten Runde letztlich vorzeitig und klar an den Favoriten. Wer will jetzt noch von altem Eisen reden?

Daniel  Zell vs. Muzaffer "Muci" Tosun

Der nunmehr letzte Kampf des Abends im klassischen Boxen in der Leichtgewichtsklasse über sechs angesetzte Runden ließ den Boxfan noch mal die Zunge schnalzen. So hatte Lokalmatador Daniel Zell einnen nicht nur sprichwörtlichen harten Brocken vor den Fäusten. Der zweiunddreißigjährige Muzaffer Tosun, von seinen Fans "Muci" gerufen, dürfte eine der größten Herausforderungen gewesen sein, die der auch nicht gerade unerfahrene Daniel Zell zu bestehen hatte. Er selbst bringt immerhin auch einen Kampfrekord von achtzehn Kämpfen mit - davon immerhin zwölf gewonnenen. Jedoch ist das noch nichts gegen die achtundzwanzig Kämpfe, die sein Widersacher mitbringt. Von seinen neunzehn Kämpfen beendete er knappüber die Hälfte vorzeitig. Dies machte die Anforderung an Daniel Zell vor dem Kampf deutlich -kontrolliert aus der Distanz boxen, Gegner vom Leibe halten. Dies konnte er zu Beginn der ersten Runde auch noch gut umsetzen, konnte diese ausgeglichen gestalten. Die zweite Runde konnte er seine Vorzüge noch besser zur Geltung bringen, arbeitet gut und entzieht sich durch Beweglichkeit zumeist noch den kraftvollenSchlägen seines bulligen Gegners. Doch in der dritten Runde verliess Daniel immer mehr seine Linie,"vergass" sich nach seinen Aktionen aus der Gefahrenzone heraus zu bringen. Das ermöglichte seinem Gegner immer mehr und besser seine Vorteile in der Mittel- und Nahdistanz aus zuspielen. Daniel konnte zwar dem Druck für den Moment noch stand halten, jedoch ist klar, dass das so auf Dauer nicht funktionieren würde. So suchte "Muci" Tosun schon in der vierten Runde die Entscheidung, baute enormen Druck auf. Daniel konnte dabei zwar auch immer wieder gute Treffer landen, jedoch fehlten diesen einfach der Bumms, um die erhoffte Wirkung zu entfalten. Immerhin konnte er diese Runde noch halbwegs ausgeglichen gestalten. Jedoch war es in Runde fünf endgültig vorbei mit der Herrlichkeit. Kurz vor Rundenende kam Muzaffer nach einer Unaufmerksamkeit mit schwerenTreffern durch und Daniel muss das erste Mal zu Boden. Unmittelbar nach dem Anzählen verschafft der Ringgong Daniel eine letzteVerschnaufpause. Jedoch war er bereits deutlich gezeichnet. Auch schon vorher war er den Zurufen seines Trainergespanns nicht mehr sichtbar zuträglich. Es ging nun vor allem darum über die Runden zu kommen, ein Sieg war ohnehin in weite Ferne gerückt. In der letzten Runde schien Daniel nur noch lethargisch zu agieren, reagierte kaum noch auf Anweisungen aus der Ringecke. So hätte der Ringrichter gut daran getan bereits nach dem ersten Niederschlag in dieser Runde den Kampf abzubrechen. So versuchte Daniel zwar noch einmal alles zu geben, jedoch war nach 2:15 Minuten endgültig Schluss. Denn obwohl Daniel bei 10 wieder auf den Beinen stand, entschied der Ringrichter im Sinne der Gesundheit des Sportlers und brach den Kampf ab. Es ist zwar schade für Daniel, jedoch ist die Entscheidung absolut richtig und nachvollziehbar. Letztlich gibt es wohl mehrere Gründe für die im wahrsten Sinne schmerzhafte Niederlage. Zum einen waren die gut zwei Kilo Mehrgewicht des Gegners wohl nicht unerheblich. Daniel muß unbedingt an Muskelmasse und damit Schlagkraft zulegen, damit seine Schläge beim Gegner einfach mehr Wirkung erzielen. Und zum anderen war ein weiterer gewichtiger Fehler sicher, daß er seine anfängliche gute Linie verließ, den Schritt nach hinten oder zur Seite heraus aus der Gefahrenzone mit fortlaufender Kampfdauer vernachlässigte und sich so zwangsläufig den für ihn gefährlichen Infights aussetzte.Trotzdem bzw. gerade deshalb sollte er diesen verlorenen Kampf als Chance für die eigenen Weiterentwicklung begreifen. Eines sollte er aber auf keine Fall tun - den Kopf in den Sand stecken. Nach diesem Kampf wurden die Boxfans zur letzten Pause vor den K1-Fights entlassen. Diese standen in ihrer Klasse denen im klassischen Boxen durchaus in nichts nach.

Christopher Jagusch vs. Dennis Penicke

Nach sehr spannenden Kämpfen im klassischen Boxen folgte nun ein Stilwechsel. So standen für das Finale des Abends je drei Kämpfe im K1 auf dem Plan. Es begannen über 3 x 3 Runden die Mittelgewichtler Christopher Jagusch und Dennis Penicke. Ersterer kein Unbekannter, kämpfte er doch unter anderem zu Beginn des Jahres gegen Dennis Tennelke, gegen welchen er jedoch klar nach Punkten verlor. Beide Kämpfer sind mit vier- und dreiundzwanzig Jahren fast gleich alt und mit um die 75Kilo auch fast gleich schwer. lediglich durch die Statur unterscheiden sich beide Boxer erheblich - so überragt Dennis Penicke mit 1,86m Christopher Jagusch um gut 13 Zentimeter, was diesem doch einen erheblichen Reichweitenvorteil verschaffte. Beide Fighter begannen äußerst verhalten, es wurde der Gegner zunächst abgeklopft. Aufgrund etwas mehr Aktivität hätte ich die Runde knapp in die blaue Ecke gegeben. In der zweiten Runde spielte Penicke seine Reichweitenvorteile zunächst routiniert aus, wurde jedoch zum Ende der Runde hin etwas unkonzentriert und erlaubte seinem Gegner so wieder besser in den Kampf zu kommen. Vielleicht gab er aufgrund des besseren Finishs die Runde auch ab, ich hätte sie in der Summe unentschieden gesehen. In der letzten Runde trumpfte Penicke weiter auf, variierte schön mit Schlägen, High- und Lowkicks, wie man es sich schon von Beginn an gewünscht hätte. Nach meinem Bekunden gewann er damit diese Runde klar und hätte damit den Kampf gewinnen müssen. Aber gut, die Punktrichter sahen ein salomonisches Unentschieden - damit kann man leben. In einem Titelfight wäre dies jedoch unbefriedigend gewesen.

Dennis Gabel vs. Christian Schwäblein

Und womit wir bereits bei einem Titelkampf angelangt wären. Im vorletzten Kampf des Abends ging es nun um nichts geringeres als die Deutsche Meisterschaft im K1 nach Version der GBA im Cruisergewicht. Um diesen vakanten Titel stritten sich der Lokalmatador Dennis Gabel sowie sein Kontrahent Christian Schwäblein vom CSC-Erfurt. Die bessere Empfehlung brachte in diesen Kampf eindeutig der Gast aus Erfurt mit, er gab von seinen vierzehn bisherigen Kämpfen lediglich zwei ab und erreichte bei zwei weiteren  ein Unentschieden. Diese Bilanz hatte bis dahin auch Dennis Gabel, dies jedoch bei insgesamt erst acht Kämpfen. Von daher tendierte die Favoritenrollen leichtin Richtung des zweiunddreißigjährigen Erfurters. Davon war in der ersten Runde noch nichts zu sehen, beide Fighter waren in etwa ebenbürtig. Negativ fiel lediglich der "Lowest"kick von Christian auf, worauf es einen Timeout gab. Auch die zweite Runde begann sehr ausgeglichen, erst ab Rundenmitte konnte sich der Lokalmatador einen kleinen Vorteil erarbeiten. Auch in der dritten Runde fiel der Gast wieder durch eine Unsportlichkeit auf, als e rDennis voll am Knie traf. Man will beileibe keine Absicht unterstellen, jedoch wäre hier schon mal eine kleine Ermahnung fällig gewesen. Ansonsten arbeiteten beide Kämpfer gut und auch vielseitig. Im Gegensatz zu anderen Fights in Beteiligung "immigrierter" Boxer konnte man hier die volle Palette an Schlag- und Trittvarianten beobachten. Ab der vierten Runde konnte man bei beiden Kämpfern jedoch den Schwund an Kraft, und damit zwangsläufig auch der Konzentration beobachten. Bei Dennis äußerte sich dies durch mangelnde Bewegung. So war er weiter aktiv am Mann, jedoch vernachlässigte er die Rückwärtsbewegung und ermöglichte so seinerseits dem Mann aus der blauen Ecke gute Aktionen. Bei diesem äußerte sich der Kräfteschwund durch weitere unsportliche Treffer in Richtung Knien und Leistengegend. Das diese Treffer trotz Timeout für eine kurze Regeneration Spuren hinterlassen würden, war absolut klar. Gerade weil es in dieser Runde eine Vielzahl solcher Treffer gab, wäre hier ein Punktabzug absolut gerechtfertigt gewesen. So ging die Runde in Summe vermutlich an den Erfurter. In der fünften und damit letzten Runde baute dann Dennis konditionell extrem ab. Er mühte sich zwar redlich, trotzdem konnte er nicht verhindern, dass diese Runde klar an Christian Schwäblein ging. In der Summe sahen die Punktrichter den Gast knapp mit 2:1 Richterstimmen vorn, womit der Titel leider nicht ins BoxGym geholt werden konnte. Das ist sehr ärgerlich, da die Art und Weise leider nicht ganz sauber war. Mit einer frühzeitigen Ermahnung und einem meiner Meinung nach absolut berechtigt gewesenen Punktabzug in der Folge hätte das Urteil ebenso knapp anders herum ausgehen können. So kann man nur hoffen, daß der Gegne rDennis eine Revanche gewährt. Bis dahin muß Dennis aber noch weiter an seiner Kondition arbeiten.

Daniel Zimmermann vs. Lars Rooch

Auch im allerletzten Kampf ging es nun um die Deutsche Meisterschaft im K1 nach Version der GBA, diesmal im Cruisergewicht. Den Stammgästen war es sicherlich noch in Erinnerung, daß dieser Titelkampf eigentlich schon vor gut einem dreiviertel Jahr stattfinden sollte. Damals verhinderte jedoch ein grippaler Infekt kurz zuvor beim Lokalmatador diesen Titelfight. Man trat zwar gegeneinander zu einem Wertungskampf an, jedoch stand der Titel damals nicht zur Debatte. Der Kampf endete damals für den Dresdener trotz gutem Beginn recht schnell, als er sich in einem unaufmerksamen Moment das hochgezogene Knie von "Zimmi" einfing. Die Nase lag daraufhin in Trümmern und es war klar, daß die Revanche somit noch etwas länger warten mußte. Gelegenheit für beide sich noch einmal gezielt auf diesen Kampf vorzubereiten. Auch in diesem Kampf ging der Dresdener wieder äußerst ungestüm auf seinen Gegner los, machte ordentlich Druck. Ich persönlich hatte, wie schon im Hinkampf, jedoch vollstes Vertrauen, daß "Zimmi" diese Phase ohne Probleme überstehen würde. Und so wartete er kurz ab, ließ den Gegner sich etwas austoben und ging dann seinerseits zum Angriff über. Trotzdem war es schon etwas überraschend, daß Lars Rooch wieder gleich in der ersten Runde zu Boden ging. Ein harter Kick "Zimmis" knapp unter die Rippe holte den Mann aus der blauen Ecke von den Beinen. Nachdem dieser es nicht schaffte innerhalb der zehn Sekunden wieder kampfbereit zu sein, wurde der Kampf den Regeln entsprechend mit Sieg rot nach 1:55 Minuten der ersten Runde mit KO gewertet. So ging wenigstens einer der Titel an das BoxGym.

Alles in allem kann man wieder einmal von einer gelungenen Veranstaltung sprechen. Die Spannung blieb über die gesamte Zeit erhalten, es gab kein "Fallobst" zu sehen, alle Kämpfer gaben ihr Bestes. Aber auch die gesamte Organisation dieser Veranstaltung war lobenswert. Sicher, es gibt immer hier und da noch etwas zu verbessern, aber die Mischung stimmt. Und dass die Veranstaltung an einem ungewohnten Sonntagstermin stattfand, hatte scheinbar keine negativen Auswirkungen. Vielleicht sogar im Gegenteil. Somit dürften die rund 1.000 Gäste voll auf ihre Kosten gekommen sein und man wird mit großer Sicherheit die meisten wieder in den heiligen Hallen des BoxGyms wiedersehen. Good fight, good night!

Sport frei

GordoniX


 

17.09.2009

Eastside - neuer Förderer

eastside

Wir freuen uns, die Firma EASTSIDE Streetwear als neuen Förderer und Sponsor der IFKO Germany zu präsentieren.

Wir bedanken uns für die geleistete Hilfe und Unterstützung - es wird uns nun sicher möglich werden, unseren Champ Rene Hübner weiter in die europäische Spitze zu bringen.

Wir hoffen natürlich auch weiterhin auf eine fruchtbare Zusammenarbeit und werden demnächst unsere neu errungenen Meistertitel mit euch zusammen feiern ...

Ach, und noch eins, eure im Netz angebotenen Klamotten sind vom Allerfeinsten, haben uns allen sehr gefallen.

Wer sich selbst ein Bild davon machen will, der schaut nach unter

www.eastsidestreetwear.de .


02.09.2009

Daniel Zell auf dem Weg zum Titel

Daniel Zell ist auf dem besten Weg, die Deutsche Juniorenmeisterschaft zu gewinnen, das zeigt zumindest sein Trainingszustand. Hier noch ein paar Schnappschüsse von der Vorbereitung.


 

02.09.2009

Sparring - Vorbereitung auf den 4.10.2009

Hier haben wir für euch einige Bilder unserer IFKO-Champs von der Vorbereitung auf unser Spektakel am 4.10.2009.

alle

Hier Dustin Kasprzak ...

... und Willy Plato ...

... Ramona Kühne mit Marie Riederer ...


27.08.2009

Marie Riederer in Karlsruhe

Unsere IFKO-Boxerin Marie Riederer sah sich gemeinsam mit den Trainern Mike Wissenbach und Hendrik Gabel einige Tage in Karlsruhe, einem Zentrum des Damenboxens um. Vom 13.08 bis zum 16.08 trainierte sie im "Bulldog Gym", traf andere Boxerinnen - kurzum, sie hinterließ einen ersten Eindruck in der "Noch-Hochburg des Damenboxens" Karlsruhe, der Heimat von Regina Halmich. Vielleicht wird man das ja bald über Köpenick sagen können.

Marie wird im September eine komplette Trainingswoche in Karlsruhe absolvieren, dort kann sie sich optimal auf ihren Kampf am 4.10.2009 während der Mix-Fightnight vorbereiten.

Karrlsruhe1

Karlsruhe3

Kruhe3

 

... und hier einige Bilder aus der Trainingsvorbereitung

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12.08.2009

Kampfbericht - Mittsommer-Boxevent am 01.08.2009

Nicht ohne feierlichen Grund wurde zur diesjährigen „Mittsommer - Boxparty“ geladen. Getreu dem Motto „Schöner unsere Städte und Gemeinden“ wurde am Box Gym fleißig gewerkelt. So wurde in der ersten Etage die Lounge durch viele fleißige Hände einer kompletten Veredelungskur unterzogen. Und draußen am Wasser wurde ein gemütlicher Chill-Out-Strand aufgeschüttet, sowie eine Seeterrasse zum gemütlichen Verweilen aufgebaut. Alles in allem ist das Box Gym wieder ein ganzes Stück im Bemühen um mehr Wohnlichkeit vorangekommen. Allen Helfern sei an dieser Stelle noch einmal Dank gesagt. Nun ist es ja sonnenklar, dass eine Einweihung auch mit entsprechend guten Kämpfen umrahmt wird. Somit hat sich wieder ordentlich ins Zeug geworfen, um ein Top Programm auf die Beine zu stellen.


Dustin Kasprzak vs. Danny Lehmann (Halbmittel)
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die ersten beiden Kämpfe vertrödelt habe. Dass es sich aber durchaus lohnt pünktlich zu erscheinen, konnte mir kein geringerer als Matze Eichler von den Fighting Fellas höchstpersönlich bestätigen. Die Infos zu den beiden Kämpfen sind somit aus berufenem Munde.
Den ersten Kampf des Nachmittags bestritten der achtzehnjährige Debütant Dustin Kasprzak, sowie Danny Lehmann aus Fürstenwalde. Zum jungen Debütanten aus Berlin darf man ruhig auch ein paar Worte mehr verlieren. Vor etwa zweieinhalb Jahren als normales Mitglied zur IFKO gekommen um das Boxen zu erlernen, wurde er vom Chefcoach Mike Wissenbach als Talent entdeckt und gefördert. Nun soll er durch Kämpfe behutsam aufgebaut werden und sich weiterentwickeln. Danny Lehmann dürfte dafür ein sehr guter erster Prüfstein gewesen sein. Er brachte eine Kampferfahrung von fünf Kämpfen mit, von welchen er bisher einen gewann und einen mit geteilter Wertung entscheiden konnte. Beide Kämpfer lieferten einen gutklassigen und beherzten Kampf über die komplette Distanz ab. Insgesamt fand Danny Lehmann für seine Verhältnisse aber erst spät in den Kampf – zu spät, so dass der Debütant seinen Punktvorsprung aus den ersten Runden ausspielen konnte und letztlich mit zwei Runden vorn lag.

Varol Vekiloglu (Geburtstagskind) vs. Frank Pflegel (Cruiser)
Nachdem Varol zu Beginn des Jahres drei Herausforderungen recht kurz hintereinander bewältigte, sollte er sich diesmal einer leichteren Aufgabe stellen müssen – zumal an seinem Geburtstag. Herlichen Glückwunsch noch nachträglich. Der Leipziger Frank Pflegel war dem geneigten Besucher kein Unbekannter, er im Rahmen einer IFKO-Veranstaltung unter anderem gegen Matze Sandow, gegen welchen er damals aber unterlag. Somit waren die Faforitenrollen nicht nur dem Papier nach klar verteilt. Und Varol wurde der seinen auch vollends gerecht. Nachdem er bereits in Runde eins seine boxerische Überlegenheit demonstriert hatte und seinen Gegner zu Boden geschickte hatte, machte er in der zweiten Runde Nägel mit Köpfen. Frank Pflegel musste schwere Hände einstecken und ging kurz darauf nach einem Cross erneut zu Boden. Da sein Cut über dem Auge immer stärker zu bluten begann und Varol mehr als dominant war, wurde der Kampf schließlich abgebrochen. Die Wertung demnach klar - TKO in Runde zwei.

Willy Plato vs. Tom Pudler (Halbwelter)
Der nächste Kampf sah ein stallinternes Duell vor. In der roten Ecke der neunzehnjährige Lokalmatador Willy Plato, in der blauen Ecke der zwei Jahre ältere Tom Pudler aus Fürstenwalde. Letzterer hatte deutlich mehr Kämpfe auf der Uhr als sein jüngerer Kontrahent, jedoch konnte er von seinen neun bisherigen Kämpfen gerade mal einen gewinnen. Dafür konnte er jedoch seine deutlich größere Ringerfahrung in die Wagschale werfen.
Dementsprechend entspann sich auch ein harter Zweikampf, welcher mit wechselnden Aktionen beider Protagonisten aufwarten konnte. Willy sah immer dann gut aus, wenn er es schaffte sich seinen Gegner mit der Führhand vom Leibe zu halten und selbst aus der Distanz die Aktionen setzte. Tom Pudler hingegen zeigte seine Stärken in der Halb- und Mitteldistanz, welcher auch immer wieder schaffte dem Jungen aus der roten Ecke aufzuzwingen. Letztlich sahen die Punktrichter Willy Plato sehr knapp mit einem Punkt vorn – dem Kampfverlauf durchaus entsprechend. Für beide Kämpfer dürfte dieser Fight durchaus lehrreich gewesen sein. Die Zuschauer hingegen konnten sich an einem von beiden Seiten herzhaft geführten Kampf erfreuen. Nach diesem Kampf wurden die Zuschauer in die erste Pause entlassen. Diese bot sich natürlich dazu an die baulichen Veränderungen im Box Gym selbst in Augenschein zu nehmen.

Marie Riederer vs. Patricia Bräsick (Welter)
Nach der Pause ging es weiter mit einem hoffnungsvollen Nachwuchstalent im Damenboxen. Marie Riederer aus Weißwasser, 2008 bereits Sportlerin des Jahres beim Neiße-Kreissportbund, zu Beginn des Jahres von Pelk Boxpromotion zum IFKO nach Köpenick gewechselt, gab Ihr Kampfdebüt im Funkwerk gegen die Debütantin Patricia Bräsick über vier Runden. Diese war in dahingehende ein guter Prüfstein, da sie untersetzt und kompakt gebaut ein paar Kilo mehr auf die Waage brachte als Marie. Somit musste sie ihr boxerisches Vermögen in die Wagschale werfen, um diesen Nachteil zu kompensieren. Sicherlich von ihrem Chefcoach Mike Wissenbach und  Hendrik Gabel nicht ganz ungewollt, da ein ideales Aufbautraining für stärkere Gegnerinnen.
Eines sei vorab gesagt, Patricia Bräsick lieferte einen herzhaften Kampf ab und war alles andere als Kanonenfutter, wenn auch ihre boxerischen Limits offenkundig waren. In der ersten Runde schaffte sie es sogar noch die Favoritin zu überraschen und einige Harte Treffer zu landen. Ab Rundenmitte stellte sich Marie jedoch immer besser auf ihre sicherlich nicht einfach zu boxende Gegnerin ein, ging mehr auf Distanz und gab insgesamt auch keine einzige Runde ab. Das klare Punkteurteil mit 40:36 somit reine Formalität.

Christoph Woditschka vs. Dennis Roon (Halbmittelgewicht)
Der nächste Kampf verdient durchaus ein paar einleitende Worte mehr. So konnte ebenfalls zu Beginn des Jahres das junge Boxtalent Christoph Woditschka aus Schwedt verpflichtet werden. Dieser brachte eine stattliche Visitenkarte nach Köpenick: So war der Zwanzigjährige Deutscher Meister bei den Amateuren, zudem Kapitän der Schwedter Boxmannschaft. Und er war auch zwei Jahre Mitglied der deutschen Nationalmannschaft. Nun ist er Mitglied des IFKO Köpenick und absolvierte Mai diesen Jahres unter den Fittichen vom erfahrenen Rene Hübner bereits seinen Debütkampf in Magdeburg gegen den im Funkwerk gleichfalls bekannten Leipziger Richard Zwarg. Diesen Kampf konnte er damals vorzeitig gewinnen, so dass die Messlatte nun ein Stückchen höher gelegt werden konnte. Mit Dennis Roon, ebenfalls aus Leipzig stellte sich ihm sicherlich kein erfolgreicherer, jedoch ein deutlich erfahrenerer Gegner. Rein optisch musste man den Favoriten eigentlich in der blauen Ecke vermuten.
Der junge Exil-Schwedter zeigte jedoch ab dem ersten Gong, wie selbiger geschlagen hat. Er deckte den überforderten Leipziger geradezu mit Schlagserien ein, war dem Gegner immer einen bis zwei Schritte voraus. Am Ende der Runde drehte sich Dennis Roon nach einer Schlagserie entnervt ab und signalisierte damit quasi seine Aufgabe. Nachdem der Gong zunächst rettete, trat Christophs Gegner in der zweiten Runde nicht mehr an und so ging der Sieg mit TKO in Runde Zwei klar an den jungen Mann aus der roten Ecke. Er konnte seiner Kampfbilanz somit einen weiteren vorzeitigen Sieg hinzufügen. Er sollte jedoch gewarnt sein. Seine bisherigen Gegner konnte er allein durch seine physische Präsenz und seine blitzschnellen Attacken den Schneid abkaufen. Es bleibt jedoch abzuwarten wie er sich schlägt, wenn er auf einen ebenbürtigen Gegner trifft. In jedem Falle lohnt es sich den Jungen weiter im Auge zu behalten.

Ronny Gabel vs. Remo Edling (Mittelgewicht)
Nach den ganzen Vier-Ründern ging es nun nach oben – in der Gewichtsklasse, wie auch in den angesetzten Runden. Dem Lokalmatadoren Ronny Gabel stand nun Remo Edling aus Leipzig in der blauen Ecke über sechs Runden gegenüber. Remo Edling bestritt unter anderem im Dezember letzten Jahres einen Kampf gegen einen gewissen Jens Marienfeldt, welchen er damals allerdings verlor. Man erinnere sich: Im März diesen Jahres „verabredeten“ sich Ronny Gabel und Jens Marienfeldt vor einer Diskothek zu einem „klärenden Gespräch“ im Ring. Nun ist es immer noch nicht zum Aufeinandertreffen gekommen, was liegt da näher sich zunächst einmal einen seiner ehemaligen Kontrahenten zu schnappen. Zumal Ronny seinen letzten Kampf in Belfast (richtig, liegt in Nord Irland) gegen den jungen Billy Joe Saunders verlor. Da ist Selbstvertrauen zu tanken Gebot der Stunde. Leicht sollte es ihm der Leipziger jedoch nicht machen.
So ging es ab der ersten Runde beherzt zur Sache, wobei Ronny immer einen Tick agiler und aktiver wirkte. Dies verstärkte sich in Runde Zwei, zumal sich der Mann aus der blauen Ecke in dieser Phase etwas zu unbeweglich gab und von Ronny immer wieder leicht gestellt wurde. Ronny kam sogar einmal wirkungsvoll durch, jedoch konnte Remo sich wieder fangen. In der dritten Runde powerte Ronny durch, wollte vermutlich den vorzeitigen Sieg. Jedoch machte der Leipziger nun aus der Not eine Tugend und versuchte mit mehr Bewegung sich den Attacken besser zu entziehen. Am Ende dieser dritten Runde, welche trotzdem wie die vorherigen klar gewonnen wurden, war Ronny nun sichtlich ausgepowert. Dies versuchte sein Gegner nun zu seinem Vorteil zu nutzen, da Ronny in dieser vierten Runde eine kleine Verschnaufpause einlegte, ohne jedoch die Kontrolle über den Kampf zu verlieren. Die kurze Pause tat ihm sichtlich gut, denn schon eine Runde später war er dann wieder vollends da. Mit harten Kombinationen riss er die Initiative wieder an sich und trieb seinen Gegner durch den Ring. Am Ende der Runde war Remo Edling deutlich gezeichnet und mit seinen Kräften am Ende. Sicherlich auch um einem KO vorzubeugen gab sich der Leipziger zu Beginn der sechsten Runde geschlagen. Folgerichtig lautete das Urteil TKO in Runde 6. Aber auch so dürfte Ronny auf den Punktezetteln weit vorn gelegen haben. Man konnte bei Ronny sicherlich eine boxerische Fortentwicklung beobachten, jedoch verließ er zwischenzeitlich unter Druck etwas seine boxerische Linie. Auch muss er noch besser lernen mit seinen Kräften zu haushalten, denn ein stärkerer Gegner hätte ihn in seiner „Verschnaufrunde“ in Bedrängnis bringen können. Nach diesen drei spannenden Kämpfen ging es nun in die letzte Pause vor dem Hauptkampf, einem Leckerbissen für alle Boxsportfreunde.

Rico Müller vs. Adnan Oezoban (Welter)
Den Hauptkampf hätte man getrost unter das Motto „Treffen der Generationen“ stellen können – immerhin hatte der Gegner vom jungen Rico Müller über doppelt so viele Lebensjahre und entsprechende Ringerfahrung auf dem Buckel. Über diesen Gegner könnte man Seiten schreiben. Adnan Oezoban, eine lebende Legende des Boxrings und deshalb nicht zu Unrecht den Kampfnamen „The Legend“ führend. Inzwischen das reife Alter von dreiundvierzig Jahren erreicht, in seiner aktiven Laufbahn über 300 Amateurkämpfe bestritten, ehemaliger deutscher und Berliner Meister und auch in seiner Profikarriere eine positive Kampfbilanz. Er ist ob seiner Erfolge und seiner bissigen Kampfführung (auch des Öfteren respektvoll „Terrier“ tituliert) in der türkischen Gemeinde äußerst beliebt und ein harter Prüfstein für den noch jungen, aber bisher sehr erfolgreichen Rico Müller. Ja, es gab nicht wenige, die diesen Kampf trotz dessen beeindruckender Kampfbilanz als äußerst risikobehaftet für den Lokalmatadoren einschätzten. Um so mehr waren alle auf den über sechs Runden angesetzten Kampf gespannt.
Erwartungsgemäß begann der Kampf verhalten, beide Kontrahenten lernten sich zunächst erst einmal kennen. Auffällig schon hier, das beide Kämpfer äußerste Priorität auf die Deckungsarbeit setzten. Zu Beginn war Rico der etwas aktivere von beiden, zum Ende taute auch Adnan etwas auf. Aber erst ab der zweiten Runde wurde der Kampf nun intensiver geführt. Der Mann aus der blauen Ecke nun meist der optisch aktivere, versuchte mit der Führhand Lücken in der dichten Deckung von Rico zu ertasten. Der Einundzwanzigjährige ließ sich jedoch selten aus seiner Defensive locken, es sei denn zu überfallartigen Konterattacken. Ja, man konnte die Handschrift seines Trainers Rene Hübner schon deutlich erkennen- kompakte Deckung und dann die geballte Physis exposionsartig auf den Gegner „einwirken“ lassen. Trotzdem war Rico für meinen Geschmack jedoch noch etwas verkrampft, zu unbeweglich auf den Beinen und im Oberkörper. Der Respekt vor dem großen Gegner war - natürlich nachvollziehbar - doch schon sehr groß. Aber ab der dritten Runde zeigt dann auch Rico wieder öfter sein Können – trotzdem gehen viele Aktionen beider Gegner auf die dichte Deckung des anderen. Anders sah es nur in der vierten Runde aus, als Rico eine der wenigen Unkonzentriertheiten blitzschnell ausnutzte und mit einer harten Schlagserie beim sonst hochkonzentrierten Ringfux durchkam. Mit all seiner Erfahrung überstand er jedoch diese kritische Situation, so dass sich recht schnell wieder die alte Ausgeglichenheit herstellte. Auch in den letzten beiden Runden war es sehr schwer einen der beiden Kontrahenten klar vorn zu sehen. Beide zogen ihre Linie diszipliniert durch und gaben sich kaum noch Blößen. In der letzten Runde holten beide noch einmal alles aus sich heraus, um einen letzten bleibenden Eindruck bei den Ringrichtern zu hinterlassen.
Am Ende war es doch noch recht knapp – die Punktrichter sahen den Lokalmatadoren mit zwei Runden vorn. Ein riesen Glückwunsch an Rico Müller, der diese große Herausforderung letztlich meisterte und seine beeindruckende Serie fortsetzte. Aber auch den größten Respekt für die Leistung der „Legende“ für diese tolle Leistung. Der Applaus des geneigten Boxpublikums haben sich beiden in jedem Falle verdient.

Nach diesen spannenden Kämpfen lud die neue Beach-Terrasse zum Verweilen bei isotonischen Sportgetränken und bestem Wetter ein. Es macht auch immer wieder Freude zu sehen, wie sich das Box Gym im Alten Funkwerk, unter anderem auch wegen der vielen fleißigen Helfer, von Mal zu Mal fort entwickelt. Man darf schon gespannt sein auf die nächste Veranstaltung am 4. Oktober,  dann unter anderem mit deutschen Meisterschaften im Thai und klassischen Boxen. Dann dürfte auch die neue und wirklich sehr gelungene Lounge ihren Wettervorteil gegenüber der Beach-Terasse ausspielen. Bis dahin…

Sport frei

GordoniX

 

Hier noch einmal die Ergebnisse:

Dustin Kasprzak vs. Danny Lehmann - Sieg Kasprzak 39:37

Varol Vekiloglu vs. Frank Pflege - Sieg Vekiloglu 2. Rd. TKO

Willy Plato vs. Tom Pudler - Sieg Plato 40:39

Marie Riederer vs. Patricia Bräsick - Sieg Riederer 40:36

Christoph Woditschka vs. Dennis Roon - Sieg Woditschka 2. Rd. TKO

Ronny Gabel vs. Remo Edling - Sieg Gabel 6. Rd. TKO

Rico Müller vs. Adnan Oezoban - Sieg Müller 60:58


 

30.03.2009

Kampfbericht - 9. Fight Night am 21.03.2009

Recht kurz entschlossen wurde diesmal zur „9. Fight Night“ nach Köpenick geladen. Der Grund dieser Spontan-Ansetzung lag in der um sich greifenden Grippe-Welle begründet, welche den zunächst anvisierten Termin zu Beginn des Monats platzen ließ. Es standen einfach nicht mehr genügend gesunde Kämpfer zur Verfügung. Nach dem sich die Situation jedoch normalisierte, wurde der Wunsch laut, dieses Box-Event kurzfristig neu anzusetzen, unter anderem auch deshalb, weil einige der Kämpfer unbedingt noch Kampfpraxis vor der geplanten großen Meisterschaftsgala erhalten wollten. Somit wurde kurzfristig dieser Kampfabend neu terminiert, wenn auch in etwas kleinerem Rahmen. Kleiner auch deshalb, da sich natürlich alle, Veranstalter, Boxer wie auch Gäste, natürlich nicht den Weltmeisterschaftkampf von Witali Klitschkow auf der Leinwand entgehen lassen wollten. Von daher galt es keine Zeit zu verlieren.

Arda Özarslan vs. Waldemar Popp (Halbmittel)
Den ersten Kampf des Abends bestritten Arda Özarslan und Waldemar Popp im Halbmittelgewicht über vier angesetzte Runden, wobei letzterem als Lokalmatadoren trotzdem nur Außenseiterchancen eingeräumt wurden. Jedoch überraschte der Vierundzwanzigjährige alle, inklusive seinen Gegner mit einem fulminanten Beginn. Ihm gelangen einige sehr schöne Wertungstreffer, und sein noch nicht ganz im Kampf befindlicher Gegner aus der roten Ecke fing sich recht schnell eine blutende Wunde ein. Jedoch kämpfte Arda nach kurzer Behandlung weiter. Ab Mitte der zweiten Runde hatte jedoch Waldemar scheinbar sein Pulver verschossen und musste mehr und mehr seinem Gegner die Initiative überlassen. Dieser hatte nun endgültig seinen Rhythmus gefunden und setzte nun seinerseits seinem Gegner mit überfallartigen Attacken zu. Abder dritten Runde wurde der Kampf einseitig, Waldemar nun zusehends beeindruckt von den Schlägen seines Gegners und zudem mit Defiziten in der Verteidigung. So nutzte er seine ihm zur Verfügung stehenden Reichweitenvorteile nicht konsequent aus und kassierte dadurch unnötige Treffer. Auch ließ er selbst die Zielgenauigkeit bei seinen eigenen Treffern vermissen. In der vierten Runde war Waldemar Popp selbst zunehmend gezeichnet, kämpfte sich jedoch tapfer über die Runden. Am einstimmigen Ergebnisänderte dies natürlich nichts – Arda Özarslan gewann diesen Kampf einstimmig mit 39:37 nach Punkten.

Lars Buchholz vs. Enrico Heilig (Halbschwer)
In kaum einer der Kampfansetzungen dürften die Favoritenrollen so klar verteilt gewesen sein, wie in dieser zweiten. Lars Buchholz verlor zwar bekanntermaßen seinen letzten Kampf nach Punkten - dies jedoch gegen keinen Geringeren als Haxhi Krasniqi, welcher eine beeindrucktende Kampfbilanz von 25 gewonnenen Kämpfen mitbrachte. Für Lars war dieser Kampf zudem eine Premiere, denn noch nie boxte er vor solche einer Zuschauerkulisse. Sein aktueller Gegner brachte dagegen eine Kampferfahrung von sechs bestrittenen Kämpfen mit, von denen er jedoch bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen gewinnen konnte. Dass dies so bleiben würde, davon waren wohl alle im Saale überzeugt. Die angesetzten 8 Runden von daher wohl eher hypothetisch.
So waren die Rollen nach verhaltenem Beginn relativ schnell verteilt. Lars kontrollierte mit einem guten Jab Kampf und Gegner, zog mit hart geschlagenen Körpertreffern zudem die Deckung des Gegners immer wieder geschickt nach unten. Die erste Runde ging bereits klar an den Favoriten. Dies setzte sich in der zweiten Runde fort, die Schläge zum Körper zeigten nun zusehends Wirkung beim völlig überforderten Kontrahenten, so dass der Ringrichter diesen Kampf nach einer Minute und vierzig in der zweiten Runde aus Sicherheitsgründen abbrach. Die Wertung folgerichtig Sieg durch TKO in Runde Zwei für den siebenundzwanzigjährigen Lokalmatadoren. Für seinen Gegner Enrico Heilig gilt es nun die Erfahrungen dieses aus seiner Sicht durchaus schweren Kampfes zu verarbeiten und aus den erkannten Fehlern zu lernen.

Varol Vekiloglu vs. Fatih Ceyhan (Cruiser)
Der nächste Kampf bescherte dem geneigten Boxfan zwei bekannte Gesichter im Alten Funkwerk zu Köpenick. Nachdem Varol Vekiloglu in der jüngeren Vergangenheit bereits fünf seiner Kämpfe im Funkwerk absolvierte und sich dort zusehends wohl fühlte, lag es nicht sehr fern seinen„Hauptwohnsitz“ gleich ganz nach dorthin zu verlegen. Dieser Kampf für ihn also die Premiere als offizieller Kämpfer des BoxGym Köpenick. Ebenso willkommen natürlich sein mitgebrachter Trainer Stephan Böstfleisch. Aber auch Fatih Ceyhan ist im Alten Funkwerk kein Unbekannter, seinen bisher einzigen Sieg bei zwei absolvierten Kämpfen holte er selbstverständlich auch an hiesiger Stätte. Von der mageren Kampfbilanz des Herausforderers sollte man sich jedoch nicht täuschen lassen. Wie sich nachher herausstellte absolut zu Recht, eilte diesem jungen Kämpfer von vierundzwanzig Jahren der Ruf eines großen Kämpfers voraus. Trotzdem war natürlich die Favoritenrolle klar in die rote Ecke vergeben.
Die erste von 6 angesetzten Runden verlief erwartungsgemäß sehr ausgeglichen, beide Kämpfer zwar sehr agil, jedoch noch sehr diszipliniert in ihrer Deckungsarbeit. Von daher ließen beide Kämpfer in dieser Frühphase des Kampfes noch wenig Wertungstreffer zu. Ab der zweiten Runde wurde Varol jedoch seiner Favoritenrolle mehr und mehr gerecht, indem er den Kampf aktiv bestimmte. Jedoch verkroch sich sein Kontrahent keineswegs in die Defensive, sondern versuchte den Kampf mit zugehen. Trotzdem gingen nach der zweiten – die erste Runde müsste man von Rechts wegen unentschieden geben - auch die dritte und vierte Runde klar an den Neu-Köpenicker. Erst zum Ende der fünften Runde hin versucht Fatih sein Heil in der Flucht nach vorn.Dies möglicherweise da er das nahende Urteil vor Augen hatte. So versuchte Fatih Ceyhan in der letzten Runde erwartungsgemäß alles auf eine Karte zu setzen und mit einem „Lucky Punch“ den Sieg doch nochherbeizuführen. Jedoch ließ sich Varol die Butter nicht vom Brot nehmen und konterte seinerseits die Attacken. Erwartungsgemäß lautete das Urteil 60:54 für den Favoriten. Mir jedoch gefällt die Neuregelung der Rundenwertung mit den untersagten Remiswertungen nicht sonderlich, denn ich glaube,dass eine unentschiedene Runde auch so gewertet werden sollte. So hätte sich der Underdog nach meiner Wertung mindestens zwei Punkte mehr verdient. So gibt die Wertung den Kampfverlauf leider nicht ganz realistisch wieder.

Ronny Gabel vs. Richard Zwarg (Halbmittel)
Im vorletzten Kampf des Abends, welcher über vier Runden angesetzt wurde, holt sich Ronny Gabel Kampfpraxis für ein Duell gegen Jens Marienfeld. Die Vorgeschichte – vor einer Diskothek verabredeten sich die Protagonisten zu einem „klärenden Gespräch“ im Ring zunächster Gelegenheit. Dies wird nun voraussichtlich im Rahmen der Meisterschafts-Boxgala stattfinden– sofern Jens Marienfeld zu seinem Wort steht. Wir sind alle sehr gespannt!
Aber zunächst will sich Ronny dazu in Form bringen. Bekanntermaßen stieg der Vierundzwanzigjährige ja recht spät auf das klassische Boxen um, und absolvierte von daher auch erst zwei Kämpfe in dieser Disziplin – mit ausgeglichener Kampfbilanz. Richard Zwarg ist hingegen ein junger Schützling vom bekannten Shamrock BoxGym aus Leipzig unter den Fittichen des allseits geschätzten Matze Eichler. Dessen Debüt ging zwargegen den bereits im Rahmen dieser Veranstaltung aktiven Fatih Ceyhan verloren, er will sich jedoch trotzdem gegenden deutlich erfahrenen Kontrahenten versuchen. Dass dieses Ansinnen doch noch etwas vorgegriffen war, zeigte der Kampf relativ schnell. Der Einundzwanzigjährige aus Leipzig hatte Ronny trotz heftiger Gegenwehr wirklich nicht viel entgegenzusetzen, so dass derKampf bereits nach 2:08 Minuten der ersten Runde nach schwerem Körpertreffer abgebrochen wurde. Wertung ganz klar als TKO für den Favoriten. Somit war denn die Vorbereitung auf den kommenden Gegner etwas kurz geraten, zumal dieser vermutlich eine andere Qualität mitbringt. Der Junge aus Leipzig soll sich indes nicht grämen, er wird sicherlich bald eine neue Chance erhalten.

Rene Hübner vs. Marco Heinichen (Cruiser)
Wo wir gerade bei der Vorbereitung auf kommende Kämpfe waren – auch Rene Hübner beabsichtigt sich für seinen kommenden Kampf Praxis zu holen, wenn dies auch einer ganz anderen Motivation unterliegt. Immerhin will 'Hübi' im Spätsommer seiner Boxerkarriere noch einmal nach den Weltmeisterschaft-Sternen greifen. Das dieses Ansinnen sehr gutvorbereitet sein möchte, dürfte absolut klar sein. Insofern ist sein Gegner bewusst auch aus keinem schlechten Holz geschnitzt. Beide Boxer stehen sich nun zwar nach 2004 und 2006 zum dritten Mal im Ring gegenüber, in den beiden vorangegangenen Kämpfen musste 'Hübi' gegen den zwei Jahre älteren Kämpfer jedoch jeweils über die Runden gehen. Von daher ein idealer Gegner für eine Standortbestimmung.
Entsprechend respektvoll begannen beide Protagonisten die erste Runde von insgesamt acht angesetzten. Verhaltenes Abtasten, kontrollierte Aktionen aus sicherer Deckung von beiden Aktiven. Erwartungsgemäß größere Schlagwirkung bei 'Hübi' und etwas präziser bei der Umsetzung. Ab der zweiten Runde wurde 'Hübi' dann etwas aktiver, arbeitete etwas mehr. Sein Gegner sah man den wachsenden Respekt vor der Schlagkraft deutlich an. Entsprechend vorsichtig ging er bei seinen Aktionen zu Werke. Auch in der dritten Runde änderte sich daran nichts – der Lokalmatador weiter am Drücker und wenn der Mann aus der blauen Ecke einmal attackierte, dann zumeist auf die sichere Deckung vom Weltmeisterschaftsaspiranten. Erst zum Ende der vierten Runde versuchte der Gast mit dem Mute der Verzweiflung etwas aggressiver zu Werke zu gehen und so etwas wie Druck aufzubauen. So gab zumindestzeitweilig einen munteren Schlagabtausch, wobei 'Hübi's schwere Treffer für eine ordentliche Geräuschkulisse sorgten. Bei einer dieser Aktionen muss sich Marco Heinichen verletzt haben, denn urplötzlich reckte er in der fünften Runde den Arm zur Aufgabe empor. Er schien, als wenn er sich eine Verletzung am linken Arm zugezogen hatte – es wurde über einen möglichen Muskelfaserriss spekuliert. Sei es drum, an der Wertung hätte es eh nichts zu kritteln gegeben. So siegt Rene Hübner nach der fünften Runde durch Aufgabe, aber auch nach Punkten dürfte er bei den Punktrichtern klar vorn gelegen haben.

Nach diesen spannenden Kämpfen beeilten sich alle vor die Leinwand zu kommen, um den angekündigten WM-Fight vom „alten“ Klitschkow gegen den kubanischen Herausforderer zu sehen. Bleibt es wieder allen Beteiligten für diese wieder gelungene Veranstaltung zu danken.

Sport frei


GordoniX


 

26.03.2009

 

Noch mehr Neues aus unserem Gym

 

+++ Nico und die Ukraine+++

Die Vorbereitung unseres IFKO-Boxers Nico Schröder für den nächsten Kampf am 4. April 2009 in der Ukraine laufen planmäßig, nähere Infos werden in der nächsten Woche bekannt gegeben

 

+++ Bericht vom Schöneweide-Event am 22. Februar 2009+++

Der Bericht von Ralf Reisers Schönerweider Box- Event im EKZ vom 22.02.2009 wird ebenfalls in der nächsten Woche folgen.

 

+++ Bericht von der 9. Fight Night am 21. März 2009+++

Der Bericht von der 9. Fight Night am 21.3.2009 wird am Montag ins Netz gestellt


 

02.03.2009

Mehr Neues aus unserem Gym

 

+++ Vorbereitung läuft+++

Die Vorbereitungen für die nächste Fight Night am 2.5.2009 laufen auf vollen Touren, nähere Infos werden in den nächsten Tagen folgen

 

+++ Neue IFKO-Boxerin +++

Wir begrüßen die neue IFKO-Boxerin Marie Riederer in unserem Gym. Marie absolvierte bisher drei Profifights, die sie alle gewann und wird im Welter oder Halbwelter kämpfen.

Marie - auf gute Zusammenarbeit!

marie


 

18.02.2009

Neues aus unserem Gym

 

+++ Lars Buchholz verletzt +++

Während eines Waldlaufes passierte es, Lars Buchholz knickte um und verletzte sich am Fuß. Lars fällt nun mehrere Wochen aus.

 

+++ Hendrik Gabel boxt +++

Am 2.5.2009 wird Hendrik Gabel bei unserer Fight Night seinen nächsten Kampf bestreiten, es wird ein Kampf über 6 Runden sein.

 

+++ Basti im Stress +++

Unser Sebastian Wille steht voll im Stress: im Prüfungsstress! Er muss seine Semesterabschlussarbeit schreiben.

 

++++ Neue IFKO-Boxerin +++

In den nächsten Tagen werden wir eine neue IFKO-Boxerin vorstellen. Wer wird es wohl sein ...???

 

+++ Boxveranstaltung am 7.2.2009 erfolgreich +++

Am 7.2.2009 hatten wir bei uns im Funkwerk einen kleinen Profiboxabend, Veranstalter war Herr Grajewski. Der Boxabend war ein voller Erfolg, die Sieger des Abends hießen Gregory Soszynski, Rene Hübner, Markus Senf und Fatih Ceyhan.


 

21.12.2008

Kampfbericht aus der Universal Hall am 20.12.2008

Am Sonntag, dem 20.12.2008 fand in der Universal Hall in Berlin-Mitte ein Kampfabend, veranstaltet von Amadun und Winne Spiering statt. Angekündigt waren sieben Boxkämpfe, darunter ein Juniorenkampf um die Deutsche Meisterschaft.

Die zahlreichen Zuschauer in der sehr gut gefüllten Halle sahen ein spannendes und abwechslungsreiches Programm, die Kämpfe waren durch die Bank weg sehenswert und interessant. Wir konnten u.a. vier Kämpfe unserer Freunde von Fighting Fellas Leipzig sehen, wobei wir bemerken müssen, dass sie sich allesamt sehr gut verkauft haben.

Auch ein IFKO-Boxer war am Start, unser Nico Schröder hatte es mit dem Amadun-Boxer Ahmed Zayab zu tun. Trotz Krankheit schlug sich Nico über die acht Runden des Kampfes sehr wacker, doch leider reichte es nicht zu einem Sieg. Das war wohl auch zum größten Teil seiner Erkrankung geschuldet, denn Nico konnte nicht die Leistung aufrufen, zu der er normalerweise fähig wäre. Doch andererseits hätten andere Boxer mit einer Erkrankung erst gar nicht geboxt, jedoch unser Kämpferherz Nico wollte es trotzdem wissen.

Nico, Kopf hoch, wie von Andre Vokuhl versprochen, wird es im nächsten Jahr einen Rückkampf geben - und dann hast Du Deine Chance ...

Besonders gespannt waren wir natürlich auf den Comeback - Versuch von Juliane Koffnit, eine ehemalige IFKO-Boxerin, die aber seit ihrem Wechsel des Managements nur noch als Sparringspartnerin diverser Boxerinnen auftrat. Wir hätten ja Jule sehr gern boxen gesehen, um einschätzen zu können, ob die lange Kampfpause boxerische Auswirkungen auf Jule hatte - aber ... es hat wieder einmal nicht sollen sein. Wir warteten vergeblich, wie auch alle anderen in der Halle. Das Comeback fand (wieder einmal) nicht statt, und zwar aus Gründen, die sich leider unserer Kenntnis entziehen ...

Jule, Jule, werden wir Dich jemals wieder kämpfen sehen? Oder wirst Du weiterhin Sparringsfallobst für andere Boxerinnen spielen? Hast Du Dir die Zukunft so vorgestellt? Schade, schade, Jule ...

Ein Highlight des Abends war sicherlich der Kampf zwischen Henry "Junior" Weber und dem Amadun-Boxer Rodrigue "BUM BUM" Kamdoum. In einem starken Kampf über acht Runden siegte am Ende Henry Weber in unseren Augen sehr glücklich, wir sahen eher Vorteile bei Rodrigue Kamdoum. Daher war auch das Urteil unserer Meinung nach umstritten.

Alles in allem konnte uns dieser Kampfabend überzeugen, die Zuschauer sahen tolle Kämpfe und waren mit der Veranstaltung insgesamt sehr zufrieden.

Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle noch einmal zu Amadun für die Karten zu diesem Boxevent.


 

12.12.2008

Aktueller Bericht - Dezemberkracher am 06.12.2008

Am 06.12.2008 präsentierten Boxpromotion Hogenkamp und Label 23 im altbewährten Funkwerk Coepenick den sprichwörtlichen „Dezemberkracher“. Angesetzt diesmal ein ganzer Block an fernöstlichen Kämpfen sowie eine ganze Reihe vielversprechender Begegnungen im klassischen Boxen. Gekrönt wurde das ganze durch Rene Hübners Titelverteidigung um die „Internationale Deutsche Meisterschaft“ nach Version der GBA. Leider kam es aufgrund der Trainingsverletzung von 'Basti' Wille zu einer Umbesetzung. Lars Buchholz wird nun für ihn den Vorkampf gegen Haxhi Krasniqi am 13.12.2008 in Mannheim vertreten und kann aus diesem Grunde natürlich seinen angesetzten Kampf gegen Leo Tchoula nicht bestreiten. Für Ersatz wurde jedoch gesorgt, so steigt stattdessen Matze Sandow von Shamrock-Gym Leipzig in den Ring. Immerhin wohnten wieder über 900 boxbegeisterte Zuschauer den Kämpfen bei. Die Veranstaltungen im BoxGym sind nunmehr zu einer festen Größe in unserer deutschen Hauptstadt geworden.
Auch zwei erfreuliche Randereignisse gab es zu vermelden, Frank „Easy“ Hogenkampf machte wieder ein Jahr rund und Matze Eichler vom Shamrock-Gym Leipzig sorgte für einen Nachwuchs-„FightingFellas“. Gratulation natürlich noch nachträglich.

Und schon ging es in den ersten K1-Fight, angetreten waren Tarie Ritvan und Maximilian Bergner vom BoxGym. Beide mit rund 68 kg gleich schwer, jedoch Maximilian ein paar Zentimeter grösser als sein Kontrahent. Aber nicht nur hier war 'Max' ihm etwas voraus. So vergaß der untersetzte Mann aus der roten Ecke zeitweilig, dass es sich um einen K1-Fight, und nicht einem Thaikampf handelte. Erst als Ringerichter Matze Eichler ihn nach mehrmaliger Ermahnung mit einem Punktabzug daran erinnerte, ging ihm wohl ein Licht auf. Am Gesamtergebnis änderte dies aber ohnehin nichts, nach Knockout wurde der Kampf zugunsten von 'Max' Bergner 1:10 min der zweiten Runde abgebrochen.

Im nächsten K1-Kampf des Abends standen sich die Leipziger Nachwuchshoffnung Christian Pohle und der im BoxGym allseits bekannte Fernando Sarabia über die üblichen 3 x 3 Minuten gegenüber. Letzter konnte in der Vergangenheit bereits mit guten Kämpfen aufwarten, fiel in der kürzeren Historie etwas ab. So verlor er zuletzt in Halle gegen Daniel Zeuner nach Punkten und wirkte bereits dort nicht richtig austrainiert. Beide Kämpfer hingen sich mit dem Gong sofort heftigst rein, mit zu Beginn Vorteilen für den aus der roten Ecke startenden Christian und zum Ende hin für den Mann aus der blauen Ecke. Bereits hier waren einige Verschleißerscheinungen bei beiden Kämpfern auszumachen, und das bereits in der ersten Runde! Die zweite Runde setzte sich entsprechend fort und es wurde klar, dass hier der Mann mit dem längeren Atem gewinnen würde. Zum Ende der Runde hin beide wieder total verausgabt, wobei ich aufgrund der schweren Treffer gegen Sarabia die Runde an Christian geben würde. In der dritten Runde hingen dann beide in den sprichwörtlichen Seilen, jedoch gelang es Christan Fernando zweimal zu Boden zu schicken, worauf dieser vom Ringrichter angezählt wurde. Klar dass damit nun die Runde und auch der Sieg in der Tasche war. Jedoch hätte derKampf auch nicht nur eine Minute länger dauern dürfen. Beide Kämpfer sicherlich mit Herz, jedoch deutlichen Defiziten in der Kampfgestaltung. Zudem sollte Fernando seine Hüftröllchen schnellstens wieder gegen Muskeln eintauschen.

Im dritten Kampf sollte es eigentlich um die „Deutsche Meisterschaft im K1“ nach Version der GBA gehen, jedoch hatte Daniel Zimmermann eine Krankheit gerade erst auskuriert und wollte das Risiko noch nicht eingehen. Dies ist nachzuvollziehen, ist doch sein Gegner Lars Rooch aus Dresden als sehr stark einzuschätzen. Immerhin traten beide Kämpfer zu einem Wertungskampf an, eine Gelegenheit für beide sich kennen zu lernen und die Stärken und Schwächen des Gegners zu studieren. Lange hatten beide Kämpfer jedoch nicht Gelegenheit dazu, obwohl bzw. gerade weil beide beherzt in den Kampf gingen. Der Mann aus der blauen Ecke attackierte außerordentlich offensiv, fing dabei jedoch gefährliche Konter von Daniel mit dem Knie. So kam es wie es kommen musste, einer dieser hochgezogenen Tritte mitdem Knie trafen das Nasenbein des Kontrahenten und legten dieses augenblicklich in Trümmer. Der Frust darüber war dem Gast aus Dresden deutlich anzumerken – er hätte vermutlich am liebsten weitergekämpft. Darauf ließ sich jedoch der Ringarzt darauf aus nachvollziehbaren Gründen nicht ein und so trennte man sich in sportlichem Sinne mit einem Abbruch in der ersten Runde für die rote Ecke. Man kann sich nach der Genesung des Kontrahenten aus Dresden jedoch einen Rückkampf sehr gut vorstellen, dieser wird dann vermutlich etwas länger und spannender.

Und so folgte bereits der nächste Kampf im K1, diesmal standen sich in der roten Ecke Leipzigs Nachwuchshoffnung Daniel Zeuner und in der blauen Ecke Frank Bosma von Tsunami-Sports Bremen gegenüber. Beide mit identischem Kampfgewicht von 83,5 kg nach dem offiziellen Wiegen. Bereits ab Runde Eins zeigte der von Matze Eichler betreute Leipziger wer der Chef im Ring ist. Mit einer routinierten und souveränen Vorstellung punktete er klar gegen den amtierender Deutschen Meister der FFO. In Runde zwei zog das Tempo nochmal an und es war ordentlich Dampf im Ring, was die zahlreichen fachkundigen Boxfans wahrlich entzückte. Nach einer Tritttechnik ging der Mann aus der blauen Ecke zu Boden und wurde vom Ringrichter Lars Buchholz angezählt. Jedoch kam er daraufhin nicht mehr zurück in den Kampf, womit der Mann aus Leipzig nach 1:05 Minuten der zweiten Runde zu Recht zum Siegererklärt wurde. Man wird den Weg des jungen Kämpfers im Auge behalten.

Im letzten fernöstlichen Kampf des Abends ging es diesmal im Kick-Box-Stil zwischen Chris Püchner vom Shamrock-Gym Wurzen und Maurice Kohn zur Sache. Ersterer mit 1,82m deutlich kleiner als der von der Zwischenstation Boxen zum Thai zurückgekehrte 1,90m große Maurice Kohn und auch etwas leichter. Auch dürfte der Mann in der der blauen Ecke mit seinen gut 25 Lenzen etwas mehr Erfahrung besitzen als der 19-jährige Leipziger. Dieser scheute in der Vergangenheit auch nicht vor großen Namen, auch wenn dies zum Beispiel gegen 'Hübi' im klassischen Boxen zuletzt deutlich daneben ging. Ob dies allerdings der Grund für seine Rückkehr in die fernöstlichen Kampfsportarten war, ist nicht bekannt. Beide Kämpfer begegneten sich so zu Beginn der ersten Runde, sicherlich nicht ganz zu Unrecht, mit Respekt. Doch mit fortlaufender Kampfdauer konnte der groß gewachsene Maurice seine Reichweitenvorteile mehr und mehr ausspielen. So trieb er seinen Gegner routiniertund zielstrebig durch den Ring. In der zweiten Runde wehrte sich Chris weiter tapfer, jedoch bahnte sich das Ende an. Nach einem Leberhaken wird er angezählt, jedoch erfolgt dann der Abbruch nach gut 1:30 der zweiten Runde nach Aufgabe. Diese Prüfungwar dann wohl doch noch etwas zu hoch für den jungen Mann aus Leipzig. Vielleicht sollte er seine Messlatte zunächst doch noch etwas niedriger ansetzen. Dass die Zukunft aber noch vor ihm liegt, ist dabei aber unbestritten. Maurice Kohn erweist sich einmal mehr als Mann des Thaiboxens, so dass er seine Ambitionen im klassischen Boxen wohl begraben wird.

Nach diesem geballten Block an fernöstlicher Kampfkunst ging es für die Boxportfreunde zunächst einmal in die verdiente Pause. Im Anschluss daran folgen dann Kämpfe im klassischen Boxstil.

Nach der Pause gab es einen Neuankömmling im BoxGym zu begrüßen. So wird der durch Rene Hübner betreute Oliver Dremel seine Kämpfe in Zukunft für das IFKO-Team bestreiten. Sein Gegner an diesem Abend der im BoxGym bereits allseits bekannte zwanzigjährige Steve Wünsch aus Fürstenwalde über vier angesetzte Runden. Beide mit knapp unter 70 kg ungefähr gleich schwer, beide gelten als junge Nachwuchshoffnungen. Erstaunlicherweise war der ein Jahr jüngere Oliver seinem Gegner von Beginn an überlegen. Er zeigte eine technisch gute Schule, wirkte routiniert und zielstrebig. Immer wieder konnte er Steve an den Seilen stellen und guter Treffer platzieren. In der zweiten Runde verstärkte sich die Überlegenheit des jungen Mannes aus der roten Ecke weiter. Wieder konnte Oliver seine Gegner in der Ringeckestellen und nach einem harten Schlag ging Steve zu Boden. Der Kampf wurde zwar noch einmal aufgenommen, jedoch kurze Zeit später wegen zu großer Überlegenheit von Oliver Dremel durch den Ringrichter abgebrochen. Ein Urteil erübrigt sich damit fast, zu deutlich waren die Leistungsunterschiede beider Boxer. Man muss konstatieren, dass der junge Oliver Dremel ein für sein Alter erstaunliches Potential zeigte und man wird wirklich gespannt sein, wie es für ihn in der Zukunft weitergeht. Mit Rene Hübner hat er zudem auch einen kompetenten Ausbilder an seiner Seite.

Im nächsten Kampf standen sich der für AMADUN Boxing startende Ahmed Zayab und Thomas Freitag über vier angesetzte Runde gegenüber. Der Gewichtsunterschied von gut 4 kg (64 gegenüber 60,2 kg) konnte man auch optisch deutlich sehen, Ahmed mit 1,70 m untersetzt und bullig gegen schlanke1,83 m. Entsprechend explosiv starte der Westberliner Gast und setzte von Beginn an seinem Kontrahenten schwer zu. Die Kraft seiner Schläge zeigte sichtbar Wirkung beim völlig überforderten Widersacher, so dass es bereits nach 2:20 Minutender ersten Runde zum Kampfabbruch nach einem schweren Körpertreffer kam. Ahmed Zayab behält damit seine blütenweiße Weste. Thomas Freitag hingegen muss unbedingt an Physis zulegen, will er gegen solche Gegner in Zukunftbestehen können.

Nun standen sich der von Trainerguru Mike Wissenbach betreute Daniel Zell und der Schützlingvon Matze Eichler Denis Roon im achten Kampf des Abends über sechs angesetzte Runden gegenüber. Beide kennen sich sehr gut, denn sie standen sich bereits zu Beginn des Jahres im Alten Funkwerk gegenüber. Bereits damals konnte Daniel Zell überzeugen, als er nach der dritten Runde mit TKO gewann. Überhaupt sprach die Statistik klar für den Lokalmatatoren, von seinen 16 Kämpfen bis dahin gewann er immerhin 11 bei drei Unentschieden. Miteiner solchen Kampfbilanz konnte der Leipziger nicht aufwarten, jedoch wollte er sich natürlich seine Außenseiterchance wahren. Beide Boxer begannen verhalten aus der sicheren Distanz und begannen erst ab der Rundenmitte mehr und mehr überfallartige Attacken zu starten. Ab diesem Zeitpunkt kristallisierte sich jedoch auch die erwartete Überlegenheit von Daniel Zell heraus, die nur zum Rundenende vom Mann aus der blauen Ecke auf die Probe gestellt wurde. Aber ab der zweiten Runde war die Rollenverteilung klar, rot dominierte und marschierte. Nach kurzer Zeit war Denis im Gesicht gezeichnet und nach schweren Körpertreffern blieb ihm mehr und mehr die Luft weg. Bevor es zum KO kam und damit eine längere KO-Sperre drohte flog das Handtuch aus der blauen Ecke. Auch nach fast einem Jahr hat sich also an den Kräfteverhältnissen nichts geändert. Für Daniel hatte dieser Kampf ohnehin eher Trainingscharakter, er wird sich in Zukunft wohl an stärkeren Gegner orientieren. Nach diesem Kampf ging es zunächst wieder in eine Pause.

Nach der Pause wurde zunächst die anwesende WIBF-Leichtgewichtswelt-meisterin Ramona Kühne geehrt, welche am vorangegangenen Wochenende in Magdeburg ihren Titel gegen Dahianna Santana aus der Dominikanischen Republik erfolgreich nach Punkten verteidigte. Der Applaus des fachkundigen Boxpublikums war ihr ebenso gewiss, wie der vom neuen Technischen Leiter Rainer Lüdke überreichte Blumenstrauß.

Im folgenden Kampf war die Favoritenrolle glasklar vergeben. So traten der im Alten Funkwerk schon fast heimische Cruiser Varol Vekiloglu und der Leipziger Friedrich Singer zum Kräftemessen in den Ring. Hier stand eine Kampfbilanz von von 6 Siegen bei 8 Kämpfen einem Debütanten gegenüber, dementsprechend ging der Kampf über maximal vier Runden. Der Mann aus der blauen Ecke zeigte zu Beginn noch viel Respekt und überließ die Initiative dem Favoriten aus der roten Ecke. Jedoch ließ der junge Leipziger bereits nach kurzer Zeit ein paar zaghafte Aktionen blicken, in der Summe ging die Runde jedoch klar an Varol. Auch in der zweiten Runde konnte der junge Mann aus Leipzig seinen Respekt nicht vollends ablegen, was seinen Trainer zur lautstarken Intervention von außen veranlasste. Rot dominierte zu diesem Zeitpunkt den Kampf nach Belieben und verstand es immer wieder durch Körpertreffer die Deckung seines Gegners aufzureißen. So ging auch die zweite Runde klar an die rote Ecke. In der Ringpause schien Coach Matze Eichler dann die geeigneten Worte gefunden zu haben, denn Friedrich begann die dritte Runde motiviert und engagiert. Varol antwortete zunächst mit Mätzchen und dann mit eigenen Aktionen. Es gelang ihm jetzt immer öfter, seinen Gegner in der Ringecke zustellen und mit harten Schlägen einzudecken. Man merkte nun, dass er den standesgemäßen vorzeitigen Sieg wollte. Blau nun sichtlich am Ende seiner Kräfte wehrte sich jedoch mit großem Herz und rettete sich in die Pause. Aber es stand auch hier nicht zur Debatte, dass die Runde klar an Varol ging. Ein Sieg, wenn auch nur theoretischer Natur, wäre für den jungen Mann aus Leipzig demnach nur über einen Knockout gegangen. Er hatte aber eher alle Fäuste voll zu tun über die Runden zu kommen, dies tat er jedoch leidenschaftlich. Varol zog wirklich alle Register, um den vorzeitigen Sieg perfekt zu machen, jedoch wollte ihm dies gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden Debütanten (und dies kann man nicht oft genug betonen) nicht mehr gelingen. Mit letzter Kraft rettete sich der Leipziger in den Schlussgong und erhielt zu Recht den Respekt vom Gegner und Publikum. Für Varol sicherlich kein optimales Ergebnis, geht es doch in der Rangliste nach unten, wenn es bei einem Debütanten über die Runden geht. Jedoch bin ich auch der Meinung, dass diese Regel der Realität nicht immer gerecht wird. So wird der junge Leipziger in der Zukunft wohl noch so manchem Favoriten schwer im Magen liegen.

Im vorletzten Fight vor dem Hauptkampf des Abends gab es, wie bereits erwähnt, eine Änderung inder Kampfbesetzung. Aufgrund des kurzfristigen Einspringens von Lars Buchholz für den verletzten 'Basti' Wille gegen Haxhi Krasniqi am 13.12.2008 in Mannheim wird nun Matze Sandow von Shamrock-Gym Leipzig gegen den Favoriten vom AMADUNBoxing Stall Leo Tchoula in den Ring steigen. Beide Kämpfer standen sich bereits im September in Bernau bei Berlin im Ring gegenüber, jedoch hatte der von seinem Vater trainierte Matze inzwischen physisch stark zugelegt – so brachte er gut 8 kg mehr auf die Wage als beim ersten Aufeinandertreffen. So blieb abzuwarten, ob dies auch zu einem besseren Ergebnis als beim ersten Male führen würde. Der kompakte Mann aus Kamerun mit bemerkenswerten Oberkörperbau geht explosiv in den über vier Runden angesetzten Kampf und kommt mit einigen klaren Treffern in der Mitte durch. Es zeigten sich hier noch die Unzulänglichkeiten von Matze, etwas unbeweglich, noch mit Schwächen in der Deckung und noch ohne Gefühl für die richtige Distanz. Sein Gegner aus der blauen Ecke setzte derweil auf seine enorme Schlagkraft und kam immer wieder mit schweren Treffern durch. Somit ging die erste Runde auch klar an den Mann von AMADUN Boxing. In der zweiten Runde schaffte es Matze dann den Kameruner an den Seilen zu stellen und mit einer Serie von Schlägen einzudecken. Jedoch gelang es ihm hier nicht den entscheidenden Schlag zusetzen, da sich der untersetzte Fighter durch geschicktes Wegducken immer wieder einem finalen Treffer entziehen konnte. Auf eine kurze Unterbrechung seitens des Ringrichters folgte dann der explosionsartige Konter, worauf Matze beim Zurückweichen von einigen Treffern beschleunigt rückwärts in die Seile geworfen wurde. An dieser Stelle hatte er für einen Moment die Kampfübersicht verloren, war sicherlich auch in einer gefährlichen Situation, jedoch nach meinem Dafürhalten und dem des Publikums noch längst nicht besiegt. Von daher etwas schade, dass für alle etwas voreilig das Handtuch aus der roten Ecke flog. Ich persönlich hatte den Eindruck, dass Matze selbst viel lieber noch weiter gekämpft hätte. Vielleicht etwas zu viel der väterliche Fürsorge an dieser Stelle, die man aber zu respektieren hat. So bleibt zu konstatieren, dass Matze Sandow tatsächlich physisch etwas zugelegt hat, er sich dieses jedoch durch eine weiter eingeschränkte Beweglichkeit erkaufen musste. Auch nutzte er seine Reichweitenvorteile noch nicht effektiv genug. Für einen kurzen Moment des Kampfes hatte er sogar die reelle Chance auf einen Sieg, jedoch ist er noch soweit, solche sich bietende Chancen auch zu ergreifen. Mit seinen 20 Lenzen hat er jedoch noch seine Zukunft vor sich. Nach diesem Fight ging es noch einmal in eine kurze Pause, bevor dann zum Highlight des Abends übergegangen werden sollte.

Dieses kam dann in Form des Titelkampfes um die „Internationale Deutsche Meisterschaft“ nach Version der GBA zwischen dem Titelverteidiger Rene Hübner und dem für AMADUN Boxing antretende Herausforderer Ingo Jaede in der Cruiser-Gewichtsklasse. Über ersteren braucht man sicherlich nicht viele Worte verlieren, die beeindruckende Anzahl von 36 Kämpfen spricht für sich. Aber auch sein Gegner bringt eine gute Reputation in Form eines Titelfights um die vakante „IBU Schwergewichts-Meisterschaft“ gegen Gene Pukall mit. Sieben seiner zwölf Kämpfe konnte er gewinnen, vier davon vorzeitig. Alles wies also auf einen spannenden und hart umkämpften Fight über 10 angesetzte Runden hin. Das Gegenteil war jedoch der Fall. Man sah dem Herausforderer seinen Respekt vor 'Hübi' sprichwörtlich an. So zuckte er bei jedem Schlag vom Titelverteidiger unwillkürlich zusammen, als ahnte er bereits dessen verheerende Schlagwirkung voraus. So tasteten sich beide Boxer zunächst etwas vorsichtig ab, bevor 'Hübi' vor den Augen seiner zahlreich erschienenen Brüder die Initiative ergriff und seinen Gegner mit seinen kraftvollen Schlägen bearbeitete. Die Runde ging somit bereits klar auf das Konto des Titelverteidigers, als selbiger seinen berühmt-berüchtigten 'Hübi'-Hammer auspackte und die Leber des Herausforderers auf die Größe eines frischgeklopften Koteletts stauchte. Dieser knickte mit schmerzverzerrtem Gesicht ein und wurde am Boden liegend angezählt. Es gelang Ingo Jaede nicht mehr innerhalb der geforderten 10 Sekunden auf die Beine zu kommen, so dassdas Urteil eindeutig und unstrittig KO nach 2:30 min der ersten Runde lautete. Alter und neuer Titelträger damit Rene Hübner.

Nach diesen zahlreichen und spannenden Kämpfen klang der Abend in der Lounge mit einer ausgiebigen Feier aus. Dort stand noch so mancher der Kämpfer für ein persönliches Gespräch zu Verfügung. Wieder ging ein erfolgreicher Boxabend im Alten Funkwerk zu Ende. Wir wünschen allen Boxsportfreunden ein gesundes neues Jahr 2009.

Sport frei
GordoniX


 

08.10.2008

Aktueller Bericht - 8. Fight Night am 03.10.2008

Am diesjährigen Tag der deutschen Einheit wurde zur bereits 8. Fightnight im BoxGym Coepenick geladen. Es gab neben dem obligatorischen Rahmenprogramm wieder jede Menge spannende Kämpfe zu sehen, gekrönt durch den Titelkampf um den vakanten Deutschen Meistertitel im Halbschwergewicht nach Version der GBA. Gut 800 Zuschauer folgten dieser Einladung und wurden mit Sicherheit in ihren Erwartungen nicht enttäuscht. Ehrengäste waren heute zudem die Spieler der ersten Mannschaft des BFC Dynamo, welche diese Einladung aufgrund ihrer Siegesserie vom BoxGym erhielten.

Im Rahmenprogramm diesmal drei Sparringskämpfe, wobei im ersten Kampf des Abends Marie-Luise Spieler und Vanessa Pabst aus dem heimische Box Gym die Atmosphäre vor größerem Publikum schnuppern durften. Dabei schlugen sich die beiden hervorragend, auch wenn der Kampf wertungsfrei blieb.

Im zweiten Rahmenkampf des Abends ging Maurice Kohn gegen Matze Sandow (Cruiser) über angesetzte vier Runden in den Ring, da Stan Jonsen verletzungsbedingt absagen musste. Erfreulich, dass Matze kurzfristig in die Bresche sprang, da beide Boxer so weitere Kampfpraxis erhielten. Obwohl dieser Kampf nicht in die offizielle Kampfstatistiken eingehen würde, ließen beide Kämpfer jegliche Zurückhaltung vermissen und boten den Zuschauern bereits in der ersten Runde einen packenden Fight, mit Vorteilen auf Seiten von Matze Sandow. Leider zog sich dabei Maurice Kohn einen Cut zu, so dass aus Sicherheitsgründen der Kampf abgebrochen werden musste. Wirklich schade, dieser Kampf versprach sehr spannend zu werden. Aber vielleicht sieht man die beiden ja mal zu einem Wertungskampf im Ring wieder.

Im dritten und letzten Sparringskampf standen sich gleichfalls über vier Runden Micky Billing und der bereits bekannte Willy Plato in der Leichtgewichtsklasse gegenüber. Auch dieser Kampf war von der ersten bis zur letzten Minute hart umkämpft und spannend. Man hatte hier nicht den Eindruck, dass die Boxer diesen Vergleich als Trainingskampf abstempelten. Der Kampf war über große Strecken ausgeglichen, auch wenn sich am Ende ein leichter Vorteil der blauen Ecke herauskristallisierte. Gleichwohl blieb auch dieser Kampf wertungsfrei. Noch einmal einen besonderen Dank an Matze Eichler aus Leipzig, der sich wie selbstverständlich bereit erklärte, die Rahmenkämpfe zu leiten.

Bernard „Ben“ Donfack vs. Rashad Karimov (Halbschwer)
Im ersten Wertungskampf des Abends standen sich„Ben“ Donfack aus dem Boxstall in Hellersdorf und der Aserbaidschaner Rashad Karimov aus dem LBN Boxstudio Magdeburg über sechs angesetzte Runden gegenüber. Ersterer konnte seit seinem letzten Kampf in Lichtenberg kaum boxerische Fortschritte erkennen lassen, die Klasse eines Rashad Karimov ist ohnehin unbestritten. Einen Favoriten für diesen Kampf zu benennen war demnach nicht ohne weiteres möglich.
Zu Beginn des Kampfes fand sich Ben schneller in den Kampf, Rashad zeigte sich etwas zu reserviert, ja vielleicht sogar etwas verkrampft. So dürften die ersten drei Runden knapp an den gebürtigen Kameruner gegangen sein. Erst ab Mitte des Kampfes, Ben baute auch konditionell etwas ab, legte Rashad seine Zurückhaltung ab und präsentierte sich in gewohnter Stärke. Jedoch reichte dies letztlich nicht mehr, um den Kampf noch zu seinen Gunsten herumzureißen. Dazu hätte er die letzten Runden einfach klarer dominieren müssen. So ging der Sieg nach Wertung knapp, aber im Gesamten doch korrekt, mit 2:1 Richterstimmen an Bernard Donfack.

Danny Lehmann vs. Markus Senf (Halbschwer)
Nun standen sich der für das BoxGym startende 21-jährige Fürstenwalder Danny Lehmann und der bereits allseits bekannte Markus Senf aus Leipzig in einem über vier Runden angesetzten Kampf gegenüber. Markus Senf war bereits mehrfacher Gast bei den Boxevents im Alten Funkwerk, jedoch konnte er gegen seine bisherigen Gegner noch keine Siege verbuchen. Beim Lokalmatador Danny Lehmann sieht es ähnlich aus, seinen einzigen Sieg erzielte er gegen einen Debütanten. Von der Erfahrung her müsste eigentlich der Mann aus der blauen Ecke einen leichten Vorteil haben, jedoch hat bekanntlich jeder Kampf seine eigenen Gesetze.
Mit dem Gong stürmte Danny auf den verdutzten Markus ein und konnte durch diesen Überraschungscoup ein paar sehr deutliche Treffer landen. Danach schien sich der Kampf einzupegeln, jedoch erwischte Markus seinen Gegner auf dem falschen Fuß und rot wurde angezählt. Den Rest der Runde spielte Markus seine Routine und überlegene Technik aus. Aber bereits ab Runde zwei wendete sich das Blatt. Mit boxerisch sehr limitierten Aktionen, zumeist Schwinger über außen, jedoch kämpferisch sehr stark, setzte Danny seinem Gegner immer wieder schwer zu. Dieser machte den technisch deutlich versierteren Eindruck, jedoch konnte er nur noch in dieser Runde sich seinen Gegner wirksam vom Leibe halten. Ab dann ließ Markus Senf immer weiter in seiner Konzentration nach, kassierte immer wieder schwere Treffer vom Fürstenwalder. Aber er hielt sich tapfer bis zum Schluss, gab völlig verausgabt in der Schlussrunde noch einmal alles.
In der Summe erreichte er nur durch den Niederschlag in Runde eins ein gewertetes Unentschieden, der Kampf hätte aber auch keine Runde länger gehen dürfen. Danny muss hingegen seinen Vorrat an Schlägen und Kombinationen deutlich erweitern, will er gegen schwerere Gegner erfolgreich agieren.

Varol Vekiloglu vs. Roman Golovashenko (Cruiser)
Im nächsten Kampf standen sich mit Varol Vekiloglu und Roman Golovashenko zwei als sehr stark eingeschätzte Boxer gegenüber. Ersterer trainiert in der Boxschule Grossmann in Berlin und war bereits dreimal im Alten Funkwerk zu Gast. Er weist mit einem Kampfrekord von 5/1/1 eine deutlich positive Kampfbilanz aus. Gleiches trifft für seinen Gegner Roman Golovashenko vom LBN Boxstudio Magdeburg zu, welcher bisher alle seine vier Profi-Kämpfe gewann, davon alle durch KO. Als weitere Reputation bringt Roman Sparringserfahrung bei einem Spitzenboxer der Weltelite mit. Hier einem von beiden Favoritenrolle zuzuweisen war damit quasi unmöglich.
Der Respekt beider Kämpfer voreinander war extrem groß, sodass die erste Runde ausgesprochen verhalten begann. Ab Mitte der Runde wurden die Aktionen häufiger, jedoch verpufften die Aktionen zumeist auf der Deckung des Gegners. Erst mit fortschreitender Kampfdauer wurden beide Boxer etwas mutiger in ihren Aktionen, wobei zu Beginn der Mann aus der blauen Ecke der etwas aktivere war. Mit schnellen Schlagkombinationen attackierte er den tief in seiner Deckung stehenden Deutsch-Türken überfallartig. Selbst als die Aktivität mehr und mehr zu Varol tendierte, wirkte Roman noch etwas effektiver in seinen Aktionen. Jedoch schien der gebürtige Ukrainer nicht ganz austrainiert sein, ab Runde fünf  lies seine Kondition extrem nach, so dass nun Varol unter den Anfeuerungen seiner zahlreichen anwesenden Fans vollständig die Initiative übernahm. Roman war nun zunehmend in die Defensive gedrängt, ihm blieb sprichwörtlich die Luft weg. In der Ringpause zur sechsten Runde signalisierte dann der Trainer in der blauen Ecke zum Schutze des eigenen Boxers die Kampfaufgabe. Schade eigentlich, da der Kampf sich gerade erst zu entwickeln begann. Vielleicht hat man die Stärke eines Varol Vekiloglu doch einen wenig unterschätzt. Mit großer Sicherheit sieht man beide Protagonisten im BoxGym irgendwann wieder.

Vor dem nächsten Kampf des Abends wurde dann eine Schweigeminute eingelegt für die kürzlich verstorbene Mutter des Trainers Maik Wissenbach, sowie des viel zu jung von uns gegangenen Bruders von Rene Hübner. Unsere Anteilnahme gilt natürlich den Hinterbliebenen. Aus diesem Grunde verzichteten beide Boxer auch auf ihre Einmarschmusik, was vom Publikum mit Beifall honoriert wurde.

Rene Hübner vs. Roy Meissner (Cruiser)
Im Gegensatz zu den vorherigen Fights war in diesem Kampf die Favoritenrolle klar vergeben. Allein durch seine beeindruckende Kampfbilanz von 35 Profi-Kämpfen, sowie seiner Erscheinung dürfte Rene Hübner seinen Gegnern Respekt einflößen. Roy Meissner hingegen verlor vor nicht mal einem Monat seinen letzten Kampf gegen Steve Krökel, welcher nun im Hauptkampf mit Sebastian Wille um einen Titel streitet. Trotzdem muss man dem Boxer aus Leipzig größten Respekt zollen, dass er sich dieser schweren Aufgabe stellte. Der Kampf wurde über sechs Runden angesetzt.

Beide Boxer begannen den Kampf verhalten, ab Mitte der Runde kam „Hübi“ mit einigen Aktionen beim Gegner durch. Insgesamt geht diese Runde somit an den Lokalmatadoren. Die zweite Runde war jedoch ausgeglichener, gerade weil sich der Leipziger Gast nicht versteckte und selbst Aktionen setzte. Er war beweglich auf den Beinen und versuchte, sich damit den schweren Schlägen von „Hübi“ zu entziehen. Dies gelang ihm jedoch nicht vollends, so dass sich der Kampf im Gesamten sehr ausgeglichen gestaltete.

Jedoch war es damit ab der dritten Runde vorbei, denn Rene zog nun die Initiative vollständig an sich. Er wirkte sehr entschlossen und kam bei seinem Gegner immer wieder mit schweren Treffern durch. Roy Meissner wehrte sich zwar tapferund konnte sich bis zum Ringgong auf den Beinen halten, jedoch war er bereits deutlich gezeichnet. Deshalb wurde der Kampf seitens der blauen Ecke und auf Anraten des Ringarztes aufgegeben. Die Gesundheit des Boxers geht nun einmal vor. Der Kampf wird daher mit einem TKO für Rene Hübner gewertet. Mit Feigheit, wie von einigen vollmundigen Zuschauern argwöhnt, hatte dies mit Sicherheit nichts zu tun. Auf diesen Umstand wies der Ringsprecher nicht zu Unrecht noch einmal deutlich hin.

Sebastian Wille vs. Steve Krökel (Halbschwer)
Im Hauptkampf des Abends ging es um nichts Geringeres als den vakanten Titel des Deutschen Meisters im Halbschwergewicht nach Version der GBA. Vakant, wird der ein oder andere fragen. Die Antwort gab der Ringsprecher. Der bisherige Titelinhaber Lars Buchholz legte diesen Titel nieder, auch um sich für höhere Ziele freizumachen. Zudem hätte eine kürzliche virale Erkrankung eine Titelverteidigung in naher Zukunft unmöglich gemacht. So machte Lars den Weg frei für 'Basti' Wille, welcher sich diesen Titel gegen eben jenen Gegner holen will, gegen den bereits Lars Buchholz im März dieses Jahres erfolgreich war. Zu unterschätzen ist der Gegner dabei jedoch nicht. Zum einen zeigte Steve Krökel bereits gegen Lars eine erstklassige Leistung. Zum anderen kann man davon ausgehen, dass Steve sich inzwischen boxerisch weiterentwickelt hat – sich also auch besser auf den Boxstil von Basti, der dem von Lars sehr ähnelt, eingestellt hat. Der Kampf wurde wie üblich über zehn Runden angesetzt.

Die ersten Runden gestalteten sich sehr ausgeglichen. Beide Boxer agierten aus einer dichten Deckung und versuchten, mit Nadelstichtaktik den anderen aus der Reserve zu locken. Basti wie gewohnt extrem beweglich und so kaum Trefferfläche bietend. Steve, etwas robuster agierend, versucht Basti  in den Seilen zu stellen, was dieser zu verhindern wusste. Sehr viele Aktionen von beiden gingen auf die Deckung. So dürften die ersten drei Runden keinen der beiden Kontrahenten vorn gesehen haben.
Erst ab Runde vier kann sich Basti etwas absetzen, seine Treffer nun häufiger und präziser. Von daher kann man ihm diese Runde durchaus geben. Aber bereits in der nächsten Runde ist das Bild wieder ausgeglichen, Steve Krökel gelingt es nun auch ein paar Mal den wieselflinken Gegner zu treffen. Beide schenken sich nichts, die Aktionen beider wechseln sich stetig ab. Besonderes Vorkommnis: Der Mann aus der blauen Ecke monierte einen angeblichen Kopfstoß von Basti, welches der Ringrichter jedoch nicht zur Kenntnis nahm. Die Runde daher wieder mit einer Punkteteilung.

Die Runden sechs und sieben gingen dagegen wieder ganz klar an den Lokalmatadoren, er schien den Kampf nun an sich gerissen zu haben. Basti traf häufiger und war in seinen Aktionen einfach effektiver, auch wenn er die Aktionen des Gegners natürlich nicht vollends unterbinden konnte. Aber wie von ihm gewohnt, ließ er sich vom Gegner nicht stellen, pendelte gut aus und wand sich immer wieder geschickt aus vermeintlich gefährlichen Situationen. Er schien den Kampf nunmehr gut im Griff zu haben.

Eine Unterbrechung zu Beginn der achten Runde wegen eines losen Tapes an einem Handschuh von Steve brachte Basti aber aus dem Konzept. Etwas aus dem Rhythmus gekommen, ließ sich Basti nun zu oft stellen und sich zudem auf die ihm nicht so sehr liegenden Infights ein. Diese Runde ging ganz klar an den Gast aus Halle. Glücklicherweise stellte Basti ab der nächsten Ringpause seine Fehler wieder ab, so dass er seine alte Linie wieder fand. Von daher traf er nun auch wieder häufiger und präziser. Auch wenn diese Runde sehr eng war, kann man diese neunte Runde Basti geben - unter anderem auch wegen seiner Aktivität.

Damit war nun klar, dass Basti nach Punkten vorn liegt und nur noch ein Kampfabbruch für den Hallenser zum Titel führen würde. Er warf nun wirklich alles in die Waagschale und hatte auch das eine oder andere Mal Erfolg, jedoch legte Basti ebenfalls nach und kam nun seinerseits zu einigen guten Aktionen. In der Summe muss man dem Gast diese Runde sicherlich geben, jedoch änderte das nichts mehr an der Gesamtwertung.

Das Urteil fiel daher einstimmig und klar für Sebastian Wille aus, wenn auch vielleicht einen Tick zu deutlich. An der Rechtmäßigkeit des Titels besteht aber überhaupt kein Zweifel, so dass sich Basti nun zu Recht und mit vollstem Stolz „Deutscher Meister im Halbschwergewicht nach Version der GBA“ nennen kann. Dazu selbstverständlich Glückwunsch. Aber auch Steve Krökel hat sich den Respekt der Zuschauer redlich verdient und sich als würdiger Gegner erwiesen. Er wird sicherlich etwas enttäuscht sein, kann jedoch erhobenen Hauptes in die Zukunft blicken.

Nach dem Kampf konnte man den auf der Aftershow-Party den Boxabend noch etwas ausklingen lassen und zudem auch mal mit den Boxern auf Tuchfühlung gehen. Auch der ein oder andere Dynamo-Spieler fand sich noch zu einem Plausch ein. Insgesamt wieder einmal ein gelungener Abend.

Sport frei
GordoniX


 

24.09.2008

Boxpromoter Frank Hogenkamp feiert Geburtstag

So schnell ist ein Jahr vorbei, unser Easy feiert wieder seinen Geburtstag. Wir alle vom Boxgym Coepenick und IFKO-Germany wünschen Dir alles erdenklich Gute, viel Glück in allem, was Du tust, natürlich schöne Frauen, artige Kinder, schnelle Flitzer, dicke Kohle und immer jung und gesund - genau so soll es sein.

Easy - HAPPY BIRTHDAY !!!

easy


 

15.09.2008

Wochenendübersicht Veranstaltungen 12.-14.09.2008

Am Freitag , dem 12.09. fand in Zossen vor ca. 350 Zuschauern eine GBO-Boxveranstaltung statt, die vom Renault Autohaus König gesponsert wurde. Angesagt waren u.a. zwei GBC-Weltmeisterschaftskämpfe.

Die Veranstaltung war wirklich hervorragend durch das Autohaus König organisiert, ein reichliches Buffet und das sehr gute Getränkeangebot sorgten für große Freude bei den Besuchern. Besonders hervorzuheben und für uns das Highlight der gesamten Veranstaltung war ein riesiger Grillhähnchenstand, der mit seinen immer frischen, leckeren und knackigen Hähnchen dafür sorgte, dass die Besucher der Veranstaltung nicht mit knurrendem Magen herumlaufen mussten. Also noch einmal, ein großes Lob an den Veranstalter, Sieger waren u.a. Harry Duiven Jr., Kevin Mattausch, Rico Schultz und Azad Azizov.

Am Samstag, dem 13.09. war nun Bernau dran, Promoter Amadun veranstaltete vor ca. 200 Zuschauern ein Open Air Event, bei dem unser Matze Sandow einer der Kämpfer war. Leider ging der Abend für Matze gar nicht gut aus, denn in der 4. Runde wurde er von Leo Tchoula zu Boden geschickt, übrigens Matzes erste KO-Niederlage. Eins hat uns dieser Kampf deutlich gezeigt - wir müssen in Zukunft noch viel härter an Matzes Kondition arbeiten.

Doch auch positives gab es aus Bernau zu berichten, unsere Marie-Luise Spieler legte ein fantastisches Boxdebüt hin, zwar nur als Showkampf deklariert, doch wirklich sehenswert. Mutig und angriffslustig zeigte sie ihrer Gegnerin, wer Chefin im Ring ist. Glückwunsch, Marie-Luise für diesen tollen Auftritt. Man kann nur staunen, welch erfolgreiche Arbeit ihr Konditionscoach Hendrik Gabel hier geleistet hat.

spieler

 

Am Sonntag, dem 14.09. fand in Spergau, nahe Merseburg ein Mixfightevent statt. Promoter Ingo Baberski konnte sich über mangelnde Resonanz nicht beklagen, denn über 1.000 Zuschauer verfolgten die Kämpfe. Sie sahen dann auch das reine Sachsenduell zwischen Steve Krökel und Roy Meißner, wobei Steve Krökels Sieg nie in Frage stand. Ebenso wenig überraschend war der Sieg des Ukrainers Roman Golovashchenko, einer der besten Cruisergewichtler, der seinen Gegner schon nach 27 Sekunden auf die Bretter schickte.


13.09.2008

Drachenbootrennen IFKO vs. BFC

Auf Einladung unseres Boxgyms weilte die 1. Mannschaft des BFC Dynamo am 12.09.2008 in unserem Gym, um gegen unsere Profiboxer im Drachenbootfahren anzutreten.

Hier nun der kurze Bericht über den Abend, den man auf der BFC Fanseite finden kann:

Die Mannschaft weilte heute auf Einladung des Box Gym Köpenick zu einem netten Mannschaftsabend im dortigen Gym. Der Spassfaktor sollte im Vordergrund stehen. Das Team und die Trainer hatten diesen Spass auch den ganzen Abend über. Zuerst absolvierte das Team ein Drachenbootrennen gegen die Boxer und Freunde vom Boxgym. Diese Rennen gingen 1:1 aus. Unsere Spieler wollten das Boot gar nicht mehr verlassen.
Im Anschluss lernten sie das Gym kennen. Anwesend waren u.a. der amtierende WBC Junioren-Weltmeister Sebastian Wille und der GBC Intercontinental Weltmeister Hendrik Gabel.
Zum Abschluß sorgte das Gym dann für einen Imbiss und kühle Getränke.

Vielen Dank dem Box Gym in Köpenick und viel Erfolg für den nächsten Kampfabend am 3. Oktober im Alten Funkwerk.

P.S. Dieses Drachenbootrennen war auch dem Berliner Kurier vom 14.09.2008 einige Zeilen wert:

http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0914/sport/0081/index.html

P.P.S. Es war sicherlich eine gute Vorbereitung für die Mannschaft des BFC auf das Ligaspiel gegen Brandenburg am Wochenende, denn der BFC gewann 3:0 !!!

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07.09.2008

Bericht von der 4. Saturday Fight Night in Halle/Saale

Es war mal wieder soweit, ein Boxabend am Samstag. Dieses Mal fuhren wir nach Halle zu unseren Freunden vom Shamrock Fightclub.
Es gab aber auch noch weitere Gründe, warum wir uns auf dem Weg nach Halle an der Saale machten, denn Matze Eichler hatte Geburtstag und nicht zuletzt auch wegen Rene Hübner.

Pünktlich um 18 Uhr trafen wir am Kampfort ein. Wir wurden bereits erwartet. Nach dem Organisatorischen (Überreichen der Bändchen) sahen wir uns gleich mal die Halle an. Erinnerungen kamen auf, in solchen kleinen Hallen, waren wir früher oft, man steht sehr nah am Ring, da kommt natürlich gute Stimmung auf. Es wurde alles sehr locker gehalten, was die Kontrollen betrifft. Alle Ecken waren unkompliziert zu erreichen. Es gab auch immer irgendwo freie Sitzplätze, was aber nicht heißen soll, dass wenige Leute da waren, nein die Halle war gut gefüllt, auch wenn der Veranstalter da nie zufrieden zu stellen ist.  Pünktlich vor dem ersten Kampf nahmen wir unsere Plätze ein.

Insgesamt sahen wir 13 Kämpfe, eine Mischung aus Boxen, K1 und Kickboxen.
Nach meinem Empfinden waren die beiden Kämpfe um die Deutsche Meisterschaft, die besten Kämpfe am Abend.
Besonders der Kampf von Tobi Badura gegen Nikita Pankratz war spannend und die Boxfans sahen von beiden Fightern absolut feine Kampfkunst. Der Sieg von Nikita aus Bremen, der von vielen Fans begleitet wurde, ging in Ordnung. Aber Tobi muss sich nicht ärgern, er lieferte einen großen Kampf und wenn man bedenkt, dass er nur eingesprungen ist, dann Hut ab!
Im zweiten Meisterschaftskampf trafen Ricky Hartung aus Colditz und Frank Bosma aus Bremen aufeinander. Beide Kämpfer schenkten sich nichts. Man merkte, beide wollten den Titel. Für Ricky Hartung sah es auch ziemlich gut aus, in den ersten Runden dominierte er und dürfte vorn gelegen haben. In der dritten Runde kam dann aber Bosma immer besser in den Kampf rein, Ricky Hartung schien Konditionsprobleme zu haben. Doch er fing sich wieder und wollte nun alles klar machen, jedoch hinderte ihn eine nicht definierbare  Augenverletzung daran. Der Ringarzt beendete diesen Kampf leider. Glückwunsch nach Bremen zum Sieg von Frank Bosma. Ich denke, die beiden Kämpfer werden sich wieder treffen, ich würde es begrüßen.

Rene Hübner ging dieses Mal sehr konzentriert zur Sache. Der Gegner Chris Püchner fand kein Mittel um Rene Hübner zu gefährden, da fehlte zum einen die Erfahrung und zum anderen die Mittel, was aber nicht heißen soll, dass Püchner noch seinen Weg gehen wird. Er ist mit 18 Jahre noch sehr jung und hat die Zukunft noch vor sich.

Beeindruckt war ich vom Kampf des Boxers Rocco Hahn. Super Technik, gute Kondition und ein gutes Auge. Von diesem Boxer werden wir sicherlich noch hören. Sein Gegner dierses Mal war Toni Döring, der keine Chance hatte. TKO in der 2. Runde.

Überraschend für mich war die Niederlage des Bremers Fernando Sarabia. Daniel Zeuner aus Erfurt siegte nach Punkten.

Marcel Erler siegte mit TKO in der ersten Runde und konnte somit seine Kampfkunst nicht zeigen. Schade, da sein Gegner Rene Frank verletzungsbedingt aufgeben musste. Voraus gegangen war ein Schlag Erlers.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich den Frauenkampf zwischen Juliane Werner und Tanja Fill. Verdient hat den Sieg keiner von beiden Kämpferinnen, zu wenig Beinarbeit und wildes Schlagen in die jeweilige Deckung. Das sahen die Punktrichter genauso und werteten den Kampf Unentschieden.

Felix Paritzky aus Bremen, die wieder einmal eine gute Staffel aufgeboten haben, siegte mit KO gegen Niko Gläser aus Colditz.

Einen knappen Sieg hat Mario Grums aus Wurzen gegen Andre Lindner aus Erfurt errungen.

Christian Pohle aus Leipzig gewann seinen K1 Kampf gegen Victor Ecke, der allerdings im letzten Moment für einen Fighter einsprang, der kurzfristig absagen musste.

Roy Meissner bekam es mit dem Berliner Enrico Heilig zu tun. Meissner konnte den Kampf überlegen gestalten, sodass dieser Kampf durch TKO für den Leipziger entschieden wurde.

Im Kampf Christian Schwäblein aus Erfurt gegen den Berliner John Rocco Mifuba sah ich anfangs keinen Sieger, jedoch fand ich die Boxkünste des Erfurters besser, der jedoch durch Klammern des Berliners immer wieder behindert wurde. Der Erfurter traf für meine Begriffe klarer und lag auf meinen Zettel leicht vorn, auch wenn John Rocco Mifuba ebenfalls traf, jedoch nicht so präzise. Viele seiner Schläge gingen auf die Deckung des Erfurters.  Am Ende werteten die Punktrichter anders als ich und sahen in Rocco Mifuba den Sieger.

Alles in allem eine gute Veranstaltung, einigen guten Kämpfen.

Sport Frei

RL


 

01.09.2008

Unser Boxgym Coepenick beim 6. Mike Polley Fan-Gedenkturnier

6.MP

Am 30.8.2008 fand im Sportforum Berlin schon zum 6. Mal das Mike Polley Fanturnier statt. Über mangelnden Zuspruch konnte sich wahrlich niemand beschweren, denn es beteiligten sich 56 Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet.

Unser Team vom Boxgym Coepenick nahm zum ersten Mal an diesem Turnier teil, natürlich waren alle sehr gespannt, wie sich unsere Boxer dort "schlagen " würden. Teilnehmer waren Ronny und Dennis Gabel, Basti Wille, Lars Buchholz, Promoter Frank Hogenkamp, Coach Mike Wissenbach, Aki Krüger, Willy Plato, Karl sowie ein großer Freundeskreis von Basti und Mike.

Los gings bei bestem Wetter um 9 Uhr in der Frühe, alle Mannschaften fanden super Bedingungen vor, die Stimmung bei den Teams war klasse und für das leibliche Wohl wurde ebenfalls gut gesorgt. Da konnte dieses Turnier ja nur noch ein voller Erfolg werden.

Unser Team bot hervorragende Kämpfe und konnten sich bis ins Halbfinale vorarbeiten. Was uns allen sehr auffiel war die große Leistungsdichte, die unter den letzten 8 Teilnehmern herrschte. Zu den Halbfinals selbst konnte man eigentlich nur noch bemerken, dass alle vier Mannschaften fast gleichwertig spielten.

Unser Boxgym Coepenick-Team hatte dann aber leider trotz guter Leistung im Halbfinale nicht mehr das Quentchen Glück, das man braucht, um ein solches Turnier zu gewinnen. Nach aufopferungsvollem Kampf und trotz sensationeller Spielerleistungen ging das Halbfinale mit dem knappsten aller Ergebnisse verloren, mit 0:1. Ein Trost für unsere Köpenicker - sie haben gegen den späteren Sieger verloren. Am Ende belegten unsere Fußballer einen hervorragenden 4. Platz - und das beim Debüt unter 56 Mannschaften!

Spielerisch konnte unsere Mannschaft wahrlich überzeugen, sei es nun ein Ronny Gabel mit seinen Aktionen oder die Weltklasseleistung unseres Torwarts Aki Krüger, es ist daher fast unmöglich, bei dieser mannschaftlichen Geschlossenheit einzelne Spieler hervorzuheben.

Dieses Turnier zeigte , dass unter der professionellen Leitung unseres Kapitäns Mike Wissenbach, der sich sonst als Boxtrainer seine Meriten verdient, eine einzigartige Mannschaft zusammen gewachsen ist, die in der Lage war, alle anderen Mannschaften zu schlagen. Manchmal fehlt es leider nur am Glück...

Aber es hat allen echt Spaß gemacht, die entspannte Atmosphäre während des gesamten Turniers trug sicherlich einen großen Teil dazu bei. Das Motto des Tages hieß Mitmachen, so dass auch die Fairness unter den Teams nicht zu kurz kam. So konnten sich alle Teilnehmer und Gäste über ein erfreulich gutes und spannendes, letztlich für unser Boxgym Coepenick auch erfolgreiches Fußballturnier freuen.

Dafür wollen wir uns auch bei den Verantwortlichen und Organisatoren dieses Turniers bedanken - Jungs, ihr habt das wirklich klasse hingekriegt.

Und der Pokal - der ist fürs nächste Mal schon fest für uns reserviert. Versprochen!!!


12.08.2008

Hendrik Gabel im Boxen und K1

gabel

Hendrik Gabel ist gleich zweimal zu sehen - am 3.10.2008 im Rahmen der 8. Fightnight gegen Rene Frank und am 9.11.2008 bei seinem K1 - Titelfight im "Kontrast".

Für Hendrik ist der Titelkampf um die K1-Krone eine große Herausforderung, zumal er ja als amtierender GBC Intercontinental Weltmeister im Halbschwergewicht schon Weltmeister im Profiboxen ist.

Jedoch besteht die große Herausforderung ja gerade darin, die Umstellung vom Boxen zum K1 zu meistern, Boxen und K1 sind doch zwei verschiedene Paar Schuhe, man muss ganz andere Voraussetzungen mitbringen. Jedoch sind wir uns alle sicher, dass Hendrik auch diese Herausforderung mit Bravour meistert, denn gerade im K1 besitzt er ja allerbeste Erfahrungen und hatte auch schon viele Erfolge vorzuweisen.

Hervorzuheben ist sein außergewöhnlich guter Trainingszustand, denn er wurde von seinen Trainern optimal vorbereitet. Das gilt zum einen für das Boxen, wo sein Meistertrainer Mike Wissenbach ihn vorbereitete. Ebenso aber konnte Hendrik mit Hilfe seines K1- und Thaibox-Profitrainers Marco Weidlich bestens auf seinen K1- Kampf vorbereitet werden. Wir können also davon ausgehen, dass Hendrik sich in allerbester körperlicher und psychischer Verfassung für seine Kämpfe befindet.

Natürlich gehen wir davon aus, dass Hendrik beide Kämpfe gewinnen wird, zumindest drücken wir ihm die Daumen.

Viel Glück und Erfolg, Hendrik!


 

25.06.2008

Vier neue Profiboxerinnen!

Wir freuen uns, in unserem Boxgym Coepenick vier neue Profibox - Debütantinnen begrüßen zu dürfen, die von unserem Erfolgstrainer Mike Wissenbach betreut werden.Es handelt sich um Josefine Lemke (links), Vanessa Victoria Pabst (hockend), Marie-Luise Spieler (rechts), sowie (nicht auf dem Bild) Sabrina Strasse. Hier sind die jungen Damen mit ihrem Co-Trainer Hendrik Gabel zu sehen. Er wird sie als Verantwortlicher in den Bereichen Kondition, Lauftraining, Fitness und Ernährungsberatung unterstützen.

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Herzlich willkommen in unserem Gym - wir wünschen euch viel Erfolg und natürlich große Siege!

Weitere Infos unter der Rubrik "Boxerportraits".


 

12.06.2008

Aktueller Bericht - Profibox- und Thaiboxabend am 31.05.2008

Wieder einmal wurde zu einem Boxevent der IFKO geladen. Dabei musste sich die Veranstaltung diesmal gegen starke „Gegner“ behaupten. Aber trotz hochsommerlicher Temperaturen, einem Konzert in der Wuhlheide und dem Länderspiel unserer DFB-Auswahl fanden sich gut 600 Boxbegeisterte  im Alten Funkwerk zu Coepenick ein. Auf sie wartete wieder ein hochklassiges Programm, sehr gut besetzte Profiboxkämpfe – darunter ein Titelfight. Aber auch die Liebhaber der asiatischen Kampfsportkunst kamen diesmal nicht zu kurz.

Matze Sandow vs. Roy Meissner
Im ersten Kampf des Abends (Cruiser) über vier Runden sah sich der Lokalmatador vom Box Gym Coepenick Roy Meissner vom Box Gym aus Leipzig gegenüber. Die Leipziger bewiesen bereits in der Vergangenheit, dass sie gute Kämpfer hervorbringen können.
Trotzdem diktierte Matze ins besonders die ersten Runden deutlich, schloss die zweite Runde sogar mit einem Niederschlag durch einen harten Leberhaken ab. Danach ließen seine Kräfte etwas nach, so dass sich auch der Gegner in Szene setzen konnte. Aber auch ein Aufbäumen von Roy Meissner  in der Schlussrunde, Matze war nun konditionell deutlich gezeichnet, änderte am Punktsieg nichts mehr.

Willy Plato vs. Thomas Freitag
Nachdem der junge Willy Plato vom heimischen Box Gym bei der letzten Veranstaltung in einem Demokampf gegen Ronny Gabel erste Ringluft schnuppern konnte, durfte er diesmal in einem Debütkampf gegen Thomas Freitag „richtig“ ran. Angesetzt war der Kampf im Halbmittelgewicht über ebenfalls vier Runden.
Bereits in der ersten Runde machte Willy ordentlich Druck und gewann diese Runde. In der zweiten Runde hatte der überforderte Thomas Freitag nichts mehr entgegen zusetzen. Immer wieder wurde er von Willy Plato gestellt. Nach dem ersten Niederschlag brach der Ringrichter den Kampf nach kurzer Zeit wegen deutlicher Überlegenheit ab. Es war eine vernünftige und nachvollziehbare  Entscheidung, die Gesundheit des Sportlers geht vor. Das Urteil lautete dementsprechend TKO nach 1:24 Minuten für den Heimboxer.

Marcel Erler vs. Ronny Daunke
Im vorläufig letzten Profiboxkampf standen sich im Cruisergewicht Marcel Erler vom Box Gym Hellersdorf und Ronny Daunke von den Leipziger Gästen gegenüber. Letzterer ist hier in Köpenick kein Unbekannter, boxte er doch bei der letzten Veranstaltung gegen den Lokalmatadoren Hendrik Gabel um den vakanten Titel der GBC. Dort verlor er zwar vorzeitig, doch sollte es in diesem Kampf weniger eindeutig werden.
Marcel Erler musste über die volle Distanz gehen, holte aber die ersten drei Runden klar. In der Schlussrunde baute er deutlich ab, so dass sich Ronny Daunke noch einmal in Szene setzen konnte. Jedoch setzte sich in diesem Kampf letztlich die Physis durch und Marcel Erler gewann klar nach Punkten. Jedoch möchte man zu gern wissen, wie der Fight ausgegangen wäre, wenn er noch zwei oder mehr Runden weiter gegangen wäre.

Ferdinand Pilz vs. Kevin Giese
Nach einer kurzen Pause ging es nun im Programm mit den fernöstlichen Kampfkünsten weiter. Im ersten Kampf standen sich in einem wertungsfreien Prestigefight die beiden Nachwuchstalente Ferdinand Pilz und Kevin Giese gegenüber. Da beide noch nicht volljährig sind, kämpften beide noch mit den vorgeschiebenen Bein-Protektoren – das aber hervorragend. Beide offenbarten eine bereits beeindruckende Technikvielfalt für Ihr Alter. An den beiden wird man wohl in der Zukunft noch viel Freude haben. Ich sah leichte Vorteile rot – der Kampf blieb aber, wie schon erwähnt, ohne Wertung.

Tobias Kloß vs. Denis Würdemann
Im nächsten Kampf kämpfte Tobias Kloß gegen Denis Würdemann im Mittelgewicht über die üblichen 3 x 2 Minuten Runden. Tobias Kloß dominierte dabei alle Runde mit seiner überlegenen Physis, wobei sich jedoch Denis Würdemann mit großem Kämpferherz tapfer wehrte. Auffallend war bei Tobias der stark boxlastige Kampfstil, welcher aber seine Stärke zu sein scheint. Als er in der letzten Runde kurz vor dem Gong mit seiner Faust durchkam, musste Denis doch noch einmal  zu Boden. Er konnte sich wieder aufrappeln, jedoch bestand am deutlichen Punktsieg von Tobias keinerlei Zweifel.

Chris Jagusch vs. Christian Pohle

Im nun folgenden Fight sah sich, ebenfalls in der Mittelgewichtsklasse, der dem geneigten Boxfan nicht unbekannte Chris Jagusch dem ebenfalls aus Leipzig stammenden Christian Pohle zu einem Vergleich im Thaiboxstil gegenüber. Ersterer boxte beim vergangenen Event gegen den später noch kämpfenden Fernando Sarabia und erzielte dabei ein Unentschieden. Ich persönlich sah damals aber den Gast leicht vorn.
Auch dieses Mal war der Gast nach meinem Dafürhalten der insgesamt bessere Kämpfer – schon die erste Runde gewann der Mann aus der blauen Ecke im Sturmangriff. Wieder und wieder stellte er Chris in den Seilen. Erst zum Ende hin konnte sich Chris vom Druck etwas befreien. Ab der zweiten Runde wurde der Fight etwas ausgeglichener, obwohl blau weiter die Initiative innehatte. In der letzten Runde ließen beim Gast die Kräfte etwas nach, so dass sich nun auch Chris Jagusch  in Szene setzen konnte. Trotzdem sah ich in der Summe den Gast aus Leipzig leicht vorn, vor allem wegen seinem starken Beginn. Das Urteil lautete jedoch salomonisch auf unentschieden (27:27).

Daniel Zimmermann vs. Tobi Badura
Im letzten Fight vor der obligatorischen Pause standen sich nun im Cruisergewicht der Lokalmatador Daniel Zimmermann vom Boy Gym Coepenick und Tobi Badura vom Boy Gym Leipzig gegenüber. Ersterer konnte bisher in seiner Bilanz bei den fernöstlichen Kampfstilen eine blitzsaubere Bilanz vorweisen und wollte das so fortsetzen. Seinen Gegner musste er jedoch sehr ernst nehmen, wie er in der ersten Runde erkennen musste. Doch ab der zweiten Runde setzte er die klareren Treffer und gewann diese Runde souverän. Zu Beginn der letzten Runde warf Tobi Badura noch einmal alles nach vorn, jedoch bekam Daniel wieder schnell die Oberhand in diesem Kampf und boxte auch die letzte Runde sicher nach Hause. Somit ging das einstimmige Urteil zu Gunsten der roten Ecke auch völlig in Ordnung.

Falko Grütmaker vs. Fernando Sarabia
Der erste Fight nach der Pause  wurden von Falko Grütmaker und dem bereits erwähnten Fernando Sarabia im Halbschwergewicht bestritten. Der Mann aus der blauen Ecke ging in den Kampf wie eine Rakete und setzte seinem Gegner mit schweren Beintreffern zu. Dieser konnte sich ob dieser kräftigen Tritte kaum auf den Beinen halten und ging bereits in der ersten Runde mehrfach zu Boden. Diese schweren Treffer blieben nicht ohne Folgen – Falko konnte den Kampf nach der Ringpause aufgrund einer Knieverletzung nicht mehr fortsetzen. Gute Besserung an dieser Stelle! Aber auch ohne diese Verletzung war nicht zu übersehen, dass er mit dem aggressiven und kompakten Fernando Sarabia massiv überfordert war. Der Ausgang des Kampfes wäre auch so kein anderer gewesen.

Kay Melone vs. Ricky Hartung
Im letzten asiatischen Fight des Abends standen sich ebenfalls im Halbschwergewicht Kay Melone und Ricky Hartung gegenüber. Ersterer verzückte das Publikum beim letzten Kampf durch seine ausgefeilte Beintechnik. Und auch diesmal sollte diese Waffe ein geeignetes Mittel werden. So setzte er in der ersten Runde seinem Gegner aus der blauen Ecke mit seinen Beintritten gehörig zu. Erst zu Ende der Runde fand der Gast so langsam in den Kampf. Auch in Runde zwei fing Kay wieder stark an, musste sich nun aber vermehrt vor Kontern in Acht nehmen. Auch in der letzten Runde hielt Ricky Hartung den Kampf weiter offen – beide Kämpfer versuchten über hitzig geführte Innenfights die Punktrichter für sich zu gewinnen. Jedoch konnte wie in der Runde zuvor kein eindeutiger Sieger ausgemacht werden. So gewann Kay den Kampf vor allem wegen seiner dominanten ersten Runde nach Punkten.

Dennis Gabel vs. Nikita Pankratz
Dieser letzte Fight musste leider wegen Verletzung des Gegners ausfallen. Dafür wird Dennis hoffentlich das nächste Mal wieder zum Zuge kommen.

Auch diesmal wurden die exotischen Box Kämpfe vom Publikum wieder sehr gut angenommen. Vielleicht wird für die Freunde dieser Kampfsportarten ja einmal eine exklusive Veranstaltung organisiert. Denkbar wäre es.

Ronny Gabel vs. Steve Wünsch
Nach den spannenden Kämpfen der fernöstlichen Kampfkunst ging es nun weiter im klassischen Profiboxen. Hierbei standen sich ein weiterer Protagonist der Gabel-Familie, diesmal der Ronny, und der Debütant aus Fürstenwalde, Steve Wünsch, im Halbmittelgewicht über vier angesetzte Runden gegenüber. Schon optisch war hier die Faforitenrolle transparent. Dieser wurde Ronny auch in jeder Hinsicht gerecht. Er bearbeitete seinen Gegner nach allen Regeln der Kunst und es war offensichtlich, dass Steve diesem starken Kämpfer einfach noch nicht gewachsen war. So kam nach etlichen schweren Treffern bereits in der ersten Runde das Handtuch aus der blauen Ecke. Eine vernünftige Entscheidung im Sinne der Gesundheit des Boxers. Aber auch psychologisch wäre dies für den Ringneuling sicher nicht gut gewesen, Ronny sein zerstörerisches Werk vollenden zu lassen. Vielleicht hätte er seinen ersten Kampf lieber zuerst gegen einen leichteren Gegner bestreiten sollen. Für Ronny bleiben hingegen einige Fragen offen – eine richtige Standortbestimmung war das natürlich nicht.

Daniel Zell vs. Tom Pudler
Nach diesem kurzen Intermezzo hatte der amtierende Deutsche Meister der GBA Daniel Zell seinen großen Auftritt. Auch er wird vom Erfolgscoach Mike Wissenbach betreut, dessen Handschrift klar zu erkennen ist.  Sein Gegner am heutigen Abend über sechs Runden sollte Tom Pudler aus Fürstenwald sein. Daniel Zell will sich mit guten Leistungen für höhere Aufgaben empfehlen und seinen eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen.
 Seinem Ruf als guter Techniker wurde Daniel von der ersten Sekunde an gerecht, kontrolliert studierte er seinen Widersacher aus der sicheren Deckung. Aber auch sein Gegner aus Fürstenwalde zeigte gute boxerische Anlagen. Beide kamen in der ersten Runde zu guten Aktionen, wobei sich zum Ende hin eine Überlegenheit Daniels abzeichnete. Trotzdem kam es etwas überraschend, als kurz vor dem Gong ein Treffer Daniel Zells zu einem Niederschlag und zum Anzählen von Tom Pudler führte. Von dieser Aktion bestärkt riss Daniel den Kampf an sich, obwohl sich der Fürstenwalder noch tapfer wehrte. Eines muss man diesem lassen – er zeigte Kämpferherz, auch wenn er in Runde Zwei erneut zu Boden ging. In der dritten Runde machte Daniel dann kurzen Prozess – nach einem ersten Niederschlag ging Tom Pudler nach einem erneuten schweren Treffer durch die Mitte wieder zu Boden und der Ringrichter brach den Kampf zu Gunsten Daniel Zells ab. Auch hier war die Entscheidung richtig, das offizielle Urteil lautete entsprechend „TKO in der dritten Runde“.
Daniel kann nach diesem Kampf optimistisch nach vorn schauen – der nächste Gegner darf dann ruhig eine Nummer schwerer sein. Aber auch Tom Pudler muss man Respekt zollen. Er war zwar noch nicht ganz bereit für diesen starken Gegner, er bringt aber gute boxerische Anlagen mit und vor allem ein gesundes Kämpferherz. Vielleicht sehen wir ihn ja mal wieder. Bei Daniel Zell muss man sich da geradezu sicher sein. Nach einer kurzen Pause konnte es nun in den Hauptkampf des Abends gehen.

Hauptkampf:
Rene Hübner vs. Tino Fröhlich
Im Haupt- und Titelkampf des Abends standen sich Rene Hübner, bei der IFKO-Germany unter Vertrag, und Tino Fröhlich aus Niesky im Cruisergewicht über zehn Runden zur Internationalen Deutschen Meisterschaft nach Version der GBA gegenüber. Rene machte dabei bereits im Vorfeld deutlich, dass er sich über diesen nationalen Titel wieder für internationale Titelfights empfehlen will. Bedingung dafür war eine überzeugende Leistung gegen den nicht zu unterschätzenden Tino Fröhlich. Dieser ist insbesondere für seine besonderen Nehmerqualitäten bekannt. Auch Lars Buchholz konnte sich bereits in einem Kampf gegen ihn davon überzeugen. Trotzdem waren die Rollen in diesem Kampf eindeutig zu Gunsten des Lokalmatadoren verteilt. Ohne Tino zu nahe zu treten – mit seiner extrem hoch gezogenen Hose sah er etwas unförmig aus, jedoch sollte er später kaum für möglich gehaltene Qualitäten zeigen.
Zunächst ließ Rene alle Boxfans und Offizielle auf sich warten – erst nach einigen Minuten ließ er sich zum Kampfe bitten. Möglicherweise war er auch noch nicht richtig bereit, denn in der ersten Runde begann er zunächst sehr verhalten. Auch der Gegner ließ sich noch nicht aus der Reserve locken und versteckte sich hinter einer dichten Deckung. Beide tasteten sich aus einer kompakten Deckung heraus zögerlich ab.
Auch in der zweiten Runde konnte Hübi den Kampf noch nicht so richtig gestalten. Die gedrungenen Gestalt des Gegners, sowie seine exzellente Doppeldeckung boten ihm nur wenig Trefferfläche. Die meisten seiner hart geschlagenen Fäuste prallten irgendwo an der Deckung seines Gegners ab. Zudem kam dieser immer wieder mal mit seinem Jab bei Hübi durch, da dieser oft unschlüssig in der Nahdistanz verharrte, ohne selbst zu agieren. Es fiel schon früh die vernachlässigte Beinarbeit bei Hübi auf.
Ab der dritten Runde gab Hübi dann richtig Gas und malträtierte den Gast aus der blauen Ecke mit üblen Treffern. Irgendwann kam er dann auch mal in der Mitte durch und sofort klaffte eine extrem blutende Wunde auf dem Nasenrücken von Tino Fröhlich. Später sollte sich diese Verletzung als Nasenbeinbruch herausstellen. Desto mehr muss man dem Mann aus Niesky bei Dresden Respekt für seinen Kampfeswillen bescheinigen. An diesem sind bereits andere Boxer in der Vergangenheit verzweifelt. Bis Runde fünf hat der Cutter alle Hände voll zu tun, die Blutung auf dem Nasenrücken unter Kontrolle zu halten – nach meiner Meinung hätte diese extrem stark blutende Wunde durchaus auch zu einem Kampfabbruch gereicht. Überall klebte das verschmierte Blut. Diese Runden gingen auch alle eindeutig an Hübi, der mehrfach versuchte den Kampf vorzeitig zu entscheiden. Er scheiterte jedoch wie schon alle Boxer vor ihm an den bereits erwähnten Nehmerqualitäten seines Widersachers.
Vielleicht ließ sich Hübi davon etwas verunsichern, vielleicht hatte er sich aber in diesen Runden auch nur verausgabt. Jedenfalls ließ er ab der siebenten Runde seinem Gegner wieder mehr Luft, den dieser nutzte um zurück in den Kampf zu finden. Dies muss man Rene an dieser Stelle vorwerfen, denn er baute er seinen zuvor klar beherrschten und angeschlagenen Kontrahenten durch seine Inaktivität geradezu wieder auf. Durch seine vernachlässigte Defensive kam Tino auch immer wieder mit seiner Führhand zum Kopf von Hübi. Und auch wenn dieser immer wieder verneinend den Kopf schüttelte und Gegenaktionen startete – die Treffer zählten!
Erst in der neunten Runde begann Hübi den Kampf wieder zu dominieren, was sich nun in der erneut stark blutenden Wunde bei Tino Fröhlich manifestierte. Man sah deutlich, dass Hübi versuchte über seine Physis den Gegner vorzeitig zu bezwingen. Doch dieser wehrte sich zäh und mit viel Herz, setzte auch immer wieder zu Kontern an. Man war als Betrachter von außen schon beeindruckt, wie sich dieser vermeintliche Underdog gegen den körperlich deutlich robusteren Rene Hübner wehrte. In der letzten Runde gingen beide Boxer auf's Ganze. Der Kampf wurde etwas unsauberer, da beide konditionell stark abgebaut hatten und die Konzentration etwas verloren ging. Aus einer unübersichtlichen Infight-Situation kam es dann leider zu einem Punktabzug für Hübi – ich sah nicht ganz genau ob wegen Hinterkopf- oder Innenhandschlagens. Meines Erachtens hätte eine Ermahnung gereicht, da Tino den Kopf auch tief am Gegner hatte. Hübi, deswegen angesäuert, überzog den Mann aus der blauen Ecke nun mit einem Schlaghagel. Doch diese klaren Treffer zeigten auch diesmal beim Gegner nicht die erhoffte Wirkung.

Der Sieg ging nach einstimmigem Urteil an Hübi, jedoch war dieser Sieg nicht so blitzsauber wie zuvor erhofft. Insbesondere technische Unzulänglichkeiten waren bei ihm zu beobachten, vor allem in seiner Deckungsarbeit. Es ist sicherlich nie einfach gegen einen so kompakten Gegner zu boxen, jedoch muss ein guter Boxer in der Lage sein, über Schlagvarianten und Tempowechsel eine kompakte Deckung aufzureißen. Das alleinige Setzen auf einen starken Punch mag bei einfachen Gegnern gut funktionieren, stärkere bzw.abgeklärtere Gegner sind so jedoch nicht zu bezwingen. Auch nahm er unnötig viele Treffer, die zwar kaum Wirkung zeigten, jedoch ohne Frage in die Wertung mit eingehen. An diesen Dingen muss er einfach konstant arbeiten, damit er sich auch boxerisch weiter nach vorn entwickelt.
Zu guter Letzt muss man auch noch einmal Tino Fröhlich großen Respekt zollen. Er zeigte eine nach seinen Möglichkeiten gute Leistung, bewies sein übergroßes Kämpferherz und war ein unerwartet schwerer Gegner für unseren Rene. Viel Glück auch ihm auf seinem weiteren Weg.

Insgesamt wieder eine gelungene Veranstaltung im Funkwerk Coepenick, welche nach der Sommerpause ihre Fortsetzung finden wird.

Sport frei


 

12.06.2008

Gespräch mit dem GBA-Geschäftsführer Jörg Milcke

Hallo Jörg Milcke, sie sind Geschäftsführer der GBA, warum wurde die GBA gegründet?

Die GBA, die German Boxing Association, wurde aus einem Zwang heraus gegründet. Dieser Zwang hat einen Namen -  BDB, Bund Deutscher Berufsboxer. Dieser BDB hat in der Vergangenheit kleineren Veranstaltern das Leben schwer gemacht, er hat versucht zu verhindern, dass kleinere Verbände Boxveranstaltungen durchführen oder aber auch gute Boxer aufbauen.
Daraufhin beschlossen wir, die GBA zu gründen. Wir wollten damit erreichen, dass bestimmte Machenschaften im Boxgeschäft aufhören. Es darf nicht sein, dass große Boxställe wie beispielsweise der Universum-Boxstall eines Peter Kohl die Regeln diktiert, wie in Deutschland Boxveranstaltungen durchzuführen sind. Daher gilt es zu verhindern, dass große Veranstalter die Kleinen unterdrücken, ihnen ihre Regeln aufzwingen bzw. sie gar nicht erst hochkommen lassen.
Sonst ist der Aufbau eigener guter Boxer kaum möglich, zumal das ja auch eine Kostenfrage darstellt. Bekanntermaßen sind große Boxveranstaltungen mit hohen Kosten verbunden, die sich dann jedoch nicht amortisieren können, wenn der BDB bestimmte Boxkämpfe verhindert, wie es in der Vergangenheit schon vorgekommen ist.

Also kann man von guter Zusammenarbeit mit dem BDB kaum reden?

Genau so ist es, obwohl wir seit kurzem eine Besserung verspüren. Wir konnten die ersten vier Jahre unseres Bestehens keine Akzeptanz seitens des BDB erkennen. Erst als unsere Veranstaltungen immer zahlreicher, größer und erfolgreicher wurden, gerieten wir ins Visier des BDB. Nun waren wir Konkurrenz und die galt es, gar nicht erst hochkommen zu lassen. Nun spürten wir auch die Repressalien, die bis zu offenen Angriffen auf uns, wie in diesem Jahr geschehen, gipfelten.

Können sie da konkret werden?

Natürlich, kürzlich rief der BDB-Vorstand Bodo Eckmann die Hauptzentrale der IBF, dem zweitgrößten Boxverband der Welt an, um bestimmte Kämpfe der GBA zu verhindern und um unserem Verband zu schaden. Ein anderes Beispiel ist der Fall unseres Champions Yakub Saglam, Deutscher Meister im Schwergewicht nach GBA, dieser wurde genötigt, eine Lizenz des BDB zu erwerben, um überhaupt seinem Beruf als Boxer nachgehen zu dürfen. Das ist doch wohl eine Frechheit, denn umgekehrt dürfen Boxer des BDB ohne Probleme bei uns boxen. Wer an diesem Fall interessiert ist, kann diesen Vorgang auf unserer Homepage (www.boxgba.de) verfolgen. Jedoch haben uns diese Angriffe nicht von unserem Weg abbringen lassen, im Gegenteil, wir sind gestärkt daraus hervorgegangen.

Inwiefern gestärkt?

Inzwischen ist es uns gelungen, viele BDB-Boxer davon zu überzeugen, auch bei Veranstaltungen unseres Verbandes zu boxen. Das wurde ihnen ja vorher explizit vom BDB verboten. Sie müssen auch keine GBA Lizenz erwerben, um bei uns zu boxen.

Was unterscheidet die GBA noch vom BDB?

Wir haben zum größten Teil deutsche Boxtalente, die wir in die Spitze führen wollen. Diese werden bei uns von Anfang an aufgebaut, sie lernen das Boxen bei uns, entwickeln sich bei uns und erringen bei uns ihre Erfolge. Anders beim BDB, dort werden viele Boxtalente aus dem Ausland geholt, vorzugsweise aus Osteuropa. Ein weiterer Unterschied besteht zum Beispiel in der internen Organisation unseres Verbandes. Bei uns ist es bei Vorstandsentscheidungen üblich, dass jedes Vorstandsmitglied persönlich anwesend sein muss, sonst werden keine Entscheidungen getroffen. Anders beim BDB, dort ist es möglich, Stimmenübertragungen durchzuführen. Das öffnet natürlich Tür und Tor für mögliche Mauscheleien.

Herr Milcke, wann wurde die GBA gegründet und was gibt es über sie zu berichten?

Die GBA besteht jetzt im fünften Jahr, in dieser Zeit konnten wir uns doch schon recht beachtlich etablieren. 2007 führten wir 37 Veranstaltungen durch, das waren mehr, als der BDB zustande brachte. Wir besitzen zurzeit 438 Mitglieder, jedoch ist diese Mitgliederzahl ständig steigend. Unsere Internetpräsenz ist unter www.boxgba.de zu finden, dort kann man sich weiter über unseren Verband informieren. In unserem Verband arbeiten Dutzende Boxställe zusammen, unsere Boxer werden von qualifizierten Trainern und Sekundanten betreut, beispielsweise Mike Wissenbach, Michael Petermann oder aber Peter Pelk.

Die letzte GBA-Versammlung beschloss einige Neuerungen, was gibt es da mitzuteilen?

Richtig, wir kamen zu dem Entschluss, innerhalb der GBA eine Abteilung für Kick- und Thaiboxen sowie K1 zu gründen. Sportlicher Leiter in diesem Bereich wird Hendrik Gabel sein. Er ist allein schon durch seine Vita für diesen Posten prädestiniert, da er ja selbst viele Kampferfolge in diesem Bereich zu verzeichnen hat. Hendrik wird zusammen mit Lars Buchholz den Amateur- sowie Profibereich betreuen und auch trainieren.

Warum diese Entscheidung?

Es hat sich ja bei unseren vergangenen Veranstaltungen gezeigt, dass ein großes Interesse seitens der Zuschauer besteht, Mixveranstaltungen aus Profiboxen und Thai- bzw. Kickboxen sowie K1 zu besuchen. Thai-, Kickboxen sowie K1 erfreut sich ungeheurer Beliebtheit, da es durch das Fernsehen bekannt wurde und sehr spektakulär ist. Wir folgen mit unserem Entschluss auch dem Wunsch des Publikums, solche Mixveranstaltungen durchzuführen. Es wird in Zukunft wie beim Boxen Deutsche sowie Internationale Meisterschaften geben.

Wie sieht es hier mit Talenten aus?

Da kann ich beispielsweise das Boxgym Köpenick hervorheben, denn hier wird seit langem gute Arbeit geleistet, um jungen Kämpfern die Möglichkeit zu geben, ihr Talent bei großen Veranstaltungen unter Beweis zu stellen. Es hat sich gezeigt, dass wir ein großes Kontingent an talentierten Kämpfern zur Verfügung haben, die sicherlich in Zukunft noch von sich Reden machen werden. Diese werden sehr gut betreut, werden für zukünftige Herausforderungen optimal aufgebaut und haben nach Aussagen der Trainer sehr gute Chancen, zukünftig internationale Titel zu erringen.Besonders hervorzuheben ist aber auch, dass sehr viele Mädchen und Frauen Interesse an diesem Sport zeigen, dass beweisen uns die steigenden Mitgliedszahlen bei den weiblichen Kämpfern.

Herr Milcke, welche Erfolge haben die Boxer der GBA denn aufzuweisen?

Wir können sehr stolz sein, denn wir haben viele nationale sowie internationale Erfolge vorzuweisen. Ich will hier nur einige nennen, da wären etwa Zapir Gereew, Rene Mahling sowie Bihes Barakat, die alle amtierende IBF Junioren Weltmeister sind. Weiterhin sind sicherlich die beiden WBC Junioren Weltmeistertitel zu erwähnen, die durch Zapir Gerew und Sebastian Wille gewonnen wurden. Aber auch Robert Rolle, der als GBA Mitglied den ersten IBF East & Western Europameisterschaftstitel erkämpfen konnte, sollte nicht unberücksichtigt bleiben. In unseren Reihen stehen weiterhin mehrere GBC Weltmeister sowie Deutsche Meister der verschiedensten Verbände.

Beeindruckend, was ist demnächst bei der GBA geplant?

Danke, zunächst ist die GBA beim IBF-Kongress, welcher vom 26. bis 31.5.2008 in Hamburg stattfinden wird, vertreten. Unser Vorstand sowie Ringrichter und Verbandsärzte werden daran teilnehmen, es werden mehrere Schulungen durchgeführt. Kurzum, wir werden die Zusammenarbeit mit dem IBF noch intensivieren. Im Jahr 2008 planen wir auf alle Fälle mehr Veranstaltungen zu organisieren, als das 2007 der Fall war. So wird es etwa am 4.10.2008 eine große Veranstaltung in Bautzen geben, die von Eurosport übertragen werden wird. Pelk Promotion plant dort unter Aufsicht der GBA, die „Deutsche Eiche“ Timo Hoffmann kämpfen zu lassen. Das wird dann der erste Auftritt von Timo Hoffmann für die GBA sein. Weiterhin ist ein IBF-Kampf im Gespräch, nähere Informationen dazu kann man später im Internet erhalten.

Herr Milcke, welche Ziele möchten sie mit der GBA noch erreichen?

Da gibt es einiges, wir wollen zum einen ein national sowie international anerkannter Boxverband werden. Da gibt es noch Nachholbedarf. Obwohl wir schon viele Kämpfe im In- und Ausland hatten, beispielsweise in Belgien, Italien, Frankreich, Holland oder der Türkei gibt es noch Probleme mit der EBU, dem europäischem Boxverband. Dieser weigert sich leider noch, mit unserem Verband zusammenzuarbeiten. Hier hat nun die IBF einen neuen Europameistertitel geschaffen, der als Angriff auf die EBU gesehen werden kann. Wir als GBA sehen das natürlich mit Interesse, wir können ja an dieser Meisterschaft teilnehmen (Robert Rolle ist hier Europameister geworden). Vielleicht bringt dieser Konflikt zwischen der EBU und dem IBF ja erstere endlich dazu, kooperativ zu handeln und uns nicht weiter zu diskriminieren.
Ein weiteres Ziel sehe ich natürlich in der stärkeren Vermarktung unser Boxer, dazu kann das Fernsehen einen großen Beitrag leisten. Nur wer gesehen wird, kann bekannt werden! Dazu haben wir mit der Kooperation mit Eurosport den ersten Schritt getan. Ziel kann es jedoch nur sein, uns langfristig an einen bekannten Fernsehsender zu binden.
Weiterhin hoffen wir natürlich auf steigende Mitgliederzahlen, denn nur ein zahlenmäßig starker Verband kann im großen Geschäft mitmischen und seine Pläne durchsetzen.
Und letztendlich wollen wir auch in der Zukunft viele interessante und spektakuläre Veranstaltungen anbieten, die das Publikum in Begeisterung versetzen sollen.
Wir wissen, es gibt noch viel zu tun, doch wir sind auf einem guten Weg.

Herr Milcke, wir bedanken uns bei ihnen für dieses Gespräch und wünschen ihrem Verband für die Zukunft alles Gute.


 

12.06.2008

Interview mit Profiboxtrainer Mike Wissenbach

Hallo Mike, Du bist der Cheftrainer der IFKO, du betreust unter anderem den Hauptakteur des Kampfabends, Rene Hübner, wie kamst du mit dem Boxsport in Berührung?

Schon sehr früh, mit nicht einmal 6 Jahren. Mein Vater war Boxer, da lag es nahe, dass meine Brüder und ich, wir sind übrigens Drillingsbrüder, uns beim TSV Rudow erste Sporen im Boxen verdienten.

Warst du erfolgreich?

Natürlich, denn ich konnte auch große Erfolge erringen, ich war beispielsweise Norddeutscher und Berliner Meister sowie Deutscher Amateur Vizemeister. In meiner Juniorenzeit kam ich auf über 90 Amateurkämpfe, konnte mit 18 Jahren also kampferfahren ins Profilager wechseln. Zwischendurch schloss ich jedoch noch erfolgreich meine Lehre ab, ich lernte Einzelhandelskaufmann in der Schmuck- und Uhrenbranche. Dann ging es weiter im Profiboxen, auch hier konnte ich mich gut „durchboxen“, denn ich wurde 1987 Deutscher Meister im Super Mittelgewicht.

Alle Achtung, aber warum wurdest du Boxtrainer?

Boxen war und ist mein Leben, man kann schwer davon loskommen, und was liegt näher, nach der aktiven Zeit Boxtrainer zu werden? Außerdem komme ich sehr gut mit jungen Leuten aus, sie respektieren mich und ich kann mein Wissen über den Boxsport an die Jugend weiter geben. Was kann es also schöneres geben?

Sprechen wir nun mal über deine Erfolge als Trainer!

Hier sind wohl schon einige zu nennen, vor meiner Zeit bei IFKO betreute ich Danny Thiele, er wurde WBB Weltmeister, ebenso Emanuel Ossie, dieser konnte zusätzlich noch den Europameistertitel erringen. Bei der IFKO haben wir die Deutschen Meister Daniel Zell und Lars Buchholz, ich betreue den Intercontinental Weltmeister Hendrik Gabel und den GBU- sowie GBC Weltmeister Rene Hübner. Mein größter Trainererfolg jedoch war die Junioren Weltmeisterschaft der WBC von Sebastian Wille.

Du hast ja ein sehr kameradschaftliches Verhältnis zu deinen Boxern, wo siehst du ihre Stärken?

Ich glaube, alle meine Boxer haben eins – ein großes Talent. Nur dann lohnt es sich auch, hart zu arbeiten, nur dann haben die Boxer das Zeug zur Spitze! Jedoch ist es ein harter Weg nach oben, ich weiß das aus Erfahrung. Voraussetzung hierfür sind eine permanente Förderung und ein gutes Management. Nicht zu vergessen die finanzielle Unterstützung  beispielsweise durch Sponsoren, daran fehlt es noch oft.

Und was möchtest Du mit deinen Boxern noch erreichen?

Was will ein Boxtrainer? Natürlich Titel für seine Schützlinge! Aber nicht irgendwelche, sondern die anerkannten, die professionellen Titel im Seniorenbereich. Ich träume da ganz besonders von den Verbänden WBC, WBA und IBF! Für mich ist es aber ebenso bedeutsam, dass meine Boxer vom Sport leben können, dass sie finanziell gut stehen, so dass ihr Kopf frei wird für das Wichtigste, das Boxen.

Du bist schon lange bei der IFKO, seit wann und warum?

Stimmt, seit 2005. Tja, warum, das ist einfach zu beantworten, weil die Leute hier korrekt sind. Wir sind ein sehr gutes Team, verstehen uns einfach prächtig. Hier wird auch das Menschliche gesehen. Und eins gefällt mir besonders, dass hier so viele junge Leute gefördert werden. Und man darf nicht vergessen, außer Rene Hübner sind alle Boxer ohne Amateurlaufbahn, was ohne Zweifel ein Nachteil sein kann. Das erfordert eine ungleich höhere Trainer- aber auch Trainingsleistung, man hat andere Voraussetzungen. Doch darin sehe ich gerade die Herausforderung!

Möchtest du uns etwas zu deinem privaten Umfeld erzählen?

Ja, ich bin bald 25 Jahre glücklich verheiratet mit meiner lieben Frau Conny, habe zwei wunderschöne Kinder Angelina und Jennifer, was will man mehr? Im Juli feiern wir Silberhochzeit!!! Kurz, ich führe ein glückliches Privatleben. Ja, und Hobbies? Auch da ist es doch schön, dass mein Beruf gleichzeitig mein Hobby ist – das Boxen.

Nun noch ein kurzes Statement zum Kampfabend!

Rene Hübner wird Internationaler Deutscher Meister im Cruisergewicht, außerdem rechne ich mit Siegen meiner anderen Schützlinge.

Mike Wissenbach, wir danken dir für dieses Gespräch und wünschen dir und deinen Boxern viel Erfolg am Kampfabend.

 


 

12.06.2008

Interview mit Profiboxer Rene Hübner

Hi Hübi, Du bestreitest den Hauptkampf des Abends, wie kamst du eigentlich zum Boxen?

Als 7jähriger Knirps begann ich mit dem Judo, war zweimal Bezirksmeister, gewann mehrere Turniere und erkämpfte immerhin den Blaugurt. Da mein Vater Boxer beim ASK war, fuhr ich später zweigleisig, also Boxen und Judo, ab 14 entschied ich mich, nur noch zu boxen.

Kannst du uns etwas über deine Erfolge als Amateur berichten?

Hier konnte ich auch massenhaft Erfolge erringen, so Spartakiadesiege und Bezirksmeistertitel. Bei den Senioren ging es erfolgreich weiter, ich wurde Landesmeister, kämpfte in der Bundesliga für Frankfurt/Oder und konnte mich über Turniersiege z.B. in Polen, Belgien oder Tschechien freuen.

Wie begann dein Profidasein?

Seit 2000 bin ich im Profigeschäft, welches ich anfangs doch etwas unterschätzte. Daraus musste ich schnell die Konsequenzen ziehen – viel mehr trainieren und einen unbedingten Ehrgeiz zeigen! Das Ergebnis ist, ich war nun unter den Top 100 der Welt!

Und wie steht es um deine Erfolge im Profilager?

2006 wurde ich GBC Weltmeister im Cruisergewicht, 2007 ging es weiter mit dem GBC-Interimsweltmeistertitel und dem Gewinn der GBU Weltmeisterschaft, ebenfalls im Cruisergewicht. Für den Kampfabend am 31.Mai betrifft, hoffe ich sehr, den Kampf um die Internationale Deutsche Meisterschaft zu gewinnen.

Hübi, welche Ziele hast du für die nächste Zeit?

Ich will unbedingt den Deutschen Meistertitel holen, denn nur dann kann ich richtig neu durchstarten. Danach werde ich eine Reihe von Aufbaukämpfen absolvieren und diese hoffentlich auch gewinnen, um dann an die großen Gegner und Kämpfe zu kommen. Ich will schließlich international boxen und erfolgreich sein!

Du hättest ja überall boxen können, warum gerade bei der IFKO-Germany und seit wann bist du hier?

Hier in Köpenick stimmt einfach das komplette Umfeld – ich habe einen Top Trainer, die Betreuung für uns Boxer ist exzellent, unser Boxgym ist nicht zu toppen und  - auch sehr wichtig – das Management stimmt! Ich bin nun seit 2007 bei der IFKO und sehr zufrieden.

Was kannst du uns über den Privatmann Rene Hübner berichten?

Ich genieße mein Privatleben, denn  ich lebe seit 6 Jahren glücklich in einer Beziehung mit meiner Lebensgefährtin Jeannette und meiner angenommenen Tochter Eve Chantalle. Tja, und natürlich nicht zu vergessen mein größtes Hobby, das Motorradfahren!

Hübi, ein letztes Statement noch zum anstehenden Titelkampf ?

Dieser Kampf wird sehr wichtig für mich, denn es gibt nur einen Deutschen Meister – und der will ich sein! Dieser Sieg soll den Grundstein für mehr legen – für einen internationalen Titel! Ich freue mich schon auf die kommenden Gegner, ich bin bereit!

Wir danken Dir für dieses Gespräch und drücken dir für den Kampf die Daumen!


 

06.05.2008

Basti "Fantasti" Wille feiert Geburtstag

Nun ist es auch bei Sebastian Wille so weit: er feiert seinen 21. Geburtstag! Wir von IFKO Germany und auch alle Deine Freunde gratulieren Dir ganz herzlich und wünschen Dir weiterhin so tolle Erfolge, super Kämpfe und Glück, Gesundheit - kurzum alles nur erdenklich Gute zum Gebutstag! Weiter so, Basti!!!

wm


 

23.03.2008

Meistertrainer Mike Wissenbach hat Geburtstag

Unser Meistertrainer Mike Wissenbach feiert heute Geburtstag. Dazu gratulieren wir Dir, lieber Mike ganz herzlich und wünschen viel, viel Glück, immer massig Kohle, nie kaputte Autos, Glück mit den Frauen und natürlich eine bombige Gesundheit. Bleib so wie du bist, genau so schätzen wir dich !!! Und bleib uns treu, denn es gibt keinen Besseren !

wm


 

21.04.2008

Lars Buchholz ist Vater geworden

Das Glück hat bei Familie Buchholz zugeschlagen: unser GBC-Intercontinental - Weltmeister und Lokalmatador Lars Buchholz ist Vater geworden !!! Lars steht also nicht nur im Boxring seinen Mann!

Dazu Dir und Deiner Traumfrau die allerherzlichsten Glückwünsche !!!

wm


 

02.04.2008

29.03.2008, Boxabend beim BOX-GYM im Funkwerk Coepenick

Und wieder fand ein Boxevent der IFKO im Alten Funkwerk zu Coepenick statt. Eigentlich sollte der Abend ja in der Dynamohalle am Sportforum stattfinden, jedoch platzte der Hauptkampf mit Rene Hübner wegen einer Verletzung. Somit waren die Veranstalter gezwungen dieses Event nach Hause ins Alte Funkwerk zu verlegen.

Dennoch kamen wieder über 1100 Boxfans, um sich die 12 Kämpfe anzusehen und sie sollten nicht enttäuscht werden. Der Veranstalter konnte gleich mit einigen Neuerungen aufwarten. So gab es im VIP Bereich nette Damen, welche die Getränke gekühlt den Gästen servierten und es gab ein neues Boxheft „Im Ring“ welches von allen Seiten sehr gelobt wurde.

Eine Bereicherung zum Boxen sind die Thai-Kämpfe allemal. Die Zuschauer nahmen diese Fights sehr gut an. Dieser Teil des Abends sollte unbedingt beibehalten werden. Die Boxabende sind sicherlich schon eine der ersten Adressen, nicht nur in Berlin. Durch die Thaikämpfe werden die Veranstaltungen im Alten Funkwerk auch interessanter. Neue Zuschauer werden dadurch in jedem Fall gezogen. Aber nun im Einzelnen zu den Kämpfen:

Ronny Gabel vs. Willi Plato
Da der vorgesehene Gegner von Ronny Gabel Denis Roon nicht antrat, konnte sich Ronny aber wenigstens in einem Demokampf gegen Willi Plato Kampfpraxis holen, welcher aber wertungslos blieb.

Ronny Mittag vs. Markus Senf
Die seitens des Gegners angekündigte Revanche blieb auch in diesem Rückkampf aus – Ronny Mittag ließ zu keinem Zeitpunkt  irgendwelche sportlichen Fragen offen. Er dominierte den Kampf über angesetzte 6 Runden mit überlegener Physis und ließ seinem Gegner keine Luft zum Atmen. Nachdem Ronny Mittag bereits die ersten beiden Runden klar für sich entschieden hatte, wurde die dritte Runde zu einem Triumph seiner Überlegenheit. Kurz vor dem Gong konnte er seinen Gegner ausknocken und der Kampf wurde nach offiziell 2:55 Minuten nach KO abgebrochen.

Hendrik Gabel vs. Ronny Daunke
Im ersten Hauptkampf des Abends wollte Hendrik Gabel gegen Ronny Daunke beweisen, dass er noch keineswegs zum alten Eisen gehört. Es ging um den vakanten GBC Titel. So wurde der Kampf über ganze 12 Runden angesetzt, über welche es jedoch erwartungsgemäß nicht gehen sollte. Wurde sich in der ersten Runde von beiden Boxern noch abgetastet, ging es in der zweiten schon so richtig zur Sache. Nachdem Hendrik Gabel einen harten Leberhaken setzen konnte, ging sein Gegner Ronny Daunke das erste Mal zu Boden und wurde angezählt. Er rappelte sich jedoch noch einmal auf, kassierte jedoch wenige Sekunden danach einen erneuten schweren Körpertreffer, so dass der Kampf nach 1:22 Minuten in der zweiten Runde mit KO-Sieg für Hendrik Gabel beendet wurde.

Christoffer Jagusch vs. Fernando Sarabia
Nach einer kleinen Erfrischungspause ging es dann in die große Thai-Box Runde. Bekanntlich sind alle Thaibox-Kämpfe regulär über 3 x 3min angesetzt. Den ersten Kampf bestritten Christoffer Jagusch und Fernando Sarabia in der Mittelgewichtsklasse. Beide schenkten sich nichts, es war ein offener Schlagabtausch. Ich hätte in meinem subjektiven Urteil Sarabia leicht vorn gesehen, aber das ist halt Ansichtssache. Die Kampfrichter gaben das salomonische Unentschieden.

Dino Kaspritzki vs. Felix
Im nächsten Thai-Fight standen sich Dino Kaspritzki und Felix in den Ringecken gegenüber. Nachdem sich beide Kämpfer „beschnupperten“, dominierte ab der 2. Runde Felix diesen Fight, wobei sich Dino Kaspritzki nie aufgab und immer wieder versuchte, seinen Gegner zu treffen, jedoch war der Bremer Felix technisch besser, setzte sowohl die Fäuste, als auch seine Beine geschickt ein. Kaspritzki versuchte vor allem mit den Fäusten zu beeindrucken.  Hier setzte sich nach gutem Kampf  der Mann aus der blauen Ecke Felix nach Punkten durch.

Aki Krüger vs. Chris

Der nächste Kampf wurde im populären K1 zwischen dem Lokalmatador Aki Krüger und Chris ausgetragen. Beide Kämpfer machten abwechselnd den Kampf, wobei Chris eher den Infight dominierte und Aki eher in der Distanz effektiver war. In der dritten Runde verletzte sich jedoch Aki leider, so dass der Kampf mit einem technischen Unentschieden gewertet wurde. Man hofft, dass diese Ansetzung noch einmal wiederholt wird, damit es einen regulären Sieger geben kann. Gute Besserung an Aki Krüger.

Dennis Pennecke vs. Deniz Zengin
In der nächsten Ansetzung ging es wieder um einen Sieger im Thai, es standen sich Dennis Pennecke und Deniz Zengin aus Bremen im Halbschwergewicht gegenüber. Dabei sah ich Deniz Zengin mit physischen Vorteilen, die sich insbesondere in der Nahdistanz deutlich zeigten. Dennis versuchte den Kampf aus der Distanz zu machen, wird aber auch immer wieder gut ausgekontert. So ist der Fight insgesamt recht ausgeglichen, nach meiner Ansicht mit leichten Vorteilen für den Gast. Letztlich sehen aber auch hier die Kampfrichter eine ausgeglichene Leistung und geben ein Unentschieden.

Kay Melone vs. Frank Bosma
Der letzte Thai-Boxkampf  brachte noch einmal zwei Kämpfer aus dem Halbschwergewicht zusammen: Kay Melone und. Frank Bosma ebenfalls aus Bremen. Beide verschwendeten auch keine Zeit mit abtasten und lieferten sich von Beginn an einen packenden Fight. Während die erste Runde noch recht ausgeglichen war, konnte sich Kay ab der zweiten Runde immer besser in Szene setzen. Insbesondere durch seine fortlaufenden Wurfeinlagen konnte er die Punktrichter von sich überzeugen. Er war vermutlich der thai-boxendste Kämpfer des ganzen Abends und holte sich verdient den Punktsieg.

Insgesamt wurden die K1- und Thai-Box Kämpfe vom Publikum sehr gut angenommen. Die Kampfsport-Richtungen sollten auch in Zukunft eine Bereicherung und Auflockerung des Box-Abends darstellen.

Marc Wischniwski vs. Varol Vekiloglu
Nach dieser Gala der fernöstlichen Kampfsportarten ging es nun weiter im klassischen Boxen. Im Cruiser-Gewicht standen sich nun Marc Wischniwski und Varol Vekiloglu für 4 angesetzte Runden gegenüber. Die erste Runde war für beide Kämpfer noch sehr ausgeglichen. Während Varol der etwas aktivere der beiden war, konnte Marc einige sehr gute Körpertreffer landen. Auch die zweite Runde gestalten beide Kämpfer sehr gleich verteilt, jedoch baut Marc zum Ende der Runde hin etwas ab. In der dritten Runde geht Varol Vekiloglu zielstrebig seinen Weg, das Ende witternd. Die Kondition von Marc Wischniwski lässt nun immer weiter nach, so dass nun Varol fast ungehindert den Kampf diktiert. Gegen Ende der dritten Runde bricht daher der Ringbetreuer von Marc den Kampf wegen deutlicher Unterlegenheit seines Kämpfers ab. Insgesamt wirkte Varol Vekiloglu konditionell stärker, aber auch in der boxerischen Anlage reifer als sein Gegner.

Sebastian Wille vs. Rashad Karimov
Nun folgte ein weiteres Highlight des Abends in Form eines Aufbaukampfes des amtierenden WBC-Junioren Weltmeisters Sebastian Wille gegen den bekannt starken Rashad Karimov im Halbschwergewicht über 8 Runden. Letzterer konnte im Rahmen der letzten Boxgala Senol Cente nach Punkten deutlich bezwingen, so dass dessen Qualitäten außer Frage standen. Und doch durfte sich Sebastian davon nicht beeindrucken lassen, sollte dieser Kampf doch nur die Vorstufe zu Titelverteidigung im Herbst sein.

Beide verschwendeten keine Zeit mit Abtasten und machten Tempo. Beide waren agil auf den Beinen, Basti konnte sich durch seine herausragende Defensivtechnik ein ums andere Mal den Treffern des Gegners entziehen, welcher versuchte, ihn physisch unter Druck zu setzen. Und er war immer wieder in der Lage die Deckung von Rashad aufzureißen. In der zweiten Runde wechselte die Initiative, so dass man aufgrund der Aktivität Basti durchaus diese Runde geben kann. In der nächsten Runde kommt Rashad jedoch zurück in den Kampf und macht seine vermutlich beste Runde. Basti hat alle Fäuste voll zu tun, um den nun drängenden Gegner abzuwehren. Es war aber auch klar, dass Rashad dieses Tempo unmöglich bis zum Ende durchhalten konnte, obwohl er auch als sehr konditionsstark einzuschätzen ist.

So begann sich das Blatt ab Runde vier kontinuierlich in Bastis Richtung wenden. Er gab in meinen Augen keine der Runden bis zur letzten mehr ab, obwohl Rashad bei weitem noch nicht geschlagen war. Er versuchte immer wieder über seine körperliche Robustheit zurück in den Kampf zu finden, jedoch zahlte sich hier immer wieder die Handschrift des Trainers Mike Wissenbach aus. Die Oberkörperarbeit seiner Schützlinge ist immer wieder beeindruckend. Selbst aus den ausweglos scheinendsten Situationen kann sich Basti irgendwie befreien. Zudem ist er immer wieder ein Konditionswunder für mich. Er scheint von Anfang bis Ende kein bisschen nachzulassen und wirkt in den letzten Runden fast immer noch so fit und agil wie in den ersten. Dies ist sicherlich ein ganz großer Vorteil für Basti, den er immer besser zu nutzen versteht.

So bleibt Rashad gar nichts anderes übrig, als in der letzten Runde noch einmal alles in die Wagschale zu werfen. Nach einigen kassierten Treffern, kann Basti die Welt mit ein paar schnellen Treffern wieder gerade rücken. Rashad ist nun deutlich gezeichnet, blutet aus der Nase. Um so mehr ist es ihm anzurechnen, dass er in den letzten Sekunden des Kampfes noch einmal alles versucht. Basti muss hier kurz vor Schluss noch einmal schwere Treffer kassieren, welche er jedoch unbeschadet übersteht. So steht nach diesem tollen Kampf der einstimmige Punktsieg für Sebastian außer Frage. Es ist immer wieder eine Freude, diesen Jungen kämpfen zu sehen. Man wird ihm alles Gute für die Zukunft wünschen – vielleicht ist ihm ja eine große Zukunft vergönnt. Dazu kann er sich aber getrost noch Zeit lassen.

Lars Buchholz vs. Steve Krökel
Im zweiten Hauptkampf des Abends ging es nun um sehr viel. So bewarben sich der GBC Intercontinental-Weltmeister im Halbschwergewicht Lars Buchholz und Steve Krökel um den vakanten Titel des Deutschen Meisters im Halbschwergewicht nach Version der GBA, angesetzt über 10 Runden. Kam Lars Buchholz zu seinem letzten Titel noch fast wie die Jungfrau zum Kinde, konnte er sich auf diesen Meisterschaftskampf  doch etwas intensiver vorbereiten. Dabei war sich das fachkundige Boxpublikum einig, dass sein Gegner durchaus als sehr kampfstark einzuschätzen war.

Und Steve Krökel zeigte allen, dass diese Einschätzung richtig war. Er ist ein ähnlich taktischer Boxer wie Lars und kommt diesem damit natürlich nicht entgegen. Beide tasteten sich ihrem Stil entsprechend in den ersten drei Runden etwas ab, mit leichten Vorteilen für Steve Krökel, da Lars sich noch nicht so richtig auf ihn eingeschossen hatte. Aber es ist ja auch kein Geheimnis, dass Lars immer etwas Zeit braucht, um in den Kampf zu finden. Das ist einfach seine boxerische Mentalität, er studiert seinen Gegner und erarbeitet sich das Selbsvertrauen.

Ab der vierten Runde war er dann soweit, Lars riss den Kampf an und punktete solide. Dabei konnte er sich den Angriffen seines Gegners immer wieder geschickt entziehen. Zwei Runden später war Steve dann schon im Gesicht gezeichnet und Lars machte nicht den Eindruck, als dass er in seinen Bemühungen nachlassen würde. Er teilte sich seine Kräfte geschickt ein, und blieb so bis zum Ende hin hoch konzentriert. In Runde sieben unterbricht der Ringrichter die Kämpfer und ermahnt Steve Krökel wegen Inhandschlagens. Der Ringrichter bekam dafür eins von Lars auf die Nase, da er seinen Gegenangriff nicht mehr abbremsen konnte. Der Unparteiische bewies aber Nehmerqualitäten und nach einem kurzen Augenrollen und Kopfschütteln gab er den Kampf wieder frei. Ab da vernachlässigte er aber seine Deckung nicht mehr so sträflich ;-). Die Runde ging somit klar an Lars, der damit nach Runden seinen Punktvorsprung ausbauen konnte.

Auch Runde acht konnte Lars deutlich für sich entscheiden und so war allen bewusst, dass Steve nun aufs Ganze gehen müsste, wollte er in diesen Kampf noch etwas reißen. Dies versuchte er nun mit allen ihm zur Verfügung stehende Mitteln und er setzte Lars gehörig unter Druck. Der blieb seinem Gegner aber nichts schuldig und konterte eindrucksvoll zurück. In der letzten Runde ließen die Kräfte bei Steve Krökel dann nach, so dass er sich nach erneuter Unsauberkeit eine Verwarnung einhandelte. In der Gewissheit, nun nur noch über einen KO zum Titel zu kommen, setzte er in den letzten Sekunden des Kampfes noch einmal alles auf eine Karte. Lars konnte sich aber wieder mustergültig befreien und setzte mit einer Schlagserie selbst die Krone auf.

Am einstimmigen Sieg nach Punkten gab es somit absolut nichts zu deuteln und Lars Buchholz kann sich nun mit dem Titel Deutscher Meister im Halbschwergewicht nach Version der GBA schmücken.Den GBC Titel musste Lars niederlegen, da er eine höhere Wertigkeit  als die deutsche Meisterschaft hat. Dies nur am Rande bemerkt. Die gut 1100 Zuschauer feierten den Lokalmatador würdig und auch der Gegner bekam den ihm gebührenden Respekt. So ging ein hochklassiger Boxabend mit einem würdigen Abschluss zu Ende.

Sport frei
GordoniX & RaiLue


 

15.02.2008

RTL - Radiointerview mit dem Juniorenweltmeister der WBC - Sebastian Wille

Wir haben hier ein sehr interessantes Radio-Interview mit unserem frischgebackenen WBC-Junioren-Weltmeister Sebastian Wille. Äußerst aufschlussreich.

Lasst es euch nicht entgehen!!!

Hier zum Interview


 

16.01.2008

Aktueller Bericht - Boxen am 12. Januar 2008

 

Vorweg: Für den arbeitsbedingt verhinderten R.L. mache mal ich heute stellvertretend den Wandzeitungsredakteur.

Am gestrigen Tage lud die IFKO - Germany wieder einmal zu einer sehr verheißungsvollen Boxveranstaltung ein. Höhepunkte sollten der Vorbereitungskampf von Juliane Koffnit um die deutsche Meisterschaft im März 2008, sowie der Hauptkampf von Hendrik Gabel um die WM-Krone der GBC sein. Beide Kämpfe kamen so leider nicht zu Stande, was verschiedene Ursachen hat.

Zuerst zu Jule: Die potentielle Gegnerin Tatjana Dieckmann hat leider die Frechheit besessen mit unglaublichen 10 kg! Übergewicht beim offiziellen Wiegen zu erscheinen. Das ist in meinen Augen ein Schlag ins Gesicht gegenüber Jule, die sich ja geraume Zeit auf diesen Kampf vorbereitete. Und 10 kg futtert man sich nicht eben so beim Vesper mal an. Ich hoffe, dass hier auch der Verband mal seine Augen offen hat.

Und auch Hendrik Gabel ereilte das Pech, leider in anderer Form. So verletzte er sich beim Sparring in der Woche an der Rippe, so dass der Arzt keine Kampfempfehlung gab. Nachvollziehbar und auch vernünftig, wenn auch sehr schade. Aber um es schon mal vorweg zu nehmen - der Hauptkampf fand statt, nur mit einem anderen Protagonisten. Aber später mehr.

Zunächst muss ich leider zugeben, dass ich die ersten beiden Kämpfe vertrödelt habe - Asche auf mein Haupt. Daher die Informationen zu diesen beiden Kämpfen als Zweitverwertung von bereits anwesenden Personen. Die Halle war wieder sehr gut gefüllt, man sieht, dass das Berliner Publikum diese Veranstaltungen annimmt.

Im ersten Kampf kämpfte Daniel Zell gegen Denis Roon über angesetzte sechs Runden (Weltergewicht). Über diese ging es schließlich nicht - Daniel gewann in Runde 3 nach TKO. Das ist deutlich - da gibt es nicht mehr zu sagen.

Kampf 2: Rashad Karimov hatte mit Senol Cente im Halbschwergewicht einen sehr starken Gegner. Alle Anwesenden waren sich aber einig, dass die Punktniederlage für Cente nach vier Runden letztlich voll in Ordnung ging.

Zum dritten Kampf kam ich dann gerade rechtzeitig reingeschneit, so dass ich den deutlichen Punktsieg von Ronny Mittag gegen Markus Senf über die sechs angesetzten Runde (Superweltergewicht) live erleben konnte. Letzterer war von den Treffern schon schwer gezeichnet, es ist ihm aber anzurechnen, dass er sich bis zum Ende durchbiss. Oder anders ausgedrückt - Ronny fehlte noch das gewisse Etwas, um den Kampf vorzeitig zu seinen Gunsten zu entscheiden. An der eindeutigen Wertung für Ronny Mittag gab es aber nach einschlägiger Meinung absolut nichts auszusetzen. Man sollte seinen Weg im Auge behalten.

Nach der Pause sollte nun eigentlich der angesetzte Vorbereitungskampf Meisterschaft von Jule Koffnit stattfinden, welcher ja - wie schon oben erläutert - aufgrund des Übergewichts der Gegnerin leider nicht stattfinden konnte. Um Jule trotzdem die Gelegenheit zu geben sich auch mal wieder vor Publikum zu präsentieren, wurde kurzerhand ein vereinsinternes Sparring über 3 mal 2 Minuten gegen Steffi Mayer anberaumt, welches in einem salomonischen Unentschieden mündete. Positiv ist zu berichten, dass das fachkundige Publikum den beiden jungen Damen den verdienten Respekt entgegenbrachte.

Im fünften Kampf traten nun Christopher Jagusch vom Body-Gym gegen Dennis Tennelke vom Meos-Gym im K1 über 5 Runden 'a 2 Minuten gegeneinander an. Hier zeichnete sich schnell eine physische Überlegenheit Tennelkes gegenüber Christopher ab, so dass der deutliche Punktsieg Tennelkes auch keine Fragen offen liess. Mir persönlich gefiel allerdings nicht, dass Tennelke seine Überlegenheit dazu benutzte durch Gesten seinen Gegner zu provozieren und zu verhöhnen. Ich meine, ein guter Kämpfer hat so etwas nicht nötig. Man erweist auch einem unterlegenen Gegner seinen Respekt und lässt ihm seine Würde. Meine Meinung. Ansonsten aber ein sehenswerter Kampf.

Im Kampf 6 durfte Rene "Hübi" Hübner gegen Gert Span von der holländischen Fraktion ran (Cruisergewicht). Dieser Kampf war über sechs Runden angesetzt, erlebte jedoch den ersten Gong nicht mehr. Der Kampf begann recht ausgeglichen - technisch waren beide Boxer auf keinem schlechten Niveau. Doch dann konnte Hübi seinen Dampfhammer zum Einsatz bringen - es krachte ordentlich im Gebälk. Noch bevor sich der junge Holländer wieder aufrappeln konnte, flog auch schon das Handtuch aus der Ecke - eine gesundheitlich sinnvolle Entscheidung. Fakt ist - Hübi braucht für seine Schlaghand einen Waffenschein.

Im nächsten Kampf standen sich Azad Azizov und Leonard Stotijn, ebenfalls von den holländischen Gästen, für 8 Runden gegenüber (HW). Azad gefiel mir sehr gut - Arbeiten aus einer sicheren Deckung heraus, grosse Beweglichkeit, gute Kampfintelligenz. Nach dem Abtasten in der ersten Runde mit leichten Vorteilen für Azad übernahm er ab der zweiten Runde die vollständige Kotrolle und punktete Mal um Mal. Er hätte nach meiner Meinung trotzdem den Kampf noch deutlicher gestalten können, stellenweise wirkte Azad etwas zu verspielt. Das sah wohl auch der Trainer so und so legte er ab der dritten Runde wie die Feuerwehr los. Nach einem Schlaggewitter von Azad kassierte der Holländer einen schweren Körpertreffer und knickte weg. Das Handtuch flog und die Sache war im Kasten. Ein deutlicher und verdienter Sieg. Viele sind der Meinung, dass Azad so langsam reif für einen stärkeren Gegner ist.

Nun aber zum Kampf des Abends. Wie schon erwähnt, verhinderte eine Verletzung das Antreten von Hendrik Gabel, so dass kurzfristig eine Entscheidung getroffen werden musste. Und so kann man nur voller Respekt gegenüber Lars Bucholz sein, der so kurzfristig eine Kampfzusage gab. Man darf dabei nicht vergessen, dass es dabei um einen Kampf über 12 Runden gegen den als sehr stark eingeschätzten Stan Jonsen ging. Und das ohne spezielle Vorbereitung.

Da Lars also keine grosse Gelegenheit hatte den Gegner zu studieren, musste er das im Kampf tun. Er begann daher sehr vorsichtig aus der Distanz und man merkte, wie er versuchte den Gegner zu erlernen. Aufgrund der etwas höheren Aktivität Jonsens kann man diese erste Abtastrunde diesem durchaus geben. Aber schon ab der zweiten Runde kam Lars immer besser in den Kampf, er hatte nun die richtige Distanz, hielt die Deckung oben und konterte geschickt.

Ab der vierten Runde begann sich dann das Blatt mehr und mehr in Richtung Lars zu wenden. Er hatte nun auch das nötige Selbstbewusstsein, diesen Gegner schlagen zu können und zu wollen. Er kontrollierte den Kampf geschickt aus der Defensive, setzte Treffer um Treffer, bot selbst aber so gut wie keine Trefferfläche. Er war beweglich auf den Beinen, liess sich nicht an den Seilen stellen und punktete immer wieder durch überfallartige Kombinationen. Es ist bezeichnend, dass es Jonsen während des gesamten Kampfes nicht einmal gelang, einen schweren Treffer bei Lars zu landen! Dies ist insbesondere ein Kompliment an Lars, denn Jonsen war alles andere als ein leichter Gegner. Er marschierte fortwährend und versuchte Mal um Mal seine durchaus vorhandene Schlagkraft in die Wagschale zu werfen. Auch eilt ihm der Ruf eines guten „Nehmers“ voraus, was man so auch bestätigen konnte. So war er nach einigen Schlagkombinationen von Lars im Gesicht gezeichnet, insbesondere leuchtete seine Nase wie ein roter Lampion. Dabei wackelte er aber nicht, obwohl ihn so einige Schlagkombinationen von Lars ordentlich durchschüttelten. Und so holte sich Lars Runde um Runde.

In der letzten Runde versuchte Stan Jonsen noch einmal alles, um einen Knockout herbeizuführen. Jeder fachkundige Boxfan wusste dies sofort als ein Niederlageneingeständnis zu werten. Aber Lars liess sich nicht überraschen - im Gegenteil, er rückte mit ein paar schönen Kombinationen die Welt wieder gerade. Damit war die Sache endgültig gelaufen. Lars war einstimmiger Punktsieger und darf sich nun Intercontinental - Weltmeister nach Version der GBC im Halbschwergewicht nennen!

Krönender Abschluss eines gelungenen Boxabends.

 

Und nach dem Kampf war vor dem Kampf - so wurde denn ordentlich der Sieg gefeiert und ich hatte die Gelegenheit die Trainingseinrichtungen des Box-Gym zu besichtigen. Es muss dabei auch mal erwähnt werden, dass dort außer bei den Boxern im Profi-Bereich auch und vielleicht gerade in der Nachwuchsarbeit Hervorragendes geleistet wird. So durfte ich einige interessante Leute kennenlernen und die beinahe familiäre Atmosphäre im Box-Gym miterleben. Man kann den Jungs dort nur viel Erfolg bei der weiteren Arbeit wünschen.

Auf jeden Fall wird dort bereits an der nächsten Veranstaltung gearbeitet und ohne zu viel vorweg zu greifen - man darf darauf schon sehr gespannt sein!

 

Sport frei

GordoniX

 

 

05.10.2007

 

Aktueller Bericht - 7. Fight Night

Deutscher Meister Daniel Zell

Man möge mir verzeihen, doch ich möchte dieses Mal mit dem Hauptkampf beginnen. Daniel Zell gegen Tim Ruchholz. Zehn Runden waren angesetzt und der Kampf ging über die volle Distanz.


Von Runde eins bis zehn war dieser Kampf im Wesentlichen ausgeglichen und hart umkämpft. Den Unterschied machte Daniel Zell , er boxte sehr diszipliniert und konnte immer wieder gute Treffer setzen. Vor allem dann, wenn Tim Ruchholz vorwärts marschierte und Daniel Zell im Rückwärtsgang war. Zell war über die Runden gesehen der aktivere Boxer. Ruchholz konnte sicherlich auch sehr gute Treffer platzieren, jedoch prallten viele Schläge auch auf die Deckung Zell`s, was sich für das Publikum spektakulär anhörte.
Gefährlich für Daniel Zell wurde es immer wieder, wenn Tim Ruchholz überfallmäßig auf Zell los stürzte und einen Schlagwirbel entfachte, doch Zell konnte sich immer wieder heraus drehen, ausweichen und selber treffen. Auffällig auch, dass Daniel Zell immer wieder gut nachsetzte, was bei Ruchholz fehlte. Beide Boxer blieben bis zum Schluss gefährlich und mussten verdammt aufpassen, um nicht noch entscheidende Treffer einstecken zu müssen. Es war ein großer und vor allem guter Kampf, der knapp, aber für meine Begriffe richtig entschieden wurde. Zell boxte diszipliniert, kontrolliert und eben erfolgreich und dies über zehn Runden. Ruchholz dagegen hatte immer wieder sehr gute Szenen, aber auch oftmals Pausen, wo er zu passiv agierte.
Daniel Zell ist ein verdienter Deutscher Meister – Herzlichen Glückwunsch.

Kommen wir jetzt zum Rest des Abends. Wow, 1300 Boxfans im Alten Funkwerk, alle Achtung! Doch was die bisherigen Veranstaltungen auszeichnete, die Pünktlichkeit, war an diesem Abend blanke Makulatur. Weil der vorgeschriebene Krankenwagen sich deutlich verspätete, konnten die Kämpfe nicht beginnen. Mit 1,5 Stunden Verzögerung ging es dann los. Der Veranstalter entschuldigte sich, auch wenn die Schuld nicht beim Boxclub zu suchen ist.

Der 1. Kampf war bereits nach 38 Sekunden beendet. Tom Müller besiegte Miroslav Vymislicky durch Aufgabe. Der sonst kampfstarke Tscheche verletzte sich an der Schulter. Gute Besserung.

Im 2. Kampf des Abends trafen der Publikumsliebling Lars Buchholz und Sven Haselhuhn aufeinander. Auch dieser Kampf ging über sechs Runden. Für meine Begriffe, war der Sieg für Buchholz eher schmeichelhaft, ich sah zwei ausgeglichene Kämpfer, ohne Vorteile für den einen oder anderen. Ein Unentschieden wäre für mich angebracht gewesen. Es war über alle Runden ein offener Schlagabtausch. Lars Buchholz fand nie so richtig die Lücke in der Deckung von Haselhuhn. Ab der 5.Runde öffnete Lars Buchholz seine Deckung und musste so manchen Treffer dadurch nehmen. Das war nicht der Lars Buchholz, wie man ihn in den anderen Kämpfen kennen lernen konnte.

Kampf Nummer drei war wieder einer der schnelleren Kämpfe. Robert Rolle gewann nach 2.53 Minuten durch Aufgabe gegen Roman Horvath. Von Sekunde eins an, war dies ein ungleicher Kampf. Jeder wusste schnell, dass es ein baldiges Ende geben wird. So mancher Boxfan fragte sich, ob solche Kämpfe einen Boxer weiter bringen. Für das Publikum schrecken solche Kämpfe eher ab.

Sebastian Wille in sehr guter Form
Kampf vier und die Halle tobte. Sebastian Wille betrat den Ring und man konnte vernehmen, dass es am 14.12.2007 nun doch zum WM Kampf gegen Haxhi Krasniqi kommt. TERMIN VORMERKEN!
Heute hatte Basti Wille es sehr eilig, Selten so einen offensiven Wille gesehen, der Gegner Martin Ded musste von Anfang an schwere Treffer einstecken. Noch in Runde eins gewann Basti Wille durch TKO. Ich sage voraus, wenn Basti weiter so hart an sich arbeitet, hat Köpenick noch in diesem Jahr einen Weltmeister!

Nach einer kurzen Pause das Comeback des Stephan Trabant. Enrico Kniesch vom Boxtempel konnte einem schon leid tun, er hatte nicht den Hauch einer Chance, wehrte sich tapfer, doch vergebens. Trabant marschierte und marschierte, wartete und setzte harte Schläge. Die Aufgabe von Kniesch in Runde eins war folgerichtig und konsequent. Ein Trabant in dieser Form, von dem wird schon bald zu hören sein.

Kampf sechs war ebenfalls schnell vorbei. Der Ungar Vilmos Balog schlug seinen Gegner Viktor Dick in Runde eins KO. Schade, dass man nicht viel mehr vom Ungar sehen konnte, sein Boxstil konnte gefallen, doch sein Gegner war an diesem Abend zu schwach. Balog macht Lust auf mehr, ich hoffe, man kann ihn recht bald wieder in Deutschland bewundern, dann aber ein besserer Gegner bitte.

Kampf sieben und der Weltmeister Rene Hübner betrat den Ring. Sein Gegner an diesem Abend, Marcel Erler, der sich tapfer schlug und bei etwas mehr Courage mehr hätte erreichen können. Rene Hübner boxte dieses Mal kontrolliert, sauber und erfolgreich, gefiel mir, da ich bisher von Hübner nicht sosehr überzeugt war. Gestern aber zeigte er schon mehr, was er kann. Doch auch sein Gegner, war nicht ohne, steckte viel ein und steckte es weg, als wäre nichts. In Runde fünf dann der Moment für Erler, wo es nicht gut um Hübner aussah, Erler schlug mehrmals und intensiv auf Hübner ein, der in dieser Runde den Überblick verloren hatte. Das Ergebnis dessen sah man, ein blutender Cut unter dem Auge von Rene Hübner. Dennoch war der Sieg von Hübner verdient und berechtigt.

Dann ging es auf 0 Uhr zu, es nahte der Kampf um die Deutsche Meisterschaft, wie am Anfang des Berichtes erwähnt.

Es war wieder ein sehr gelungener Abend in Köpenick und keiner sollte auch nur im Ansatz die Panne am Anfang erwähnen, das kann einfach passieren. Die Veranstalter haben wieder einen guten Job verrichtet und 1300 Fans sprechen eine eigene Sprache.

In Köpenick wird eine gute Arbeit gemacht und das in allen Bereichen, hier entsteht etwas, was seinesgleichen in Berlin sucht. Wer noch nicht im Alten Funkwerk war, der sollte sich die Zeit mal nehmen.

Ich jedenfalls werde beim nächsten Mal wieder vor Ort sein!

Euer RL

 

 

 

21.08.2007

Showdown - 6. Fight Night

Den Kampf des Abends machte Lars Buchholz

Hätte das jemand geglaubt? Damals wurde der Boxclub Köpenick für sein Vorhaben noch belächelt und nun fand bereits die 6. Fight Night statt. Dafür einen herzlichen Glückwunsch dem Box Club Köpenick.

Die Boxfans im gut gefüllten Boxclub erwarteten an diesem Abend elf Kämpfe. Der Abend war wie die Male zuvor sehr gut organisiert und hebt sich durch die zusätzliche Stände und den zusätzlichen Service doch erwähnenswert von den vorigen Fight Nights ab. Das mögen und schätzen die Fans.


Jetzt zum Sport. Von den elf angekündigten Kämpfen fanden dann nur neun Kämpfe statt. Der Gegner von Hendrik Gabel, trat erst gar nicht an und der Gegner von Sebastian Wille, Steve Kröckel, brachte zu viel Kilos auf die Waage. Aber die neun Kämpfe des Abends waren einen Besuch trotzdem wert.

Zu den Kämpfen


Im ersten Kampf gab Ronny Gabel, der vorher im Muay Thai aktiv war, sein Boxdebüt gegen den alten Hasen Enrico Knisch vom Berliner Boxtempel. Enrico Knisch spielte in diesem Kampf seine ganze Boxroutine aus und gewann diesen Kampf dadurch, wenn auch knapp. Ronny Gabel vernachlässigte in diesem Kampf zu oft seine Deckung, Knisch fand diese Lücken und konnte so gezielt Treffer landen. Wenn Ronny Gabel weiter an seiner Deckung arbeitet, wird er den Ring auch als Sieger verlassen können, denn schöne Kombinationen, gute Meidbewegungen und auch ein gutes Auge Gabels waren unverkennbar.

Im 2. Kampf gab es ein Wiedersehen mit Nico Schröder aus Fürstenwalde. Bisher konnten seine Kämpfe überzeugen, die Boxfans waren vor dem Kampf gespannt auf seinen erneuten Auftritt. Doch was kam dann? Der Gegner Andreas Malion legte in der ersten Runde los wie die Feuerwehr, er drängte Schröder in die Ecke und schlug fast eine Minute lang auf ihn ein. Schröder setzte zwar gut die Deckung ein, aber der gespannte Zuschauer war dennoch etwas verwundert. Die erste Runde ging klar an Andreas Malion. Doch ab der 2. Runde marschierte Nico Schröder. Nun konnte er immer wieder gute Akzente setzen, immer wieder fand er die Lücken und punktete dadurch erfolgreich. Von Runde zu Runde wurde Nico Schröder überlegener, auch wenn er die Faust des Gegners das eine oder andere Mal spürte. Aus einen erwarteten Sieg Schröders wurde aber nur ein Remis, was für mich völlig unverständlich war.

Der dritte Kampf führte Daniel Zimmermann und Varol Vekiloglu zusammen und zählte zu einem der besten Kämpfe an diesem Abend. Selten gab es eine so gute Boxkunst zu bestaunen. Der Sieg ging an Varol Vekiloglu und war verdient, weil er der treffsichere und vor allem aktivere Boxer war. Trotzdem zeigte Daniel Zimmermann einen beherzten Kampf, der Lust auf mehr machte. Daniel muss sich dieser Niederlage nicht schämen, denn er traf auf einen richtig guten Gegner. Varol brachte übrigens auch eine große Fanschar mit.

Nach der Pause gab es einen Showkampf im Muay Thai. Zwei Kämpfer, beide 15 Jahre alt, zeigten die Kunst des Muay Thai und gaben alles. Es war eine sehenswerte Einlage.

Den ersten Kampf nach der Pause bestritten zwei Damen, Franka Wiechozek aus Fürstenwalde und Juliane Koffnit vom Boxclub Köpenick. Beide Boxerinnen schenkten sich nichts. Die Boxfans sahen einen erstklassigen Frauen-Box-Kampf von zwei fast gleichwertigen Gegnerinnen. Beide Kämpferinnen hatten ihre guten Szenen. In der ersten Runde setzte Franka die Akzente, in Runde zwei dann Juliane. In dieser musste Franka auch angezählt werden. Bis zum Ende zeigten beide Frauen Nehmerqualitäten. Juliane lieferte einen sehr guten Kampf ab, drängte die Gegnerin immer wieder in die Defensive und gewann diesen Kampf letztendlich auch. Kritisch möchte ich aber die Deckung von Juliane erwähnen. Daran muss gearbeitet werden.

Der fünfte Kampf war der kürzeste des Abends. Er dauerte gerade einmal 28 Sekunden. Kaum wurde der Kampf freigegeben, da schlug der Hellersdorfer Mirko Kern schon auf den Fürstenwalder Danny Lehmann ein. Es gab einen sekundenlangen Schlagwirbel, gegen den Danny Lehmann kein Rezept fand. Er verlor durch technischen KO.

Auch im 6. Kampf des Abends stellte sich ein Hellersdorfer im Ring vor. Der Gegner von Marcel Erler kam vom Boxclub Köpenick und hieß Dirk Georgie. Wie gewohnt ging Georgi diesen Kampf vorsichtig an. Das sieht oftmals behäbig aus, doch das ist der Stil vom Dirki. Der Hellersdorfer Erler schlug mehr, aber oft ins Leere. Georgi konnte diesen Schlägen zumeist ausweichen und traf selbst ins Schwarze. Dirk kämpfte wieder mit viel Übersicht und Ruhe. Am Sieg von Georgi zweifelte wohl niemand, selbst der Gegner nickte bei der Urteilsverkündung. Mir persönlich gefällt der Stil von Georgi und an diesem vor allem die mehrmals erwähnte Übersicht.

Nach der Pause betrat Lars Buchholz gegen Maurice Kohn in den Ring. Und ich sage gleich zum Anfang, dass dies für mich der Kampf des Abends war. Lars, du bist erstklassig. Man kann nur hoffen, dass du bald die Möglichkeit hast, um einen Titel zu boxen. Ich habe selten so einen Boxer gesehen. Lars lässt nichts anbrennen. Sein großes Plus ist sein Auge, mit dem er schnell die Absichten des Gegners erkennt, ihnen ausweichen oder sie abwehren kann um ihn dann selbst zu treffen. Lars beherrscht das Kontern wie kaum ein anderer Boxer. Wenn man denkt, dass er die Mütze voll bekommt, weil er sich in der Deckung verkriecht, dann schlägt er fürchterlich zu. Blitzschnell öffnet er die Deckung und schlägt zurück, fast ausschließlich Treffer. Aber er kann auch marschieren, mehrmals im Kampf ändert er seine Gewohnheiten, so dass der Gegner sich nie so richtig auf ihn einstellen kann. Es macht einfach Spaß ihm zuzusehen. Es war ein klarer Sieg von Buchholz gegen einen guten Kohn.

Der achte Kampf brachte den Fürstenwalder Matze Sandow und den Leipziger Frank Pflege zusammen. Auch dies wurde ein kurzer Kampf, der nicht über die vollen Runden ging. Sandow war in diesem Fight zu überlegen und Pflege schien nicht gut vorbereitet, nach einem Lebertreffer war der Kampf für den Leipziger zu Ende. Für Sandow war es ein einfacher Sieg.

Den Hauptkampf des Abends gestalteten Ramona Kühne und Daniela David. Der Kampf über sechs Runden war rassig und zeigte dem Boxkenner guten Frauenboxsport. Ramona Kühne hatte sich allerdings diesen Kampf wohl einfacher vorgestellt. Die ungeschlagene Kühne musste über die volle Rundenzahl und vor allem den Kampfgeist der Gegnerin brechen. David selbst war für mich kurz vor einer Überraschung. Sie boxte ohne Angst vor Kühne (8 Kämpfe, 8 Siege) und traf des Öfteren, wohl mehr als Kühne lieb war. Somit musste Ramona Kühne bis zuletzt alles zeigen, um diesen Sieg zu sichern. Ein schöner Kampf, der nach meiner Meinung eher ein Remis verdient hätte.

Alles in allem war es wieder ein sehr gelungener Abend in Köpenick. Danke dafür den Veranstaltern, den Sponsoren und den Helfern. Für mich steht fest, dass ich bei der 7. Fight Night wieder dabei bin.

Ein Verbesserungsvorschlag bleibt anzumerken: Fans im VIP Bereich zahlen nicht wenig für eine Karte oder geben als Sponsoren eine ordentliche Summe. Diesen VIP-Gästen ist es nicht zuzumuten, dass Kamerateam oder Fotografen genau vor ihnen am Ring stehen und während des gesamten Abends den VIP-Gästen die Sicht beeinträchtigen. Das sollte abgestellt werden.

Euer RL

 

 

25.06.2007

Köpenick lud Pankow ein

Köpenick vs Pankow oder Box Gym vs Boxtempel, so die Ankündigung dieses Boxabends.

Der 23. Juni 2007 wurde von beiden Seiten groß angekündigt. Kein Wunder, dass es über 1000 Boxfreunde ins Alte Funkwerk zog. In der Halle war von Anfang an eine super Stimmung; immer wieder von den zwei Ringsprechern animiert.

Es folgten an diesem Abend neun super Kämpfe, welche so manchen Boxfan von einem gelungenen Boxabend berichten ließ. Überall wo man hinhörte, kamen viele positive Äußerungen zu der Qualität der Kämpfe.

Der Boxtempel  Pankow ging mit 1:0 in Führung. Im ersten Kampf schlug sich Steve Kröckel gegen Tomi Colic zwar ausgezeichnet, der Sieg von Colic war aber verdient. Das Urteil im zweiten Kampf zwischen Daniel Zimmermann und Varol Vekiloglu sorgte bei den Fans für so manchen Kopfschüttler, denn den Sieg hätte Daniel Zimmermann verdient, doch der Ringrichter verkündete ein Unentschieden.
Dann ein Wiedersehen mit Rico Schultz. Sein Gegner Jens Marienfeld war von Anfang an überfordert und es war nur eine Frage der Zeit, wann dieser Kampf beendet ist. Nach mehreren Niederschlägen und dem Handtuch aus Marienfelds Ecke jubelte Rico Schultz und der Boxtempel führte nun mit 2:0 Siegen.

Doch dann begann die Siegesserie der Köpenicker. Nach einer halben Stunde Pause betrat der Publikumsliebling Sebastian  Wille den Ring. Sein Kampfrekord: 6 Kampfe, 6 Siege, 6 mal durch KO. Der Boxtempel schickte einen erfahrenen Gegner, der bereits gegen viele Weltmeister oder Europameister boxte. Mario Lupp konnte bereits auf 50 Profikämpfe verweisen. Sein Boxstil ist sicherlich ungewöhnlich, fast ausschließlich beugte er seinen Oberkörper weit nach vorn, bzw. unten, sodass er mit dem Kopf mehrmals in Willes Kniehöhe war. Für Basti Wille war dies schwer zu boxen. Doch Sebastian Wille wäre nicht er selbst, wenn er sich dadurch beeindrucken lassen würde. Er fand einen Weg und boxte alle sechs Runden konsequent seinen Stil, er war aktiver, zeigte Nehmerqualitäten und konnte wiederum nachweisen, dass er technisch ein sehr guter Boxer ist. Sein Sieg war verdient und viel bejubelt. Köpenick verkürzte auf 1:2.

Meine Entdeckung des Abends folgte nun im fünften Kampf. Johannes Fabrizius stellte sich im Ring vor - allein seine höflichen Gesten machen diesen jungen Boxer sehr sympathisch. Sein Gegner, Tim Ruchholz, ist sicherlich kein schlechter Boxer, doch mit dem Stil des Gegners kam er kaum klar. Es war ein offener Kampf, doch die klaren Treffer landete vor allem Fabrizius, der mich mit seinem Stil öfter mal nachdenken ließ, ob ich mich im Boxen auskennen würde. Es macht Freude diesem Boxer zusehen zu können. Sein Sieg war verdient und der Ausgleich beim Vergleich Köpenick vs Pankow sowieso.

Im 6. Kampf trat für Köpenick Dirk Georgi an, Pankow schickte Frank Pflegel in den Ring. Der Kampf begann sehr ausgeglichen, wobei Georgi der etwas aktivere Boxer war. Doch schon bald war zu erkennen, dass Dirk Georgi für Frank Pflegel eine Nummer zu groß war -  noch zu groß war. Nach einem Niederschlag gab Pflegel auf und Köpenick ging mit 3:2 in Führung.
Nach einer weiteren Pause betrat dann ein weiterer beim Publikum beliebter Boxer in den Ring. Daniel Zell forderte Enrico Kniesch. Von Anfang an ließ Daniel Zell nichts anbrennen, er punktete von Runde zu Runde, Kniesch boxte aus der Defensive, traf auch, doch ohne Wirkung. Zell war in allen vier Runden nur auf den Vormarsch und baute das Stadtbezirksergebnis auf 4:2 aus. Köpenick jubelte!

Vom Papier her war der achte Kampf nur eine Formsache. Lars Buchholz, der erst wenige Boxkämpfe absolvierte (war vorher Thaiboxer) traf auf den erfahrenen Mike Wohlert. Wie würde sich Lars gegen Wohlert schlagen? Zur Überraschung aller Fans dominierte Lars Buchholz diesen Kampf, schon in Runde eins musste Wohlert kurzzeitig zu Boden gehen. Riesenjubel im Alten Funkwerk. Lars boxte immer wieder mit schnellen Händen und vor allem sah man, dass inzwischen die Schulterhaltung dem Boxen angepasst wurde. Der Boxer hält die Schulter nach vorn, er aber lernte als Thaiboxer die Schulter hinten zu halten. Auch in Runde zwei stellte Lars Buchholz sich dem Kampf und war der bessere Fighter. Wiederum musste Mike Wohlert zu Boden gehen. Welch eine Überraschung für die anwesenden Boxfans. In Runde drei dann aber das Aus für Mike Wohlert. Nach einem Schlagabtausch mit einem mal ein lauter Schrei und Wohlert kniete auf dem Ringboden. Er hatte eine schmerzhafte Schulterverletzung , eventuell auch ausgerenkt. Er wurde dann durch den Sanitäter unter Beifall der Zuschauer aus dem Saal gebracht.
Gute Besserung Mike!

Lars gewann somit diesen Kampf und das Box Gym führte in diesem Vergleich mit 5:2.
Im letzten Kampf trafen dann die Schwergewichtler Werner Kreiskott und Enrico Garmendia aufeinander. Letzt genannter konnte diesen Kampf souverän gestalten und auch nach Punkten gewinnen.
Das hatte zur Folge, dass Köpenick  Pankow mit 5:3 besiegte. Wer hätte dies gedacht?
Nach dem letzten Kampf wurde durch den Boxtempel sofort zur Revanche eingeladen. Das Box Gym Köpenick nahm diese Einladung sehr gern an.

Noch ein Wort zum Umfeld. Sehr positiv die vielen Fans und die Stimmung. Der Sicherheitsdienst hatte wiederum alles super im Griff.
Im VIP Bereich konnte man sich wieder wohl fühlen. Das Speiseangebot war ungewöhnlich, wenn auch schmackhaft. Reis mit Fisch und eine Kokossuppe ist sicherlich für einen Boxabend ungewöhnlich und hatte auch viele negative Kommentare zur Folge, doch einen Versuch war es sicherlich wert, um auch mal hier Abwechselung rein zu bringen.

In diesem Sinne Sport Frei euer RL      

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31.5.2007 offenes Sparring im Boxgym Coepenick

Am Donnerstag fand das 1. offene Sparring im Boxgym Coepenick mit 14 Boxerinnen und Boxern aus Halle, Leipzig, FüWa und Berlin erfolgreich statt.

Das nächste Sparring ist für den 12.06.2007 um 17.00 Uhr angesetzt. Die Boxer aus Magdeburg haben sich schon angekündigt.

Der Plan ist es, einmal im Monat ein offenes Sparring durchzuführen, an dem Boxer aus allen offiziellen Boxverbänden teilnehmen können.

Wir geben dann die Termine jeweils einen Monat im Voraus bekannt, Ihr meldet Euch bitte bis 5 Tage vorher bei uns unter Angabe von Anzahl und Gewichtsklasse der Boxer.

 

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Unerfreuliche Telefonate

21.05.2007

Da gibt es in einem Berliner Boxstall ein wirkliches Talent – schnell, präzise und mit einem ordentlichen Punch ausgestattet; eine Instinktboxer.
Und weil er ein guter Boxer ist, ist sein Management natürlich bestrebt, ihn voranzubringen.
Im Klartext: man versuchte, einen Kampf in eine in Hamburg stattfindende Boxveranstaltung unter der Leitung von Universum Boxpromotion einzubringen.

Der telefonische erste Kontakt war jedoch zugleich das Ende dieses Versuchs.
„BDB Boxer?“
„Nein, GBA.“
„Ist verboten!“
„Wie, verboten???“
„Na, nicht erlaubt!“

Also, der semantische Inhalt des Begriffs „verboten“ war schon klar, allerdings verschlug es dem Management besagten Boxers doch ein wenig die Sprache.

Man ist in Berlin mit Mauern, die von mächtigen Leuten zum Schaden der weniger Mächtigen errichtet werden, zwar durchaus vertraut, allerdings hegte man die Hoffnung, diese Zeiten seien vorbei.
Welch fataler Irrtum! Welch Naivität!
Wie konnte das Management denn annehmen, es würde die sportliche Leistung zählen?
Und da spielt es überhaupt keine Rolle, dass BDB Boxer auf Veranstaltungen der GBA gern gesehene Gäste waren und an ihren Bilanzen arbeiten konnten.

Dass die offenen Sparrings tatsächlich offen sind und, so viel sei schon vorab gesagt, offen bleiben werden.
Man könnte an den urdeutschen Amtsschimmel denken, läge der Verdacht nicht nahe, dass mehr dahintersteckt. Es bleibt zu hoffen, dass die Kurzsichtigkeit deutscher Boxpolitik nicht mehr Schaden anrichtet, als sie es zur Zeit schon tut. An eine Besserung zum Nutzen des Sports und natürlich der Sportler wagt man ja kaum zu glauben.
Und wenn unser Talent fragt, warum dieser Kampf nicht stattfindet, dann wird die Antwort wieder einmal sein:

„Drei falsche Buchstaben – sorry!“

 

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5. Fight Night des Box Gym Köpenick am 12. Mai 2007


5. Fight Night des Box Gym Köpenick am 12. Mai 2007

Zum fünften mal nun schon lud das Box Gym Köpenick die Boxfans zu einem gut besetzten Boxabend ein. Für den Lokalmatador Sebastian Wille sollte es ein großer und erfolgreicher Abend werden. Doch aus wohl sportpolitischen Gründen fiel der WBC Titelkampf gegen Haxhi Krasniqi aus. Sebastian, deine Chance wird kommen….

Dennoch wurde es ein richtig guter Kampfabend. Gleich im ersten Kampf konnte Lars Buchholz wieder einmal seine Qualitäten nachweisen. Sein Gegner Stefan Lohmeyer musste mit einer Niederlage zurück nach Magdeburg fahren. Bemerkenswert ist Lars seine Übersicht im Ring. Da wächst etwas heran, was die Boxfans noch Freude bereiten wird.
Der 3. Kampf war dann vor allem etwas für die männlichen Fans. Juliane Koffnitt stieg in den Ring gegen die erfahrene Holländerin Danielle Camerling und gewann diesen Kampf souverän. Es ist doch immer wieder ein Augenschmaus, Frauen boxen zu sehen.
Nach einer ersten Pause wurde es dann im vierten Kampf lauter im Alten Funkwerk. Im Ring standen sich Hendrik Gabel und der Holländer Geert Spann gegenüber. Viele der Boxfans fragten sich, wie schnell Hendrik Gabel dieses mal  die Entscheidung sucht. Doch nichts war mit einer schnellen Entscheidung. Der tapfere Geert Spann steckte viel ein, aber hielt sich tapfer. Dieses mal hatte Hendrik Gabel einen Gegner zu bezwingen, der vor allem ein Kämpferherz hatte, der es sogar schaffte, Hendrik Gabel einmal zu Boden gehen zu lassen, allerdings kam dieser Schlag nach einem Braek, sodass dies nicht gewertet wurde. Nach vier Runden war der Kampf dann einstimmig zu Hendrik Gabel`s Gunsten gewertet worden. Gleich anschließend folgte einer der besten Kämpfe am Abend. Robert Rolle wurde von Havel Durzo herausgefordert. Nachdem Robert Rolle es erst etwas ruhiger anging, explodierte er immer wieder und zeigte schnell, wer Herr im Ring ist. Wie erwartet verliess Robert Rolle diesen Kampf als Sieger. Robert Rolle zeigte einmal mehr, das von ihm noch so einiges zu erwarten ist. Es wird sicherlich nicht beim Deutschen Meistertitel bleiben.

Was nun folgte, war ein Kampf um die GBC Intercontinental Cruiser WM. Es standen sich Dirk Georgie und der Magdeburger Thomas Hartmann gegenüber. Dieser Kampf versprach so einiges und die Boxfreunde wurden nicht enttäuscht. Von Anfang an schenkten sich beide Boxer nichts. Es war allerdings auch schnell zu erkennen, das der Magdeburger Hartmann zum Einen die besseren Treffer setzte und auch in der Deckung ziemlich sicher stand. Er war auch der aktivere Boxer. Dirk Georgie fand zwar immer wieder zurück in den Kampf, musste jedoch von Runde zu Runde schwere Treffer einstecken. Ab der 3. Runde war er dann schwer angeschlagen und hatte einen stark blutenden Cut. Vielen war nun auch schon klar, dass dieser Kampf nicht über die volle Rundenanzahl ging. Nach einen weiteren Niederschlag beendete der Ringrichter diesen Kampf und erklärte Thomas Hartmann zum in der Magdeburger Ecke umjubelten Sieger. Dies auch vollkommen verdient.

Nach einer weitern Pause und einem schlagreichen Kampf zwischen Harry Duiven jr und Pavel Siska kam es dann zum wiederholten Aufeinandertreffen von Daniel Zell vom Box Gym Köpenick und dem Magdeburger Kevin Matausch. Beide Kämpfer standen sich schon einmal vor einigen Monaten gegenüber, damals über 4 Runden und einem Unentschieden. Dieses mal aber ging es um viel mehr. In 12 Runden sollte der GBC Intercontinental Leichtgewicht Weltmeister gekührt werden. Die 800 Boxfans drückten natürlich den einheimischen Daniel Zell den Daumen. Es sollte, der für mich, beste Kampf des Abends werden. Daniel Zell hatte nie Probleme mit seinem Gegner, er boxte überlegt, sicher in der Deckung und setzte mehrfach schnelle Kombinationen ein. Er zermürbte von Runde zu Runde seinen Gegner, der kein Mittel fand, um Daniel Zell gefährlich zu werden. Nicht das der Magdeburger Matausch schlecht war, nein im Gegenteil, er war schon ein guter Gegner, doch Daniel Zell war zum Einen sehr gut eingestellt und hatte auch den unbedingten Siegeswillen. Als die Treffer zunahmen und der Magdeburger kaum noch Aktionen starten konnte, hatte der Ringrichter ein Einsehen und beendete den Kampf. Ein weiterer Titel wurde nach Köpenick geholt, der Jubel kannte keine Grenzen.

Es war wieder ein sehr hervorragend organisierter Boxabend, mit einer sehr guten Versorgung der Gäste im Außenbereich, im Innenbereich und auch im VIP Bereich. Es macht immer wieder Spass nach Köpenick zu fahren. Man sieht hervorragende Kämpfe, keine langen Schlangen an den Ständen und immer eine gute Stimmung. Gratulation Daniel Zell und vielen Dank dem Box Gym Köpenick. Auf ein neues am 23. Juni 2007 an gleicher Stelle.

RL



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Boxabend in Fürstenwalde am 13. April 2007



Und wieder machte ich mich mal wieder auf, um einen schönen Boxabend zu erleben. Zur Zeit hat man ja immer die große Auswahl an solchen Abenden, denn jedes Wochenende gibt es zahlreiche dieser Veranstaltungen. Für mich ging es also nach Fürstenwalde, danke dem Boxclub Köpenick, der mich einlud.

Mein erster Eindruck war ein recht guter, denn die Halle machte sich sehr gut für eine solche Veranstaltung. Boxfreunde waren auch reichlich anwesend. Doch schon bald war mein erster guter Eindruck nicht mehr vorhanden.

Die Organisation war nicht so ansprechend, was ich vor allem auf das Catering beziehe. Der Grillmeister war völlig überfordert. Er kam mit dem Andrang nicht klar, vor allem war er nie so richtig vorbereitet, wenn die Boxfreunde in den Pausen den Stand belagerten. Viele gingen wieder hungrig in die Halle. In der Halle gab es für alle Zuschauer nur einen Stand, der immer überfüllt war, man musste zu lange anstehen, um sich zu versorgen. Ich denke hier wurde viel Geld verschenkt. Auch VIP Gäste mussten sich an diesen Ständen mit etwas Essbaren versorgen, da es im VIP Bereich nur Getränke gab. Ob dies den VIP`s gefallen hat, bleibt unbeantwortet, ich sehe es als eher negative Erscheinung an.

Nun aber zum sportlichen Teil. Leider kann ich auch hier nicht sehr positives anmerken, mal abgesehen von einigen Ausnahmen. Wann erlebt man einen Boxabend, wo alle! Kämpfe mit einem TKO enden? Ich erlebte dies noch nie und vor allem sagt es auch etwas über die Gegnerschaft aus. Für mich sahen manche Kämpfer sehr überfordert aus, die Sieger dagegen hatten zu leichtes Spiel. Das gefiel einen Großteil der Zuschauer nicht. Allein der Punkt, dass die heimischen Boxer aus Fürstenwalde fast durchweg siegreich waren, stimmte das Publikum dann wieder positiver und so kam auch oftmals eine ziemlich gute Stimmung auf. Für mich hervorzuheben ist Lars Buchholz, der seinen ersten Boxprofikampf absolvierte. Lars führte den Kampf sehr überlegt, denn sein Gegner Jan Zajak war kein Fallobst und hielt gut dagegen. Lars Buchholz boxte mit Auge und erfasste so die Lücken, um blitzschnelle Aktionen zu starten. Man darf auf weitere Kämpfe gespannt sein. Ein Beispiel für die Kämpfe des Abends war der Fight zwischen Hendrik Gabel und Enrico Heilig. Es dauerte nur wenige Sekunden und Hendrik Gabel gewann mit einem TKO. Ob solche Kämpfe dem Sieger weiter helfen, möchte ich bezweifeln. So liefen auch andere Kämpfe am Abend ab, siegreich für die einheimischen Boxer, oder besser die jungen Wilden um Rico Schultz, Matze Sandow, Tom Pudler, Victor Hasselbach und vor allem Nico Schroeder. Diese genannten Boxer sind sicherlich allesamt gute Boxer und der eine oder andere wird seinen Weg machen, doch konnte ein Teil dieser Kämpfer an diesem Abend nicht das zeigen, wozu sie sicherlich fähig sind. Ein Wermutstropfen gab es dennoch für das heimische Boxpublikum. Die bei den Fans sehr beliebte Franka Wiechozek verlor leider ihren Kampf und das zu Recht. Von Anfang an musste sie die Schläge ihrer Gegnerin aus Tschechien einstecken. Sie konnte einen schon leid tun. Es war nur eine Frage der Zeit, wann der Kampf vorbei war. Franka wurde dennoch von den Fans gefeiert, auch wenn sie noch viele Tränen im Gesicht hatte.

Der letzte Kampf sollte dann die Stimmung noch einmal aufkochen lassen. Rene Hübner hatte viele Fans mitgebracht, die ihn immer wieder nach vorne peitschten. Vom Blatt Papier her, hätte es eine eindeutige Sachen werden müssen. Das es am Ende nicht so war, mag nun zwei Gründe haben. Entweder war Rene Hübner an diesem Abend nicht sonderlich fit oder aber er wollte ein schnelles Ende vermeiden, um sich nicht nachsagen zu lassen, was er für einen Gegner hatte.

Mein Fazit kurz und knapp. Man hat nichts verpasst, wenn man diesen Abend fern blieb.


RL

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GBA Präsident Peter Pelk  mit scharfem Protest an BDB Präsident Dr. Eckmann

WBC Youth Chairman Rex Walker sagt nach einseitiger  Intervension von BDB Präsident Dr. Bodo Eckmann in Cancun/Mexico  bereits bestätigten WBC Youth WM Fight zwischen Sebastian Wille  (GBA) und Haxhi Krasniqi (GBO) am 12.05.2007 kurzfristig ab.

Offene Protestnote vom 28.04.2007

1)Hiermit protestiere ich im Namen aller GBA Verbandsmitglieder gegen die unberechtigte Einmischung des BDB e.V. von Herrn Eckmann in die Angelegenheiten von GBA Promotern mit der WBC.

2)Desweiteren fordere Ich Herrn  Bodo Eckmann hiermit auf alle gegen das Wohl von  GBA Mitglieder  gerichteten Äußerungen mit sofortiger Wirkung zu unterlassen.

3) Hiermit verlange ich sofortige Rechtfertigung vom BDB Vorstand über die Intervension des Herrn Eckmann ,die zur Kampfabsage  des uns bestätigten WBC Juniorenfights Wille vs Krasniqi am 12.05.2007 durch die  WBC geführt haben.

4) Desweiteren verlange ich von der EBU Aufklärung warum der EBU angeschlossene Österreichische Boxverband für den Sauerland Stall in Deutschland tätig sein darf und die EBU angeschlossene  BLDG ( Boxliga der Deutschsprachigen Gemeinschaft V.OG.in Belgien ) nicht für die GBA tätig werden darf?

Für den Fall der unberechtigten oder ungesetzlichen Intervension in diesem Fall kündige  ich hiermit volle rechtliche Konsequenzen an.

Im Auftrag des Vorstandes der GBA weise ich hiermit folgendes an:

1)  Antrag zur Aufnahme der GBA in die EBU  (Europäische Box Union)

Termin sofort , GF

2) Termin beim zuständigen Amtsgericht  Berlin Charlottenburg

Termin  bis 06.05.2007, GF

3) Anschreiben zur Stellungnahme an WBC Präsident Suleiman

Termin bis  08.05.2007, GF 

4) Anschreiben an EBU zur Stellungnahme FVA/BLDG und deren Tätigkeitsfelder in Deutschland.

Termin bis 08.05.2007 ; GF

Peter Pelk

 

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Skandal


25.04.2007

Am Freitag Abend um 18.28 Uhr sendet der WBC Vize Präsident Rex Walker an WBC Matchmaker Mario Pokowietz in Sachen des bereits bestätigtem WBC Youth Fight Wille vs. Krasniqi eine E-mail in der er inhaltlich folgendes mitteilt : Der BDB Chef ist nach Cancun gekommen (WBC Medical Congress) um Ihm mitzuteilen , das nur der BDB berechtigt ist, in Deutschland im Zusammenhang mit der BDB Zugehörigkeit zur WBC Tochter EBU alle WBC Fights zu beaufsichtigen und forderte von der WBC und der EBU dahingehend Verbandtreue und Einhaltung alter Dienstbarkeit ein , ohne jedoch auf die seit GBA Gründung in Deutschland neu entstandene insbesondere rechtliche Situation im Verhältnis von BDB vs GBA und GBO in ausreichendem Maße hinzuweisen. Herr Eckmann erklärte gleichzeitig weiter , das er jedoch im Falle des von der WBC bestätigten WBC Junioren WM Kampf am 12.05. 2007 in Berlin nicht bereit ist den Kampf zu beaufsichtigen. Herr Eckmann versicherte sich dabei der vorherigen Rücksprache und Bestätigung durch den EBU Präsidenten Bob Logist.
Obwohl die WBC nicht an die Vorgaben des BDB und der EBU gebunden ist, folgte der WBC Vize Präsident dem Drängen von Herrn Eckmann und sagte den Fight mit der Begründung das in Deutschland nur der BDB berechtigt ist WBC Kämpfe zu beaufsichtigen ab.
Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen ,das dem GBA Präsidenten beim letzten WBC Congress in Croatien durch die EBU Generalsekretärin im Auftrage der WBC eine kostenpflichtige Promoterlizenz und anderen Personen weitere unterschiedliche Lizenzen übergeben worden sind .
WBC Vize Präsident Rex Walker, der eine Woche zuvor noch 5 Offizielle WBC Vertreter
aus 5 Ländern zum Kampf nach Berlin eingeladen hatte schrieb in der Email weiter ,das es Ihm äußerst Leid täte so entscheiden zu müssen und teilte mit ,das Ihm dahingehend leider die Hände gebunden sind.
Die GBA hatte zuvor aus diplomatischen Gründen Ihren Anschluss an den Belgischen Boxverband , der seinerseits dreigeteilt agiert ,jedoch über je eine EBU Mitgliedschaft verfügt ihren EBU Anschluss erwirkt. Dieses diplomatische Schachzug wurde übrigens vom EBU Präsident Bob Logist , der selbst gleichzeitig Präsident des belgischen Boxverbandes ist empfohlen.
Nach dem bekannt werden der Email hat GBA Präsident Peter Pelk sofort Kontakt mit dem Vize Präsidenten des belgischen Boxverbandes Willy Bosch aufgenommen und ein klare Zusage von Ihm bekommen , kostenpflichtig den WBC Youth Kampf in Berlin zu beaufsichtigen.
Am Abend nach einer erneuten Rücksprache mit EBU Präsident Bob Logist erhielt der Vize Präsident des Belgischen Boxverbandes Willi Bosch nun die überraschende Information, das in Deutschland auf EBU Festlegung nur der BDB die Aufsicht über EBU und WBC Kämpfe durchführen darf .

Auf die Anfrage der GBA wieso es den dann möglich sein kann ,das der Österreichische Boxverband jedoch bereits schon am 26. 05 wieder für die EBU in Deutschland tätig sein darf und nicht wie neu festgelegt der BDB erhielt man keine Antwort.

Die Tatsache das der BDB nach wie vor dem rechtstaatlich fragwürdigen Nimbus der alleinigen Vertretung des Deutschen Boxens gegenüber der autonomen EBU für sich in Anspruch nimmt und danach handelt und damit einseitig Geld verdient , die autonome EBU wiederum für sich in Anspruch nimmt , das europäische Boxen gegenüber der wiederum autonomen WBC alleinig zu vertreten und danach handelt und damit einseitig Geld verdient bringt die eindeutige Tatsache der Ausgrenzung der GBA Boxer und damit der Diskriminierung der GBA Boxer in Person und Berufsausübung mit sich.
Die Tatsache das der BDB dann auch noch frei entscheiden kann ob er seinen fragwürdigen Nimbus überhaupt einsetzen will oder nicht und er diesbezüglich auch keinem rückwirkendem Zwang aus der EBU und/oder der WBC unterworfen ist, bringt zusätzlich die Tatsache der Willkür ins Spiel. Die geschätzten jährlichen Einnahmen der besagten willkürlichen selbsternannten Schiene von BDB e.V. über /durch EBU Ltd. zur WBC geht weit in die Millionen Euro.
GBA Präsident Peter Pelk : „ Wir müssen zur Sicherung unserer Rechte beim zuständigen Amtsgericht beantragen, das endlich der Alleinvertretungsanspruch des BDB in Deutschland von Amtswegen ausgetragen werden muss.“
Da es sich bei der EBU und der WBC um autonome Privatfirmen handelt die außer Ihrer zugelassenen Handelstätigkeit über keinerlei gesetzmäßig verankerte europäische und/oder globale Vertretungsrechte verfügen sind Sie den Zivilgesetzen des jeweiligen Landes unterstellt. Die bewusste Ausgrenzung der GBA Berufsboxer durch den BDB und der daraus weiterführenden Ausgrenzungen in Europa durch die EBU und die weiterführende Ausgrenzung der GBA Boxer in der Welt durch die WBC rufen
neben dem Vorwurf des jahrelangen einseitigen unlauteren Wettbewerbes und einer jahrelangen unlauteren Marktausgrenzung zum eigenen Vorteil vor allem die Überprüfung der demokratischen Grundrechte sowie der Verfassungstreue der Achse BDB – EBU – WBC in Sachen Gleichstellung im Beruf der GBA Boxer , freie Berufsausübung der GBA Boxer und den Vorwurf der Diskriminierung von GBA Boxern auf den Plan.
Wenn man nun davon aus geht , das ein WBC Youth Champ theoretisch nach WBC Rules die Möglichkeit hat, mit einer gewissen Anzahl der Stimmen der WBC Gouvaneure sogar den amtierenden WBC Weltmeister boxen zu dürfen , was wiederum für sehr hohe Börsen
spricht, hat Herr Eckmann durch seine rechtwidrige Intervension und Willkür für den Sieger aus diesen besagten Fight einen möglichen Millionenschaden erwirkt.
Unabhängig davon das er durch seine rechtswidrige Intervension den Marktwert beider Boxer durch die Ranglistenpunkte verwirkt hat.
Die in der EBU ltd. praktizierte Ungleichstellung Ihrer eigenen Verbände in Deutschland ist unzulässig. Man kann nicht auf der einen Seite sagen die EBU angeschlossenen Österreicher dürfen in Deutschland Profiboxveranstaltungen für Sauerland beaufsichtigen und die EBU angeschlossenen Belgier dürfen in Deutschland für die GBA keine Profiboxkämpfe beaufsichtigen Hinzukommt das die in den letzten 3 Jahren auch zahlenmäßig stark gewachsene GBA e.V. gut beraten ist gemeinsam mit der aufstrebenden GBO (unlängst mit KII Promotion) endlich und unmissverständlich klarstellen ,das der nur noch für 40 % des deutschen Boxens zuständige BDB e.V. nicht mehr das Monopol im deutschen Profiboxen besitzt und vom Gesetzgeber daher auch nur mit gleichem Recht und gleicher Pflicht ausgestattet ist wie alle anderen gerichtlich eingetragenen deutschen Verbände . Dabei scheint es besonders wichtig, das die EBU gezwungen wird, sich über einen schnellen Antrag der GBA (über 400 Mitglieder) auf gleichberechtigte Mitgliedschaft auseinanderzusetzen muß. Im Sinne der Durchsetzung der deutschen aber auch EU Gesetze
darf man auch nicht davor zurückzustecken , bei weiter anhaltender Diskriminierung einzelne unbelehrbare als Verbände auftretende Privatfirmen in Deutschland verbieten zulassen bis Sie begreifen das Sie keinen Unterschied mehr zwischen einem deutschen GBA und BDB Boxer mehr zu machen haben .Die GBA ist auch in Pflicht nach der rechtwidrigen und willkürlichen Auftreten von BDB Chef Eckmann gegenüber der WBC wichtige Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft und Boxgeschäft über die veränderte Situation im deutschen Boxen aufzuklären. Öffentlich rechtliche Geldgeber und insbesondere übergeordnete Entscheidungsträger im TV aber auch die Presse müssen über die Diskriminierungsvorwürfe von nicht BDB Boxern in Kenntnis gesetzt werden .

Um das Schosshündchen eines großen Promoters , BDB Präsident Dr. Bodo Eckmann, kümmern wir uns ab sofort mit aller Energie selber. Wer zwei hart arbeitenden jungen aufstrebenden Boxern in Deutschland aus niederem Grund und überschätzen eigenem Ego
nur um des eigenen Vorteils Willen so bewusst und willkürlich und ohne Rücksicht auf Verluste Ihren boxerischen Weg versaut will ,hat für uns keine Existenzberechtigung mehr in Deutschland Boxpolitik zu machen. Und gegen unsere zukünftigen allseitigen Angriffe werden Ihnen Ihre schützenden Stimmübertragungen von einem großer Promoter nicht helfen... Sie kommen für diese miese und rechtswidrige wie hinterlistige und elende und eigennützige Cancun Nummer vor Gericht und werden dafür bezahlen . So wahr uns Gott helfe !

Der Vorstand der GBA , der Promoter und alle Beteiligten haben in einem persönlichen Anschreiben im Sinne der beiden Boxer die Chefin der IBF um Ihre Hilfe gebeten.
Angefragt wurde ob der IBF Youth Junioren WM Titel frei ist und ob beide Boxer am 12.05. 2007 um den ggf vacanten IBF Titel boxen dürfen. Zu diesem Zweck wurde Matchmaker Pokowietz damit beauftragt der GBO Chefetage und dem selbst betroffenen Krasniqi Manager Roland Suttner den erweiterten Vorschlag zu machen den Fight ggf bei IBF Terminschwierigkeiten vorbehaltlich der Zustimmung der KII Promotion und des Wille Managements in der nächsten KII Unterkarte in Köln durchzuführen.
Die Antworten steht noch aus zumal sich Roland Suttner derzeit in Übersee auf Geschäftsreise befindet .

Der Vorstand der GBA hat auf Grundlage der entsprechenden deutsche Gesetzgebung und entsprechend geltendem EU Rechts an die EBU Ltd. den Antrag auf gleichberechtigte und gleichgestellte Aufnahme von 402 GBA e.V. Mitgliedern in die EBU gestellt und diesen Antrag vorsorglich in Kenntnis bisheriger Verfahrensweisen zusätzlich erweitert angepasst.
Der Antrag wird mit Montag den 30.04.2007 datiert und in englischer und deutscher Sprache gefertigt.

Der WBC lizenzierte Matchmaker Mario Pokowietz hat den Präsidenten der WBC um eine Stellungnahme gebeten, warum der von Ihm in 2007 kostenpflichtig lizenzierte Promoter nebst einem kostenpflichtig in 2007 lizenzierten Manager , verweigert wird Ihrer Arbeit nachzugehen ,obwohl eine schriftliche Bestätigung eines vacanten WBC Youth Titelfights am 12.05.2007 in Berlin von der zuständigen Rating Commision nebst Offizielleneinsatzplanung aus 5 Ländern wiederum nebst Visabeschaffung und die WBC Sanctions Fee Rechnung bereits vorlagen. Desweiteren bitten alle lizenzierten WBC Member mit nationaler GBA Lizenz den Präsidenten und seinen Vizepräsidenten um den möglichst genauen Werdegang und Wortlaut von BDB Präsident Bodo Eckmann die zur
plötzlichen Absage des bereits bestätigten WBC Youth Fights geführt haben zur gerichtlichen Vorlage.


GBA Präsident Peter Pelk informierte alle Beteiligten darüber , dass er im Vorfeld aus gut informierten BDB Kreisen Hinweise und Warnungen ob größerer von langer Hand vorbereiteter Anti GBA Auslands Aktivitäten von BDB Chef Eckmann erhalten hat .
GBA Chef Pelk hatte diese Situation jedoch erst für den IBF Congress in Miami erwartet . Vorsorglich verfügte er das beauftragte GBA Vertreter ebenfalls nach Miami reisen sollen um dort klarzustellen und durchzusetzen das der BDB nicht mehr das Recht hat alleinig für das deutsche Profiboxen aufzutreten .Die GBO entsendet ebenfalls Ihre Vertreter diesbezüglich nach Miami. Die GBA Vertreter werden nach den Geschehnissen von Cancun in die GBA Geschäftstelle bestellt und mit weiteren Aufträgen und Vollmachten gegenüber der IBF ausgestattet. GBA Geschäftsführer Jörg Milcke : „ Der BDB Chef sollte nicht vergessen das auch er nicht das Recht hat einem Menschen die Arbeit zu verweigern . Man kann Ihm nur den guten Rat entsprechende Gesetze genau zu lesen und dann auch genau zu befolgen.“

Der Vorstand der GBA beauftragte die Geschäftstelle der GBA Termine beim zuständigen Amtsrichter am Amtsgericht Charlottenburg zu machen.

 

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GBA Generalversammlung am 21.04.2007






























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